Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

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TF14
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Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12313 von TF14 » Do 5. Jan 2017, 12:05

Hallo und an Alle und noch einmal ein gesundes neues Jahr,

es gibt doch hier bestimmt jemanden unter uns, der Mieter hat und deren Wohnung mit über den Holzvergaser beheizt?!?!
Die Frage die sich mir stellt ist, auf welcher Basis rechnet Ihr deren Heizkosten ab und ist das rechtssicher? Wenn man Holz kauft, hat man ja wenigstens noch eine Rechnung darüber aber auch hier ist es fraglich welches Holz man verfeuert hat und was dieses zum Zeitpunkt der Beschaffung gekostet hat. Noch komplizierter wird es bei Holz aus dem eigenen Wald.
Hier könnte einem ein "böser Mieter" durchaus Absichten unterstellen, mit dem Holz was man für "umsonst" bekommt (was natürlich nicht so ist), ein zusätzliches Geschäft machen zu wollen. :hangi:

Das man für die Mieterwohnung am besten getrennte Heizkreise baut und diese mit geeichten Wärmemengenzähler austattet, ist schon einmal eine gute Voraussetzung den genauen Verbrauch festzustellen. Aber bei der Preisgestaltung scheiden sich die Geister. :?

Der Hintergrund dieser Frage ist folgender. Wir werden in unserem großen Fachwerkhaus erst einmal nur das OG bewohnen und das EG anschließend sanieren. Dieser Wohnraum ist zwar recht attraktiv aber theoretisch haben wir für 4 Leute ausreichend Wohnfläche im OG. Somit weiß noch niemand ob wir diesen selbst bewohnen werden oder vermieten. Aber insbesonder bei Fremden Leuten habe ich dann Bedenken bezüglich der Heizkosten.
Die Möglichkeit das gesamte Haus durch die Holzheizung zu beheizen möchte ich mir aber nicht nehmen lassen. Evtl. könnte man ja die Hydrualik so vorbereiten, dass die Mietwohnung abtrennbar ist und über eine seperate Gastherme beheizt wird? Unsere Wohnung soll aber perspektivisch auch ein Backup über Gas erhalten.

Gruß,
Frank


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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12314 von ginatrick » Do 5. Jan 2017, 12:35

In meiner alten Mietwohnung hat das mein Vermieter recht einfach gemacht. Es gab eine Pauschalmiete.
Das Haus hatte: Holz, Solar, Öl.. alles wurde mal mehr mal weniger verwendet.

Ind er Pauschalmiete waren alle Nebenkosten ausser Halt Strom enthalten.
Ich hab das ganze irgendwann man hochgerechnet da ich ja auch eine Kaltmiete im Vetrag hatte (muss glaube rechtlich drinne stehen) und habe aus meiner sicht etwas höhere "Abschläge" gezahlt als nei einer normalen Abrechnung.

Da ich mir aber nie gedanken machen musste über irgendwelche Nebenkosten war es mir das auch Wert.

Alternative wäre ein Wärmemengenzähler bei dir und bei den Mietern. Darüber kann man Prozentual den verbrauch errechnen und den Preis fürs Holz entegenrechnen.
Falls du das Holz selber machst würde ich dabei an den Marktüblichen Preisen orientieren.

Das ganze hängt am Ende natürlich auch vom Mieter ab. Hast du einen der sich mit hinstellt und Holz spaltet, Holz aus Wald holt etc. ist es natürlich was anderes .. nur dann kann man sciher auch ne vernünnftige Übereinkunft finden.



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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12316 von René » Do 5. Jan 2017, 12:41

Ist ein heikles Thema, denn nicht nur der Preis des Holzes ist da zu berücksichtigen. Wie siehts denn mit der Arbeit drum rum aus? Der Ofen will bestückt sein, die Asche muss raus, regelmäßige Revisionen... usw. Das ganze Werkzeug/Fahrzeuge zum Holz machen geht auch mal kaputt und muss ersetzt werden. Das alles anteilig reinzurechnen ist schwierig.


Gruß René

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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12317 von ginatrick » Do 5. Jan 2017, 12:47

Deswegen.. Pauschalmiete.. Richtwerte zu den Kosten für Heizung und Warmwasser findet man überall im netz. Das ganze mit nem Faktor (z.B. 1,2) auf die Kaltmiete und es gibt keine Diskussionen.



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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12318 von Helmut » Do 5. Jan 2017, 13:07

Hallo,
Egal ob "Freund oder Feind", um vorprogramierten Stress zu vermeiden, würde ich ganz klar trennen.

