Das rechnet sich doch nie...

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Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18299 von Stefan » Mi 17. Jan 2018, 01:48

...hab ich mir heute am Stammtisch mal wieder sagen lassen. :cry:

Ob das stimmt?
Als ich die Hütte gekauft habe hab ich ca. 5000 Liter Heizöl gebraucht um 20° C zu halten. Inzwischen ist die dauerhaft beheizte Wohnfläche 150m2 größer, im Zuge des Anbaus wurde gleich die ganze Hütte isoliert und wir brauchen ca. 30 RM / Jahr um etwa 22° in der Bude zu haben. Die 30 Rm ergeben ein Äquivalent von ca. 6000 Liter Heizöl, bei 20° wären wir vermutlich wieder bei den 5000, würden im Winter halt hier nicht mehr nur im T-Shirt rumlaufen. Also nehmen wir die 5000 Liter zu aktuellen 60 Cent macht 3000.- Euro die wir nicht für Heizöl ausgeben.
Ca. 10% davon muss ich für mein Brennholz aufwenden:
300 Euro Eigenverbrauch setzt mir das Finanzamt für meinen Brennholzhandel an, macht 120 Euro Steuer. Weitere 180 für Alkylatbenzin, Diesel, Strom usw reichen dicke. Die Abschreibungen auf Maschinen sehe ich über die Steuer als kompensiert, die Ausgaben dafür rechne ich ja gewerblich gegen den Gewinn.
Tolle Sache, oder?
Da wäre aber noch der Zeitaufwand, zum heizen während der Saison etwa 10 Minuten täglich, so lange brauche ich um die WT zu reinigen, die Asche raus zu nehmen, Kessel füllen und starten. Macht 5 Stunden im Monat plus ein mal die Kammer raus um dahinter sauber zu machen und je nach Bedarf mal neue Yton- Steine oder ne Keramikfasermatte oben drauf ne halbe Stunde extra. Dezember, Januar Februar kann man voll rechnen, die Übergangszeiten fasse ich mal mit 2 vollen Monaten zusammen. Gibt knapp 30 Stunden, setzen wir mal die 10 Euro / h die ich hier meinen Aushilfen zahle an. Damit wären wir bei 600.-€.
Dann noch der Brennstoff selbst, da ich nur Äste, Kronen, Spaltbruch und das was sonst keine ordentlichen Meterscheite für den Verkauf gibt nutze habe ich dem Finanzamt (und damit der Gesellschaft, also irgendwie jedem) gegenüber kein schlechtes Gewissen aber dafür mehr Aufwand als mit Polterholz vom Waldwegrand. Trotz des umfangreichen Maschinenparks brauch ich ca. 2 Stunden für nen RM, kommen also noch mal 60 Stunden oder 600.- Euro drauf. Damit sind wir bei 1200.-€, und fast fertig.
Fast, weil die Anlage ca. 10.000.- gekostet hat. Der Wechselbrandkessel war 30 Jahre alt und fällig, ein neuer Brennwertöler wäre auf ca. 3000.- Euro gekommen. Stellen wir die 3000.- für nen weiteren HV zurück weil der Orlan nicht wie die Puffer 30 Jahre halten wird wären die 10.000.- auf 30 Jahre abzuschreiben. Mit den 330.- Euro wären wir bei 1.530.- € pro Jahr.
Somit kämen wir, alles eingerechnet, beim aktuellen Ölpreis ca. 1.470.- Euro / Jahr günstiger weg.
Oder habe ich bei meiner Stammtischrechnung heute was vergessen?
Wobei ich dem Stänkerer zugestanden habe, müsste ich Polterholz kaufen und die Zeit mitrechnen wäre es wohl ein "Nullsummenspiel".
Dennoch ist das alles sehr konservativ gerechnet, ein neuer Ölkessel wird heute kaum mehr 30 Jahre laufen und die Waldarbeit ist für mich keine Arbeit sondern mein liebstes Hobby.

