HDG Euro 50 im Keller

Hier kann jeder sein Heizungsprojekt vorstellen.
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Schradt
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HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #4789 von Schradt » So 28. Feb 2016, 12:07

Hallo zusammen,

nun will ich meine Anlage auch einmal vorstellen, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen bei der Planung und Realisierung.
Ausgangslage war eine Ölheizung mit ca. 7-9000l Jahresverbrauch für drei Parteien und ca. 500m² beheizte Fläche, teilweise mit 3,5m Raumhöhe, Wunsch-Temperaturen zwischen 19 und 25 Grad. Durch die Ölpreise der vergangenen Jahre hab ich mir die Anlage mal näher angesehen und diverse Einstellungen verändert, aber großartige Einsparungen waren da nicht mehr möglich. Einen Kamin haben wir auch im Wohnzimmer, da sind dann mal 10RM pro Jahr durch gewandert, aber am Ölverbrauch hat das kaum bis gar nichts geändert, nur das Wohnzimmer war halt mollig warm. Somit wollte ich zunächst einen wassergeführten Kaminofen zur Heizungsunterstützung einbauen lassen. Da dieser sich jedoch im 1. OG befinden würde und der Puffer/Heizung ja nunmal im Keller stand, wurde das Vorhaben wieder verworfen. Das Holz jahrelang über die Treppe nach oben tragen, Dreck im Wohnbereich, aufwändige Installation, fragwürdiger Nutzen (selbst der 25kW Aquaflam Kamineinsatz hätte das gesamte Haus nicht heizen können).
Danach bin ich dann auf Holzvergaser gestoßen und nicht zuletzt durch die Planungshilfen im Holzvergaserforum war dann für mich recht schnell klar, dass es sowas sein sollte, mit min. 200l Füllraum und >4000l Puffer.
Nach diversen Überlegungen war dann klar, dass ein Zugang zum Keller notwendig ist. Idealerweise ein Schacht, oder etwas wo zum einen der Heizkessel und die Puffer durch passen und später halt das Holz. Praktischerweise lag ein Ölkeller neben der Haustüre im durch den Balkon überdachten Bereich, so dass mit einem Architekten gesprochen wurde um zu klären, ob hier ein 1,25m Durchbruch in der Kellerwand gemacht werden kann.
Eine Woche Urlaub genommen und mit dem Minibagger ein größeres Loch neben der Haustüre gegraben.
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Genau zwischen Treppe und Fundament des Balkons passte so ein Schacht mit letztlich 2m Breite und 3,8m Länge. Auf den Boden ne Betonplatte und dann mit Beton Schalsteinen hoch gemauert.
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Am Ende 1m wieder "überdacht" mit einer Stahlbetonplatte und hoch gemauert bis auf Hof-Niveau.
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Alles locker aufgefüllt, verdichten wollte ich das nicht, da der Hof im nächsten Jahr eh neu gepflastert werden sollte.

Die Garage kann wieder befahren werden:
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Zwei Heizungsbauer wurden nach Angeboten befragt und wie der Zufall es so wollte, wurde der HDG Euro angeboten. Die Befüllung von oben gefiel mir sehr gut, auch die Möglichkeit Hackschnitzel und Sägespäne verheizen zu können. Somit ist der es dann auch geworden. Ein Vertreter von HDG kam noch vorbei und hat sich die Örtlichkeiten angesehen. Ein ehemaliger Lüftungszug bot sich an, als Kamin. Nach Rücksprache mit dem Schornsteinfeger war das dann auch kein Problem.

Somit wurde alles bestellt und nachdem der Liefertermin klar war, habe ich eine Woche vorher die Kellerwand raus gehauen, damit die Öltanks raus und die Holzheizung rein konnte. Zwecks Arbeitserleichterung wurde ein Hochhubwagen gekauft, der nicht nur den Bauschutt hoch gehoben hat, sondern später auch Heizung und Holz rein gebracht hat. Die Trennwand zwischen Öllager und Heizraum kam komplett weg, so dass hier nun die Heizungen und Holz Platz finden.
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Unter dem künftigen Standplatz der Ölheizung schnell ein paar Fliesen verlegt:
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Ein Kellerraum wurde leer geräumt, hier sollen die Puffer hin:
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Hier kommt ein Karton...
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Heizkessel auch schonmal runter:
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Ehemaliges Podest der Ölheizung weg gestemmt
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Fliesen verlegt
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Drei Schwerlastdübel in die Decke und was gebastelt um den Heizkessel an Ort und Stelle setzen zu können, ohne die frisch verlegten Fliesen zu zerstören:
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knapp eine Tonne am Haken, drunter ist der Euro übrigens flach:
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Die Heizungsbauer kamen Montags um halb acht, nicht unerfreut, dass sie direkt los legen konnten und den Krempel nicht in den Keller befördern mussten ;-)
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Die Verrohrung wächst
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Elektrik hab ich selbst gemacht
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Und schon kurz darauf war Inbetriebnahme :Klatsch