Also:
Eigene Gastherme (am besten noch mit eigenem Tank wenn nötig) und den Mietern eine Möglichkeit geben, dass sie selbst einen Kaminofen oder sonstigen Holzofen aufstellen können (mit eigenem Schornstein!). Einen Platz um Holz zu machen und zu Lagern. Holzlagern nicht im Haus, sondern maximal einen extra Schuppen, Carport..... oder ähnliches (Um die Bausubstanz des Wohnhauses zu schützen, wer weiß was für Holz die Mieter ankarren ;-)).
Macht das ganze für den Mieter atraktiv, da die kosten so zu 100% klar sind und komplett unabhängig vom Vermieter.

Meine Meinung als Mensch der erst seit 7 jahren ein eigenes Haus hat und auch schon in einer Mietswohnung aufgewachsen ist.


mfg
Helmut

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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12320 von TF14 » Do 5. Jan 2017, 14:19

Hallo Leute,
vielen Dank für Eure Meinungen.
Das mit der Pauschalmiete ist ne tolle Sache, wenn es mit allen Beteiligten funktioniert. Aber wehe wenn es mal eine Streitigkeit gibt...
René hat geschrieben:Ist ein heikles Thema, denn nicht nur der Preis des Holzes ist da zu berücksichtigen. Wie siehts denn mit der Arbeit drum rum aus? Der Ofen will bestückt sein, die Asche muss raus, regelmäßige Revisionen... usw. Das ganze Werkzeug/Fahrzeuge zum Holz machen geht auch mal kaputt und muss ersetzt werden. Das alles anteilig reinzurechnen ist schwierig.
René, genau das ist die Frage. Mit welchen Sätzen kann man die Arbeitszeit berechnen usw. Gibt es da evtl. sogar gesetzliche Regleungen? Interessant wäre halt wenn jemand von Euch Mieter hat, wie es da läuft.

Ich denke das mit der Trennung, so das die Mieträume rein über die Gasheizung laufen ist am einfachsten, wie Helmut schon schreibt. Ein Schornstein für nen Kaminofen ist ja vorhanden, da können die nicht meckern :D

Grüße
Frank


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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12322 von Timm » Do 5. Jan 2017, 15:10

Nope, Pauschalmiete ist nicht mehr erlaubt. Du musst die Nebenkosten plausibel nachweisen können und Mietverträge mit pauschalen Nebenkosten können vom Mieter angefochten werden, inklusive rückwirkender Rückforderungen für nicht nachweisbare Nebenkosten. Das betrifft neben Heizung auch so Sachen wie Strassenreinigung, Müllabfuhr, Schornsteinfeger...

Wir haben uns da vom Vermieter auch jahrelang über den Tisch ziehen lassen, weil wir es nicht besser wussten.

Und Pauschalmiete kann auch nach hinten losgehen. Durch die Begrenzung der jährlich möglichen Steigerung kannst Du böse auf die Nase fallen, wenn sich die Heizkosten stark erhöhen, z.B. weil Du nicht mehr mit Holz heizen kannst, eine Gastherme reinmuss und der Gaspreis deutlich über dem Holzpreis liegt. (Den Einbau der Gastherme darfst Du sowieso nicht über die Nebenkosten abrechnen).

Nicht umsonst sind bei vielen Leute die Nebenkosten inzwischen höher als die Kaltmiete.


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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12323 von Helmut » Do 5. Jan 2017, 15:34

Timm hat geschrieben:Wir haben uns da vom Vermieter auch jahrelang über den Tisch ziehen lassen, weil wir es nicht besser wussten......


Genau derartige Aktionen habe ich auch schon kennen gelernt eben: "Weil er es nicht besser wußte" ;) sei mal dahin gestellt obs wirklich so war. Im Endefekt interresiert es sowieso nicht, mein Geld war ist futsch. Und deswegen dann Streitereien vor Gericht :Paniki :Paniki :Paniki :Paniki ... ne, mit Sicherheit nicht :L Ist jetzt in der Schublade "Erfahrungen" untergebracht.

Es gibt immer zwei Seiten! Und Menschen die Mietverhältnisse ausnutzen gibts leider viel zu viele. Auf beiden Seiten!
Am besten fährt man eben wenns eine klare Linie hat und jeder ganz klar weiß was er zu zahlen hat.


mfg
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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12327 von friedrich » Do 5. Jan 2017, 17:11

Hallo

Bei einer Vollkostenkalkulation liegt eine Öl- und Gasheizung bei einem Wärmepreise zwischen 10 und 15 Cent je kWh.