Jetzt würde es mich interessieren ob ihr das für euch auch schon mal überschlagen habt, mit welchen Zahlen und welchem Ergebnis?
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18300 von Helmut » Mi 17. Jan 2018, 07:38

Naja,
ich rechne da eignetlich gar nicht. Aber dass sich eine Holzzentralheizung eigentlich nicht rechnet, sollte jedem klar sein. Egal ob man jetzt das Holz kauft, oder es selber macht. Ist eben wie mit den Solaranlagen. Im Grunde macht man es um sein gewissen zu beruhigen.
Vorteil bei Holz ist, man bekommt hin und wieder Holz geschenkt, oder kann auch mit diversen Abfällen aus dem Garten Heizen.
Heizöl stinkt, muss gekauft werden wenns am billigsten ist und benötigt auch Platz. Und muss Versichert werden falls mal was passiert und die Suppe raus läuft ;) Einziger Vorteil wirklicher Vorteil von Öl ist, man hat keinerlei Arbeit damit.
Das muss dann jeder mit sich selbst ausmachen was ihm leiber ist.
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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18301 von René » Mi 17. Jan 2018, 08:24

Wie man es dreht und wendet. Bei Holzheizung kann man Geld durch Arbeit ersetzen. Das ist der Vorteil an der Sache. Andere legen sich halt in die Sonne oder aufs Sofa und geben das Geld fürs Öl/Gas aus.

Ich behalte das Geld lieber und gebe es fürs Hobby aus.
Gruß René

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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18302 von burns635csi » Mi 17. Jan 2018, 08:37

René hat geschrieben:Wie man es dreht und wendet. Bei Holzheizung kann man Geld durch Arbeit ersetzen.


Ja stimmt. Holzheizen ist ganz sicher die günstigere Variante verglichen zu Öl......

.....aber nur wenn man auch relativ viel Energie benötigt und die Arbeitszeit und den Platzbedarf nicht mit einrechnet.

Aber wer will denn schon in den Urlaub fahren und die kostbare Zeit in der Sonne am Strand verschwenden, wenn man viel Sinnvoller Holz bei 0 Grad sägen und spalten könnte.......?

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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18303 von Gust » Mi 17. Jan 2018, 08:48

Ich habe das mal irgendwann für mich ausgerechnet, finde leider die Berechnung nicht mehr im Hasenforum...

Bei mir sah die Berechnung eher noch schlechter aus; und das auch noch mit eigenem Wald. Mein Ergebnis war: Sobald ich auch nur etwas mehr als 1,-- Euro für meine "Lohnkosten" pro Stunde ansetze, rechnet es sich gegenüber meiner Erdgasheizung nicht mehr...

Allerdings frage ich mich, wie man in 2 Std. einen Ster schaffen soll; ich rechne hierfür je Ster einen ganzen Tag (also Fällen, Rücken, Verladen, Sägen, Spalten, Stapeln, etc.) An Maschinen habe ich einiges, was auch Unterhalt kostet (etliche Kettensägen und Fällequipment, Trecker mit Frontlader, Spalter, etc.).
Den Vielitz Grobhäxler lasse ich mal komplett weg; der ist eher ein Komfortgewinn, schafft Heizmaterial und erspart Fahrten zum Wertstoffhof... (der Wied vom Käferholz muß ja auch irgendwo hin und "mindestens 500m vom Wald entfernt lagern" ist leider auch nur für Großgrundbesitzer eine Option...)

Ich verkaufe kein Holz, nicht mal Nutzholz; lediglich der, der mir hilft, bekommt dafür Holz... aus einem Teil vom Mondholz vom 13.Jan. werde ich mir ein neues Bauholzlager im Stadl bauen, damit ich das nächste Mondholz als Schnittware einlagern kann. Im Stadl gibt es noch viel ungenutzten Platz (Luftraum über dem bestehenden Lager, da muß "nur" eine Zwischendecke eingezogen werden...) Mein Haus- und Hof- Zimmerer hilft mir dabei und bekommt dafür Holz und etwas Lagerplatz.
Meine Nachfahren sollen kein Maschinengetrocknetes und zur falschen Zeit gefälltes Bauholz kaufen müssen... und für luftgetrocknetes Mond- Bauholz würden sich im Bedarfsfall immer Abnehmer finden; was hoffentlich nie erforderlich wird...

Ich sehe die Holzarbeit eigentlich nicht als Hobby, sondern eher als Notwendigkeit und Ausgleich für meinen Bürojob. In jungen Jahren habe ich die Holzarbeit gehasst; ich wollte lieber mit den Kumpels irgendwas machen als mit meinem Vater in den Wald zu gehen und schwere Arbeit zu verrichten..

Warum ich es trotzdem mache: Mein teureres Hobby ist die autarke Strom- Wasser- und Wärmeversorgung....