Puffer komplett durchgeheizt, alles dicht, Heizung warm, Warmwasser da.

Nach zwei Monaten habe ich dann die Puffer eingehaust und die 90 Grad führenden Leitungen nachgedämmt, da mir knapp 30 Grad im Keller doch etwas zu warm waren...
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Die Rauchrohre haben auch noch ne Lage Glaswolle und Alufolie spendiert bekommen (der HV geht in einen gemauerten Kamin, hier ist mehr Temperatur sicher nicht falsch, auch wenn der Kamin trocken aussieht und der Schornsteinfeger zufrieden ist)
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Holz-Nachschub kommt palettenweise per Anhänger nach Hause
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Per Hubwagen in den Keller
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Hier passen nun fünf Paletten (100x120) neben die Heizung.
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Zuletzt geändert von Schradt am So 28. Feb 2016, 13:55, insgesamt 1-mal geändert.


Grüße
Frank

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #4831 von iriswolfgang » So 28. Feb 2016, 13:33

Hallo Frank,
so stelle ich mir saubere Arbeit vor. Hut ab.
Gruß Wolfgang


MfG Wolfgang
Vigas 40 LC, mit Brennraumfühler. Große Brennkammer, Turbos und Holzgasverteiler (Sven), Metalldüse (Friedrich).
5000 Lt. Pufferspeicher. Solaranlage, knappe 10 m², Öler als Backup.

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #4858 von Sundancer » So 28. Feb 2016, 14:27

Hallo Frank,

saubere Planung und konsequente Umsetzung... Respekt!
...Alles richtig gemacht :Klatsch

Gruß Yves


HVS 25 LC (Brennk. + Turbos von Sven)
2 x 1000 l Pufferspeicher + 11m² Flachkollektoren über PWT
Oventrop RTA 180 (auf 68°C) + Frischwasserstation Oventrop XZ-30
UVR1611 + BL-Net + CAN/IO 44 (D-Logg vom BL-Net auf Synology-NAS)
LambdaCheck mit zusätzl. Breitband-Lambda

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #4922 von Motor Mitte » So 28. Feb 2016, 18:07

Ärgerlich! Die Klempis geben sich solche Mühe und du Verkleidest die Puffer. ;)

Ich bin voll neidisch. Aber so ein toller Kessel wird es bei uns leider nicht werden können.



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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #4935 von Schradt » So 28. Feb 2016, 18:56

Motor Mitte hat geschrieben:Ärgerlich! Die Klempis geben sich solche Mühe und du Verkleidest die Puffer. ;)

Begeistert waren sie nicht, da hast du Recht, aber er hatte auch Fotos gemacht, ehe die OSB Wand alles versteckt hat :mrgreen:


Grüße
Frank

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #5053 von hannibal » Mo 29. Feb 2016, 13:17

hallo schradt,

meine Pufferspeicher stehen genau so in Reihe wie Deine. Hinzu kommt bei mir noch ein WW-Boiler von 500 Liter.
Habe mir auch schon überlegt, eine Bretterwand davor hochzuziehen und die Zwischenräume mit Iso-Material zuzustopfen.

Aber:
Wäre es nicht sinnvoller, die werksseitige Isolierung vorher wegzumachen?

Was hast Du mit den Thermometern gemacht? Ich habe 6 Stück verbaut, an jedem Puffer zwei, einer jeweils oben und einer jeweils unten. Die wären dann ja nicht mehr sichtbar.

Und was hast Du mit den Entlüftungshähnen an den Decken (höchsten Punkten) der Pufferspeicher gemacht? Sind die jetzt auch mit eingepackt?

piss Tann



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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #5076 von woodcracker » Mo 29. Feb 2016, 16:23

Hallo Frank, das ist richtig schön gelaufen, hattest aber auch professionelle Hilfe wie man auf den Bildern sieht.