Wenn Du also 9,5 Cent/kWh vertraglich vereinbarst, dann wäre das eine faire Ausgangsbasis für beide Seiten.
Das entspricht auch in etwa dem Preis, was für Fernwärme zu bezahlen ist.

Also:
Wärmemengenzähler einbauen und bedarfsgerecht abrechnen; - das erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen;

mfg friedrich


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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12328 von Helmut » Do 5. Jan 2017, 17:32

friedrich hat geschrieben:Also:
Wärmemengenzähler einbauen und bedarfsgerecht abrechnen; - das erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen;


Jaja, die Gesetzlichen Anforderungen :lol:
Dann musst du als Vermieter aber auch immer schön drauf achten dass genügend Wärme 24std./356Tage für die Vermieteten Räume inkl. WW vorhanden ist! Das muss einem dann auch klar sein! Das ist auch Gesetzlich! ;) Würde ich mir gut überlegen ob mir der Stress als Holzheizer das Wert ist. :Paniki
Auf sowas würd ich mich als vermieter erst einlassen, wenn die Mieteinnahmen mein "täglich Brot" sind.
Muss aber jeder selber wissen :ugeek:


mfg
Helmut

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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12333 von René » Do 5. Jan 2017, 18:22

Am besten kalt vermieten und dem Mieter alles überlassen. Abgesehen davon hat man mit Mietern im eigenen Haus immer Ärger. Manchmal früher, manchmal später.

Bei mir wohnt in der 2. Wohnung mein Bruder. Vor ihm der andere Bruder. Wenn es da Ärger gibt, wird das Familiär gelöst (da ich der älteste bin :Cheffe :mrgreen: ...).

Mit Fremden würde ich das nicht wollen. Dann schon eher was kleines für mich und Frauchen (wenn die Kinder mal aus dem Haus sind) und das ganze Haus vermieten.

Solange man selber drin wohnt, sollte man an direkte Familienmitglieder (Kinder, Geschwister) vermieten. Und auch das ist ab und an anstrengend. Bei Freunden wirds schon schwierig. Wenn die mal in Nöte kommen und über Jahre die Miete nicht zahlen kommt man meist selber in die Klemme. Die Bank wartet schließlich nicht gerne auf die Raten. Hab ich selbst aus dem Bekanntenkreis schon erlebt, dass da beinahe ein Haus versteigert wurde deswegen.

Mit Fremden ist es noch schlimmer. Die haben ständig irgendwelche Forderungen aufgrund der Mieterrechte, die wegen den Baulöwen immer mehr auf Seiten der Mieter verschoben wurden. Wenn da mal einer nicht zahlt, dauert es lange bis man den raus geklagt hat und bleibt am Ende noch auf den Kosten sitzen. Geht allerdings alles noch, solange die Wohnung nicht zusätzlich noch verwüstet wurde. (auch schon mehrfach im Bekanntenkreis erlebt)

Da sind die Heizkostenabrechnungen noch das geringste.


Gruß René

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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12338 von Helmut » Do 5. Jan 2017, 18:39

René hat geschrieben:Am besten kalt vermieten und dem Mieter alles überlassen. Abgesehen davon hat man mit Mietern im eigenen Haus immer Ärger. Manchmal früher, manchmal später.....



Und auf der anderen Seite würde ich mir nie eine Wohnung oder ein Haus mieten wo der Vermieter drin oder daneben wohnt :Paniki


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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12340 von woodcracker » Do 5. Jan 2017, 18:48

Ich kann mich nur Rene anschließen. Mieter egal wer, machen Stress. Und die wo ihren Ar... nicht hoch bekommen sind die schlauesten.


Grüße Uwe

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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12342 von Schradt » Do 5. Jan 2017, 18:53

Hier ist "warm" vermietet, wohl wissend, dass dies nach hinten los gehen kann. Was besseres, mit vertretbarem Aufwand, ist mir nicht eingefallen.

Wenn du die Möglichkeit hast, die Heizkreise pro Mieteinheit zu trennen, dann mach das. Wärmemengenzähler dran und dann kennst du immerhin die Verbräuche genau. Welche Kosten du dann dagegen setzt, ist jedoch die nächste Frage. Eigentlich musst du dann das Holz ofenfertig kaufen und einen Heizer beschäftigen, der es in den Ofen stapelt, oder? Eine Rechnung mit "Faktor 0,x vom aktuellen Ölpreis" mag zwar fair sein, aber sicher nicht rechtssicher (oder irre ich mich???).
Wenn dann jemand meint, dein Holz sei zu teuer, kann er leicht eine eigene (Gas-)Heizung instalieren (lassen).