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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18304 von Spaltmaxe » Mi 17. Jan 2018, 09:11

Das notwendige mit dem Hobby verknüpfen.
Die Maschinen und der Wald ist eh da und somit passt das .
Ich rechne da gar nicht rum.

Scheitholz brauch ich auch noch zum Schnapbrennen , das macht auch spass :lol:
Gruß Jürgen


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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18305 von Gust » Mi 17. Jan 2018, 09:54

Von dieser Seite habe ich das ganze noch nicht betrachtet...
Das Schnapsbrennen würde mir als Hobby sehr gut gefallen, leider haben meine Vorfahren da was mit dem Brennrecht übersehen... würde gut zur Autarkie passen... der käuflich erwerbbare "Rottaler Obstbrand" hat m.M.n. erheblichen Verbesserungsbedarf...

Gruß Gust
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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18306 von Spaltmaxe » Mi 17. Jan 2018, 10:40

Gust hat geschrieben:Von dieser Seite habe ich das ganze noch nicht betrachtet...
Das Schnapsbrennen würde mir als Hobby sehr gut gefallen, leider haben meine Vorfahren da was mit dem Brennrecht übersehen... würde gut zur Autarkie passen... der käuflich erwerbbare "Rottaler Obstbrand" hat m.M.n. erheblichen Verbesserungsbedarf...

Gruß Gust


Kenne das Österreichische Recht nicht .
Bei uns in Baden kann man mit Obst-oder Rebfläche ein Brennrecht beantragen.
Oder kleiner als "Stoffbesitzer " (ein paar Bäume ) bei anderen Brennen lassen. :Klatsch
Gruß Jürgen


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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18307 von Gust » Mi 17. Jan 2018, 11:07

Bin (leider) kein Österreicher, "nur" Niederbayer. (ca. 20 kM von der Grenze entfernt...)
Brennrecht ist in Bayern trotz eigenem Obstgarten praktisch nicht mehr zu bekommen.
Das "bei anderen brennen lassen" haben wir mal gemacht; war insgesamt teuerer, als den Schnaps bei den österreichischen Nachbarn zu kaufen. Die Österreichischen Kleinbrenner haben m.M.n. ohnehin mehr Sinn für Qualität als unsere mittelständischen Brennereien. Gibt auch nur ganz wenige, die noch ein historisches Brennrecht bei uns haben.
So eine Fahrt in das Nachbarland kann ganz lohnend sein; bißchen Schnaps, Sprit für die Kettensägen, 4 Stangen Zigaretten und Espresso mitnehmen und die Fahrt hat sich gelohnt. Erst recht, wenn man noch ein paar Leute dabei hat... Oder nebenbei noch ein paar Kumpels im "Ausland" besuchen und am besten über Nacht dort bleiben... Das Bier wird importiert, da ist Bayern (noch?) besser, aber Österreich holt auf...

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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18308 von Stefan » Mi 17. Jan 2018, 11:19

Gust hat geschrieben:erdings frage ich mich, wie man in 2 Std. einen Ster schaffen soll;


Hm, ja, stimmt, das einschlagen ist da nicht mitgerechnet, das ist "zeitlich" beim Meterholz für den Verkauf verbucht.

Sind die Stämme aufgearbeitet fahre ich mit Winde und Hänger in den Wald und ziehe alles was sich anzubinden lohnt an den Rückeweg. Was über 3,5 Meter hat wird auf diese Länge gekürzt, dann kommt alles auf den Hänger. Den stelle ich dann vor die Bandsäge und schneide dort auf 50 cm. Hinter der Säge stehen der kleine Spalter und die Palette. Meist hilft dabei mein Nachbar oder einer von den Kumpels, dafür bekommen die alles was keine 50 cm gibt, gibt auch noch nen kleinen PKW- Hänger voll, also in etwa einen halber Meter.

Im Wald brauche ich so gute 2 Stunden um den Hänger zu laden, Spaltbruch drauf werfen geht natürlich schneller. In der Werkstatt zu zweit noch mal 2 Stunden dann ist eine Palette mit 2,5 RM voll. Ne Stunde fürs fahren und aufräumen brauch ich auch, das nasse Zeug muss gleich aus der Werkstatt raus. Der Holzstaub saugt das Öl von den Maschinenführungen, in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit würden die rosten. :Kotz
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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18309 von Gust » Mi 17. Jan 2018, 11:54

Hmm, letztendlich mache ich es ähnlich wie du; Seilwinde brauche ich nicht, da der Wald eben und ausreichend Rückewege vorhanden sind.
Statt der Bandsäge halt "nur" die E- Kettensäge. Das erklärt allerdings nicht den großen Zeitunterschied...
Wird wohl am:
"Dua hoid a weng schneya, wanns´t schoo woast daß´d loade bist" liegen...
Übersetzung für Nichtbayern: "mach halt ein wenig schneller, wenn du schon weißt, daß du sehr langsam arbeitest"...