Grüße Uwe

Attack SLX 35 Profi Holzvergaser, LambdaCheck, 4000l Puffer,
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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #5115 von digger » Mo 29. Feb 2016, 19:51

Moin,
Das schaut sehr sehr gut aus, was ihr da gebaut habt. Auch klasse finde ich die Idee mit dem Schacht für den hochhubwagen! :Klatsch


Nur Hubraum zählt

Orlan Super 60KW mit Eigenbau-Brennkammer in Sarg-form
11qm Solar
4000l Puffer
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Gussdüsen von Friedrich

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #5116 von Bahnhof » Mo 29. Feb 2016, 20:00

Saugeile Anlage! :Klatsch :Klatsch

Aber mein Schorni würde mir beim Holzvorrat so dicht am HV und in der Menge gehörig den Ar... :Zensi: versohlen


Grüße Christoph
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ThermoFlux PID Logic 30 Lambda; Inbetriebnahme 19.01.2016 mit 2000l Puffer. Frischwasserstation Oventrop XZ30, 350qm beheizte Fläche.
seit Juni 12qm Solarthermie +1000l Solarpuffer (ext. Wärmetauscher)

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #5177 von ice77 » Di 1. Mär 2016, 02:59

Hallo Frank,

der Einbau sieht schon sehr gut gemacht aus. Wenn ich bedenke, wieviel Arbeit es macht, solch ein Leitungsgewirr aus Schwarzrohr zu fertigen :-) ... hab ich auch alles schon durch.

Die Isolierungskosten der einzelnen Leitungen an den Puffern hättest Du dir ja quasi fast schenken können, oder?
Meine Puffer sind noch nicht isoliert, da noch die Solarverrohrung angepasst und abgedrückt wird. Wenn dann alles dicht ist, kommt 36cm Steinwolle drum. Das sollte dicke reichen.

Auf alle Fälle hast Du ein gut funktionierends Konzept realisiert bekommen und wirst sicherlich noch lange dran Freude haben.

Hast Du schon mal dran gedacht, um längere Zeiten überbrücken zu können, eine elektrische Zündung zu installieren? Wenn die nicht so teuer wäre...würd ich mir das glatt überlegen. So hätte man bei längeren Abwesenheiten noch einen "Schuss frei".

An dieser Stelle auch von mir "vielen herzlichen Dank" für den bebilderten Einbaubericht!

Gruß Fabio


PS: hab gesehen - an deiner Rücklaufanhebung mit der Ladepumpe sieht man 2 Mischer. Einer gehört zur Rücklaufanhebung. Und der 2. drunter? Teilt er den Vorlauf auf den Führungspuffer || nachgelagerter Pufferrestbatterie auf?


HDG Teuro - mein (hoffentlich) treuer Begleiter

Gruß ice77

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #5195 von Schradt » Di 1. Mär 2016, 10:30

hannibal hat geschrieben:Habe mir auch schon überlegt, eine Bretterwand davor hochzuziehen und die Zwischenräume mit Iso-Material zuzustopfen.

Dahinter stopfen dürfte schwierig bis unmöglich sein. Ich hatte auf die Wand 10cm Styropor geklebt, ehe die Puffer davor gestellt wurden. Hinterher dann Schüttdämmung (Styroporkügelchen) in die Zwischenräume hinter die Puffer geschüttet (10cm Platz bis zur Decke, das hat ewig gedauert). Überall wo ich dran kam, dann Glaswolle/Steinwolle. Die Wolle ist bestimmt haltbarer als die Kügelchen...
hannibal hat geschrieben:Aber:
Wäre es nicht sinnvoller, die werksseitige Isolierung vorher wegzumachen?

Naja, das hätte man dann vorher machen müssen, hinterher so eine Pufferbatterie komplett zu dämmen stell ich mir schwierig vor. Die Zusatzisolierung war ja schon recht schweißtreibend ;-)
hannibal hat geschrieben:Was hast Du mit den Thermometern gemacht? Ich habe 6 Stück verbaut, an jedem Puffer zwei, einer jeweils oben und einer jeweils unten. Die wären dann ja nicht mehr sichtbar.

Und was hast Du mit den Entlüftungshähnen an den Decken (höchsten Punkten) der Pufferspeicher gemacht? Sind die jetzt auch mit eingepackt?