Anders herum, wenn der Mieter die Raumtemperatur über seine Fenster regelt, während alle Heizkörper voll auf gedreht sind, solltest du die Anlage vorher gut abgeglichen haben, so dass es den Rest des Hauses nicht stört (nach 3h Puffer leer, o.ä.

@TF14: Sofern es sich um ein Zweifamilienhaus, bzw. Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung handelt, kannst du auch nach qm, oder anderem Verteilschlüssel die Kosten verteilen. "Kosten" sind aber mit Rechnung zu belegen, somit bei eigenem Holz und eigener Arbeit nicht mehr ganz so einfach...


Grüße
Frank

-----------------------------
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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12345 von Helmut » Do 5. Jan 2017, 19:11

woodcracker hat geschrieben:Ich kann mich nur Rene anschließen. Mieter egal wer, machen Stress. Und die wo ihren Ar... nicht hoch bekommen sind die schlauesten.


Ganz klares Nein!!! Hatte bisher nur Probleme mit Vermietern (Natürlich nicht mit allen ;-))! So meine Erfahrung bisher ;) Deswegen rate ich auch jedem Mieter in den Mieterschutzbund einzutretten. Irgendwann gibts leider immer Stress, wenn man auf eine Mietwohnung angewiesen ist, mit überheblichen Vermietern die meinen sie sind Gott auf Erden! :Paniki

Leute, bleibt bitte auf dem Teppich! Egal ob Mieter oder Vermieter, :Cheffe Arschlöcher gibt es auf beiden Seiten! :hammerle


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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12346 von friedrich » Do 5. Jan 2017, 19:20

Hab nur positive Erfahrungen mit meinen Mietern gemacht... immer höflich freundlich und hilfsbereit;

Und der Vermieter ist auch ein Super-Typ :Magi:

mfg friedrich


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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12349 von Helmut » Do 5. Jan 2017, 19:37

friedrich hat geschrieben:Hab nur positive Erfahrungen mit meinen Mietern gemacht... immer höflich freundlich und hilfsbereit;

Und der Vermieter ist auch ein Super-Typ :Magi:

mfg friedrich


:Klatsch :Klatsch Solls auch geben :Klatsch :Klatsch
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:


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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12351 von René » Do 5. Jan 2017, 19:42

Ich hab ja auch nur aus dem Bekanntenkreis geschrieben. Obwohl, einmal hatte ich auch Pech mit einem Vermieter im selben Haus. Der hatte nach Personenzahl vermietet...

Als meine Frau einzog wurde die Miete um 30% erhöht und als Nachwuchs kam dann nochmal. Die Wohnung blieb in der Zeit immer gleich groß. Und die Renovierung hatten wir auch selbst gemacht und bezahlt. So mit Balken bürsten und Wände verputzen. Elektrisch neu usw. Selbst beim Dach komplett neu eindecken hatte unentgeltlich mehrere Wochen gearbeitet. Zum Dank dann Morddrohungen und so Sachen. (Der Typ hat sich am Ende selbst ein Loch in den Kopf gemacht)

Aber sonst hatten wir als Mieter immer Glück. Sind ja auch recht selbständige Leute. Falls mein Bruder mal ausziehen sollte, bleibt der obere Stock leer. Ganz einfach.


Gruß René

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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12372 von Helmut » Do 5. Jan 2017, 21:34

Genau um all diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, würde ich ganz klar alles was möglich ist trennen. :ugeek: Das jeder Vermieter grundsätzlich ein Geldgieriger abzocker ist und jeder Mieter grundsätzlich ein schmarotzender Mietnomade ist, versteht sich doch von ganz allein ;)


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Re: Eigenes Holz und Mieter. Wie abrechnen?

Beitrag #12542 von TF14 » Mo 9. Jan 2017, 13:28

Naja, wie erwartet bringt das Thema keine eindeutige Lösung des Problems zum Tageslicht.
Ich denke es ist eher nachteilig in einem Mietshaus eine Holzheizung einzubauen, auch Solar bringt dem Vermieter nicht wirklich was.

Bei mir geht es ja, Gott sei Dank, nur um die unteren drei Räume, die wir ja wenn dann nur jemandem aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis vermieten würden. Und wenn dann, Holzvergaser abtrennbar und rein über Gastherme beheizbar inkl. Warmwasserbereitung, mit geeichtem Wärmemengenzähler und die Sache ist gegessen.
Die Gestherme bildet dann gleich unser Backup. Meine Frau hast das HV Projekt sowieso und hätte lieber gleich eine Gasheizung verbaut. :-(

Grüße


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