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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18310 von Helmut » Mi 17. Jan 2018, 13:53

Das einzige Holz was ich nicht kaufen muss, sind die paar Bäume die auf meinem Grund stehen. Davon müssen jetzt leider ein paar weg, bevor ein Sturm die Bäume auf Nachbars Grundstück bzw. Gebäude wirft. Die Eschen werden Brennholz, aus der Douglasie und der Birke will ich Bretter schneiden. Aber selber mit der Motorsäge, mit Aufsatz von Logosol. Fällen lass ich sie aber trotzdem, da sie wegen der umliegenden Gebäude nicht frei Fallen können. Und Winde etc... habe ich nicht.
Das Sägewerk und eine Kette für den Längsschnitt muss ich mir zwar auch noch zulegen, will mich aber mal ein bisschen umhören zwecks "edlen" Hölzern bei denen es sich nicht lohnt sie ins Sägewerk zu bringen....
Das rechnet sich zwar auch alles nicht, aber was rechnet sich schon heutzutage. Wenn man so anfängt, sollte man eigentlich schleunigst das Arbeiten aufs notwendigste reduzieren und komplett Autark werden. Leider nicht so einfach wenn man kein abbezahltes Eigenheim hat mit dementsprechenden Grundstück. Und selbst dann muss man bei dem System irgendwo mitspielen.
mfg
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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18314 von burns635csi » Mi 17. Jan 2018, 19:22

Also so ganz verstehe ich es nicht.....

Mein Nachbar und ich haben nahezu identische Häuser und sogar identische Heizkörper. Unsere beiden Häuser sind noch mit der 70er Jahre Dachbodendämmung ausgestattet. Er bezahlt jedes Jahr ca.2500 Euro für Öl.

Ich bezahle für 45rm Eiche oder Buche ca. 2000€.... damit komme ich etwa 3 Jahre hin.
Dann noch Sprit und Ketten und auch noch etwas Strom für den Spalter. Dann komme ich wohl auf
700€ pro Jahr.


Seine Heizung kostet etwa 3000 €
Meine etwa 12000€

Differenz 9000€

Heizdifferenz pro Jahr 1800€

9000:1800= 5 Jahre -->auf Null.
Ab jetzt bin ich im Vorteil.


Natürlich NUR OHNE ZEIT UND LAGERKOSTEN!

MMn. Kommt es auf den Energieverbrauch an.
Wenn sehr viel Energie benötigt wird und man bock auf Holzmachen hat, kann es sich doch lohnen.

Liebe Grüße Klaus
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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18316 von Stefan » Mi 17. Jan 2018, 20:32

Gust hat geschrieben:Statt der Bandsäge halt "nur" die E- Kettensäge. Das erklärt allerdings nicht den großen Zeitunterschied...


Das macht vielleicht mehr aus als es zunächst scheint.
Der Hänger steht vor der Bandsäge, damit ist das Holz schon auf der richtigen Höhe, die Säge hat 6 kW für 1,3 mm Schnittbreite. Nach dem Sägen liegen die Stücke in der flachen Mulde hinter der Säge, das passt exakt zur Höhe des Tischs vom Spalter. Die Palette steht auf dem Stapler, die leere Palette dann auf Hüfthöhe angehoben.
Wenn wir zu zweit sind säge ich ne Weile bis die Mulde voll ist, dann geh ich rüber und packe das vom Tisch neben dem Spalter in die Palette bis die Mulde wieder fast leer ist. Das einzige was wirklich Zeit braucht ist also das spalten. Cool wäre ein Schichtspalter wo die Stücke nach dem sägen einfach rein rutschen. Aber das lohnt für die 30 Ster im Jahr nicht wirklich...
Bin mir sicher dass der Zeitunterschied eher am Equipment / System als am Bediener liegt. ;)

burns635csi hat geschrieben:Ich bezahle für 45rm Eiche oder Buche ca. 2000€....