Die Thermometer sind einfach in der Dämmung verschwunden. Die Regelung hat ja Temperaturfühler verbaut. Sollten die mal kaputt gehen, muss man eh aufmachen und nachsehen.
Die Entlüfter oben von den Puffern sind erreichbar. Hier hab ich alle halbe Jahre mal an den Kugelhähnen gedreht, aber es kam weder Luft, noch Wasser heraus. Offenbar tun die übrigen Entlüfter in der Anlage ihre Arbeit, so dass sich in den Puffern gar keine Luft befindet.


Grüße
Frank

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #5197 von Schradt » Di 1. Mär 2016, 10:37

Bahnhof hat geschrieben:Aber mein Schorni würde mir beim Holzvorrat so dicht am HV und in der Menge gehörig den Ar... :Zensi: versohlen

Der hat nur kurz geguckt, ob es trocken ist. Die Menge ist zumindest in NRW wohl kein Problem. Hinter der Wand stehen auch noch 10.000l Öl, wovon ich die letzten zwei Jahre aber keine 100l gebraucht habe ;-)


Grüße
Frank

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #5200 von Schradt » Di 1. Mär 2016, 11:05

ice77 hat geschrieben:Die Isolierungskosten der einzelnen Leitungen an den Puffern hättest Du dir ja quasi fast schenken können, oder?

Sparen kann man vermutlich immer irgendwas, aber der Heizungsbauer will ja auch was verdienen, somit wird das Komplettpaket verkauft ;-)
ice77 hat geschrieben:Meine Puffer sind noch nicht isoliert, da noch die Solarverrohrung angepasst und abgedrückt wird. Wenn dann alles dicht ist, kommt 36cm Steinwolle drum. Das sollte dicke reichen.

Merkst du ja spätestens im Sommer, ob das reicht. Aber müsste eigentlich :)
ice77 hat geschrieben:Hast Du schon mal dran gedacht, um längere Zeiten überbrücken zu können, eine elektrische Zündung zu installieren? Wenn die nicht so teuer wäre...würd ich mir das glatt überlegen. So hätte man bei längeren Abwesenheiten noch einen "Schuss frei".

Die hab ich sogar. Aber... man muss schon recht akkurat mit kleinem Holz und der Restkohle eine zündfähige Mischung vor dem Einblasloch der Zündung basteln, damit das funktioniert (vielleicht liegt's auch an mir? Werde bei Gelegenheit mal bei HDG anrufen und nachfragen wie man das am besten macht). Wenn der Kasten kalt ist (im Sommer), hat das bei mir nicht funktioniert. Jetzt im Winter wo der eh zweimal täglich brennt, hab ich zwei, dreimal die Zündung zünden lassen, da ich Termine hatte und sonst nur halb voll gestapelt werden konnte, oder die Ölheizung übernehmen musste - das hat dann funktioniert.
Zu 90% braucht man diese Zündung aber nicht. Ich hab ja anderswo schon beschrieben: Anfeuern der Restkohle mit nem Gasbrenner dauert 5 Sekunden und ehe man den Kessel voll gestapelt hat, ist der auf Betriebstemperatur.
ice77 hat geschrieben:PS: hab gesehen - an deiner Rücklaufanhebung mit der Ladepumpe sieht man 2 Mischer. Einer gehört zur Rücklaufanhebung. Und der 2. drunter? Teilt er den Vorlauf auf den Führungspuffer || nachgelagerter Pufferrestbatterie auf?

Nein, unter der Rücklaufanhebung der Mischer dient der Umschaltung auf den Öler. Dieser hat keine eigene Ladepumpe (kann sich somit auch nicht fest setzen). Richtung Puffer gehen somit nur zwei Leitungen von den beiden Heizkesseln aus. Es kann nur ein Heizkessel laufen, der Öler ist stromlos, so lange die Holzheizung läuft (über die Lambda Control2 versorgt). Die Viessmann Regelung ist quasi überbrückt (externe Anforderung), sobald der Öler Strom bekommt, läuft der an, die Temperatur wird über die HDG Steuerung und die Rücklaufanhebung geregelt.
Die vier hinteren Puffer sind per Tichelmann verschaltet, der erste ist der Führungspuffer, wo Frischwasserstation / Heizung abnehmen und deren Rückläufe rein gehen. Ist dieser leer, wird aus der Tichelmann Batterie umgepumpt. Hab das Schema anfangs auch nicht verstanden, aber es funktioniert und der Stromverbrauch der Anlage ist geringer als früher die Ölheizung (Effizienzpumpe war schon verbaut).