Meintest du Fm? Mit dem RM hättest du ja kaum noch was zu tun?
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18317 von burns635csi » Mi 17. Jan 2018, 20:41

Hallo Stefan, ich meine Raummeter.
Ich finde es ist genug Arbeit 45rm zu verarbeiten.
Andere machen sicher mehr..... aber ich bin ja ein "Weichei". Mir reicht das völlig! :D

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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18319 von 02pete » Mi 17. Jan 2018, 21:23

Hi,
wie in den vorstehenden Beiträgen festgestellt: als Holzheizer muss man nicht unbedingt eine Kosten/Nutzen Rechnung aufmachen, für mich persönlich ist Holzheizen eine Art Hobby.
Solange ich die Stammware zum derzeitigen Preis bekomme ergibt sich durch Holzheizen für mich eine Ersparnis, den Zeitaufwand mit einem Stundensatz von € x setze ich garnicht erst an.
An Kosten für Equipment fällt relativ wenig an: ab und zu ne Kette für die ca. 40 Jahre alte 024er, bisschen 1:25, selten eine Feile für die Kette. Der grösste Posten der letzten 20 Jahre war der Scheppach Spalter mit ca. € 800 aber der überlebt mich.
Kosten für den Kessel verbuche ich unter "Aufwendungen für Zeitvertreib"
Solange meine Knochen das noch erlauben halte ich an der Holzheizung fest.
MfG
von Peter mit dem gefährlichen Halbwissen und grammatischen Ausbeulungen, 35 + X kW Rendl Saugzug Holzvergaser mit 115 Liter Füllraum (= max. 31 kg Fichte). Puffer: Insgesamt 1x 1.000 L, davon 200 L innenliegender Brauchwasser Speicher

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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18320 von Gust » Mi 17. Jan 2018, 21:29

Stefan hat geschrieben:Das macht vielleicht mehr aus als es zunächst scheint.
Der Hänger steht vor der Bandsäge, damit ist das Holz schon auf der richtigen Höhe, die Säge hat 6 kW für 1,3 mm Schnittbreite. Nach dem Sägen liegen die Stücke in der flachen Mulde hinter der Säge, das passt exakt zur Höhe des Tischs vom Spalter. Die Palette steht auf dem Stapler, die leere Palette dann auf Hüfthöhe angehoben.
Wenn wir zu zweit sind säge ich ne Weile bis die Mulde voll ist, dann geh ich rüber und packe das vom Tisch neben dem Spalter in die Palette bis die Mulde wieder fast leer ist. Das einzige was wirklich Zeit braucht ist also das spalten. Cool wäre ein Schichtspalter wo die Stücke nach dem sägen einfach rein rutschen. Aber das lohnt für die 30 Ster im Jahr nicht wirklich...
Bin mir sicher dass der Zeitunterschied eher am Equipment / System als am Bediener liegt. ;)

Beruhigend...
schöne Ausrüstung und gut angerichtet. Damit hast schon mal einen eindeutigen Zeitvorsprung. Wäre für meine ca. 20 -25 Ster/a allerdings etwas übertrieben...
Ich denke, bei mir ist das Holzstapeln zu zeitaufwendig. Die "Scheiterzeile" ist bei mir ca. 2 x 4m lang und 4m hoch, gut 1m in den Berg gegraben. Hoch- Stapeln dauert einfach länger...
Langfristig wäre wohl ein neues Holzlager angesagt... mit Schütte für Hackgut, man wird nicht jünger...

Gruß Gust
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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18322 von Stefan » Mi 17. Jan 2018, 22:08

burns635csi hat geschrieben:Hallo Stefan, ich meine Raummeter.

Oha, wenn ich den Rm für 44.- Euro kaufen könnte würde ich mein Kaminholzverkauf zum Handel ausbauen. Bei uns zahlt man für den Rm, also einen m3 gespaltene Meterstücke mindestens das doppelte. :shock:
Als ich den Bauplatz wegen des Hallenbaus schnell räumen musste hatte ich mal den den Rm für 75.- Euro inseriert, die 140 Rm waren in 3 Stunden weg, da kam sogar einige Profis mit Rückewagen und Greifer.

Gust hat geschrieben:Ich denke, bei mir ist das Holzstapeln zu zeitaufwendig.