Grüße
Frank

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #14960 von Schradt » Mo 27. Mär 2017, 01:52

Hier mal ein Update nach nun drei Jahren mit dem Kessel.

Der Betriebsstundenzähler zeigt aktuell 5000h Feuerungszeit und 230244kWh. Verfeuert habe ich knapp 200RM Holz und 25m³ Späne/Spaltreste/Hackschnitzel/Rinde.

Einziges Problem bislang: Die Zirkulationspumpe der Frischwasserstation hat kurz nach Ende der Garantiezeit den Geist aufgegeben, wurde aber kostenlos ersetzt. Und der Vollständigkeit halber: Die Dichtung vom Füllschacht hat sich im ersten Jahr mal in der Nut vom Deckel gelöst und blieb beim öffnen des Deckels am Füllschacht hängen. Hab ich kurzerhand mit einem Rest Baukleber wieder rein geklebt.

So kann's weiter laufen :-)


Grüße
Frank

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #14989 von TF14 » Di 28. Mär 2017, 09:23

Hallo Frank,

schön dokumentiert und bebildert.
Auch 5 gleiche Puffer parallel sieht man echt selten.

Wie lange kann denn Dein Haus davon zehren?
Feuerst Du Nadel- oder anderes Weichholz oder Buche/Eiche/Esche?

Gruß,
Frank


ETA SH 40 und Thermoflux Pelling ECO 25, 5000 L Puffer mit WW-Wendel, neuer keramischer Schornstein, ca. 250 m² beheizte Fläche, 2 HK´s (Fußbodenheizung/Wand und Radiatoren), Wärmemengenzähler über UVR16x2

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #14990 von Schradt » Di 28. Mär 2017, 11:31

Also wenn es mal richtig kalt ist, dann reicht der Puffer keinen Tag lang. Bei -10 Grad hab ich drei Füllungen täglich verheizt. Zu 90% "schlechtes" Holz, also Tanne, Weide, etc. Aktuell verheize ich einmal täglich 150l Hackschnitzel mit etwas Stückholz dabei.
Eigentlich sollte die Anlage die Ölheizung "nur" unterstützen, der sportliche Ehrgeiz sorgt jedoch dafür, dass ich zu 99,5% mit Holz heize.


Grüße
Frank

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #16034 von Fragenderin » So 17. Sep 2017, 18:10

Hallo Frank
Schradt hat geschrieben:Die Rauchrohre haben auch noch ne Lage Glaswolle und Alufolie spendiert bekommen (der HV geht in einen gemauerten Kamin, hier ist mehr Temperatur sicher nicht falsch, auch wenn der Kamin trocken aussieht und der Schornsteinfeger zufrieden ist


Mit welcher AG - Temp. speist den dein 50 ziger den gemauerten Schlot?

Und: Welchen Durchmesser hat der?
Wie alt ist der Kamin?
Benutzt du einen Zugregler?


Holzheizergrüße von Herbert

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #16038 von Schradt » So 17. Sep 2017, 20:04

Fragenderin hat geschrieben:Mit welcher AG - Temp. speist den dein 50 ziger den gemauerten Schlot?

Abgas min. ist 175 Grad an der Regelung vorgegeben. Normalerweise ist die Soll-Temperatur um die 220 Grad.
Fragenderin hat geschrieben:Und: Welchen Durchmesser hat der?
Wie alt ist der Kamin?
Benutzt du einen Zugregler?

Querschnitt ca. 21x13cm, also umgerechnet knapp 19cm Durchmesser, Höhe ca. 11-12m
Baujahr dürfte 1970 gewesen sein (war vorher ein Lüftungsschacht), Zugregler ist im Abgasrohr zwischen HV und Kamin verbaut.


Grüße
Frank

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Re: HDG Euro 50 im Keller

Beitrag #16183 von Fragenderin » So 24. Sep 2017, 14:09

Hey Frank

Danke für deine Antworten

Ich habe Anfang September ein Update bekommen, soll den Kessel mal dann mit den Original Werten laufen lassen.

Der Kessel hängt auch bei mir an einem gemauerten Schlot, so aus den 60zigern Jahren.
Hatte den Abgaßwert auf 220 Grad eingestellt, und der Schornstein war immer schön trocken.

Jetzt geht der mit dem neuen Update auf so knapp 150 Grad runter.

Mal sehn, was der Schlot da auf Dauer zu sagt .... werde das im Auge behalten.


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