Gut möglich, eben mal überschlagen, bis das Holz im Kessel ist wird es "manuell" keine 6 Meter bewegt:
Nach dem zusammenziehen mit der Winde hebe ich es praktisch nur auf den Hänger, sind großzügig betrachtet die ersten 2 Meter. Noch mal 2 zwischen Hänger und Palette, also der Weg über Säge und Spalter. Die Palette kommt später per Stapler direkt vor dem Schacht in den Heizraum, macht nen halben Meter beim runter werfen. Der letzte Meter ist der von unterm Schacht rüber in den Kessel. So gesehen fast overkill, aber wirklich Spaß macht mir nur die Arbeit im Wald, der Rest ist notwendiges Übel und muss deshalb so effektiv wie möglich sein.
Was mir am meisten stinkt ist die aktuelle Art der Aufarbeitung beim Verkauf: Am Platz die Meterstücke auf den Hänger laden und in der Werkstatt sägen. Immerhin gelangen die Scheite mittlerweile per Förderband in den Hänger. Und sägen lasse ich meist auch. Ne Trommelsäge für den Unimog um das alles recht flott am Lagerplatz erledigen zu können steht immer noch auf der Wunschliste...
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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18325 von HKruse » Mi 17. Jan 2018, 22:48

02pete hat geschrieben:Solange meine Knochen das noch erlauben halte ich an der Holzheizung fest.

stimmt,
und mit der "senioren"Aufrichthilfe am Posch meines Bruders stört auch die lädierte Bandscheibe nicht wirklich...
...keine Hektik...
rückwärts an die Meterenden im Gehölz ranfahren, spalten, rausfahren, umdrehen, 1m3 auf die Palettengabel,
rückwärts wieder raus, ca 150m zum Holzstall, ab'kippen', 'an'trocknen lassen...
wenns dann passt die Wippsäge verkabeln, das Brennholz halbieren, im Stall einstapeln
nach zwei Jahren noch mal 20m zum Kessel, alles 43m NN....
Ich finde diese "Holzarbeit" beruhigend
...denn wenn ich dem Brennholz vor unserer Hütte beim "flächenkompostieren"/verrotten zusehen müßte,
würde ich viel 'anderes' Beruhigungsmittel brauchen...
Gruß Heinrich
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Re: Das rechnet sich doch nie...

Beitrag #18327 von Gust » Mi 17. Jan 2018, 23:12

Stefan hat geschrieben:
Gust hat geschrieben:Ich denke, bei mir ist das Holzstapeln zu zeitaufwendig.

Gut möglich, eben mal überschlagen, bis das Holz im Kessel ist wird es "manuell" keine 6 Meter bewegt:
Nach dem zusammenziehen mit der Winde hebe ich es praktisch nur auf den Hänger, sind großzügig betrachtet die ersten 2 Meter. Noch mal 2 zwischen Hänger und Palette, also der Weg über Säge und Spalter. Die Palette kommt später per Stapler direkt vor dem Schacht in den Heizraum, macht nen halben Meter beim runter werfen. Der letzte Meter ist der von unterm Schacht rüber in den Kessel. So gesehen fast overkill, aber wirklich Spaß macht mir nur die Arbeit im Wald, der Rest ist notwendiges Übel und muss deshalb so effektiv wie möglich sein.
Was mir am meisten stinkt ist die aktuelle Art der Aufarbeitung beim Verkauf: Am Platz die Meterstücke auf den Hänger laden und in der Werkstatt sägen. Immerhin gelangen die Scheite mittlerweile per Förderband in den Hänger. Und sägen lasse ich meist auch. Ne Trommelsäge für den Unimog um das alles recht flott am Lagerplatz erledigen zu können steht immer noch auf der Wunschliste...

Da habe ich wesentlich weitere Wege... und Höhenmeter auch noch...
Ich hatte selten so viel Spaß im Wald wie letzten Samstag bei der Mondholzernte. (Lag sicher auch an meinem Kumpel)
Wenn dann das Holz auch noch 1a ist; lacht einem das Herz und der wirtschaftliche Ertrag würde es sogar zulassen, ein paar Euro pro Stunde für die eigene Arbeitskraft anzusetzen....
Solch dicke und relativ gesunde Bäume zu fällen ist einfach was anderes als z.B. Käferholz oder Sturmholz aufzuarbeiten.
Mein Brennholz würde ich nie verkaufen, denn das wäre unbezahlbar... Und ich weiß jetzt, daß es an den Wegen liegt...wieder was gelernt.

Gruß Gust
Atmos 30GSE frisiert, Insel-BHKW 1kW(el)+2kW(th), GB162, Solar und PV, etc...


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