Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

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friedrich
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Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von friedrich » So 25. Nov 2018, 12:14

Nachdem der Holzvergaser kaum noch Potential für Verbesserungen hat, beschäftige ich mich nun mit der Neuanschaffung eines fahrbaren Untersatzes.

Dabei stellt ich die Frage - Verbrenner oder E-Auto?

1. Ausgangsbasis:

Seit 2011 hat sich die Anzahl der verkauften Elektroautos alle 15 Monate verdoppelt.
In Norwegen sind bereits ab 2025 keine Verbrennerautos mehr zulassungsfähig.
Ab 2030 werden sich viele Länder dieses Entscheidung anschließen.
China und Indien haben sich bereits heute dazu entschlossen. In Deutschland wird es ähnlich laufen.

Das Jahr 2030 ist nur 12 Jahre entfernt.

Ab Sommer 2026 wird es somit keine nennenswerten Autos-Neuzulassungen mit Verbrennungsmotor geben.
Bzw. werden neue und auch gebrauchte Verbrenner-Fahrzeuge nur noch mit erheblichen Preisnachlässen zu verkaufen sein.

2. Fakten:

Die Reichweite der heutigen E-Fahrzeuge ist bereits jetzt für meinen Bedarf zu 98 % der Fahrten völlig ausreichend.
Die Beschleunigung von E-Autos ist derart atemberaubend, daß auch sehr leistungsstarke Verbrenner keine Chance haben.

E-Autos sind für 10 Jahre von der Steuer befreit.
Manche Arbeitnehmer können kostenlos am Arbeitsplatz aufladen.
Der sog. geldwerte Vorteil muß nicht versteuert werden.
In einigen Supermärkten kann man kostenlos aufladen.

Da ich seit 5 Jahren eine eigene PV-Anlage habe, macht es Sinn den selbst erzeugten Strom im Akku
des E-Autos zu speichern.
Bei 15 Cent Stromkosten für die kWh ergeben sich etwa 2,40 Euro für 100 km Fahrstrecke.
Das ist etwa 1/5 der Verbrennerkosten.

3. Die Volksverdummung:

3.1 Seltene Erden:

Wer sich heute noch damit beschäftigt, des sollten seine Hausaufgeben machen und sich z.B. mit Reluktanzmotoren oder den extrem reduzierten Einsatz von diesen Stoffen im Akku beschäftigen.

Das ist heute schon möglich.

3.2 Der Strom reicht nicht:

Wenn für die Herstellung und Verteilung von 1 Liter Kraftstoff 9 kWh Strom benötigt werden, dann
wird sich unser Gesamtstromverbrauch sogar reduzieren, wenn alle mit einem E-Auto fahren.

Warum:
Weil ein E-Auto mit 9 kWh etwa 60 km weit fährt. Das schafft kein Verbrenner.

3.3 Das Wasserstoff-Auto:

Das ist mit Abstand die größte Volksverdummung.
Für die Herstellung von 1 kg Wasserstoff sind etwa 60 kWh Strom erforderlich.

Mit 60 kWh Strom fährt ein E-Auto 400 km weit. Ein Wasserstoff-Auto fährt 100 km weit.

Kann also nur bei Stromüberschuß im Einzelfall eine sinnvolle Lösung sein.
Das Betanken und die Nichtverfügbarkeit von Tankstellen einmal außer Acht gelassen.

Wir niemals für den Masseneinsatz sinnvoll sein.

3.4 Neue Batterie-Generationen:

„Jede Woche treibt man eine neue Sau (Batterie) durchs Dorf.“

Jetzt haben wir schon 30 neue Batterietypen, die besser sein sollen als die jetzige Batterie-Generation. (Lithium-Ionen)
Damit will man dem Konsumenten suggerieren, jetzt noch nicht zu kaufen – wartet noch ab.....

Das bedeutet die etablierten Fahrzeughersteller haben die Entwicklung verschlafen.
Dashalb wartet bitte, bis wir aufgewacht sind.

Es ist fraglich ob die Deutschen Automobilhersteller diesen Rückstand überhaupt aufholen können?

Selbst wenn man nun ab 2021 attraktive Fahrzeuge anbieten kann, dann ist trotzdem der Motor (Batterie) aus Chine oder Korea.
Soll das ein Deutches Auto sein?

4. Zusammenfassung:

Die Zeit ist (für mich) reif für den Kauf eines E-Autos.
Darum wird zur Zeit eine Stromkabel (5 x 6 mm²) in die Garage verlegt.
Damit kann man dann mit 11 KW laden.
Ich will nicht extrem schnell laden, da ich sonst den Eigenstrom der PV-Anlage nicht so optimal einsetzen kann.

Welches E-Auto wird’s nun werden???


mfg friedrich
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Stefan » So 25. Nov 2018, 13:42

Bin weitestgehend bei dir, viele Argumente gegen das E- Auto sind wirklich haarsträubend.
Wobei die bisherigen, von den großen Energiekonzernen mit Zähnen und Klauen verteidigten, Strukturen aufgebrochen werden müssen wenn alle elektrisch fahren sollen. Erst wenn statt großen Kraftwerken viele kleine BHKW im Smartgrid zusammen arbeiten und das abdecken was die erneuerbaren noch nicht schaffen profitiert die Umwelt wirklich.

Plane ja auch meinen Strom (nicht nur fürs Auto) über den Sommer vom Dach zu holen und über den Winter dann ein kleines BHKW mit ausgekoppeltem Holzgas (+ etwas Heizöl für den Zündstrahl) dafür zu betreiben.
Aber auch ein reines Gas oder selbst Diesel BHKW wäre viel effektiver als jedes Kraftwerk das 70% der eingesetzten Energie in Form von Wärme in Flüsse oder Kühltürme entsorgt...
friedrich hat geschrieben:Wenn für die Herstellung und Verteilung von 1 Liter Kraftstoff 9 kWh Strom benötigt werden...
Hast du dazu eine Quelle? Kannte bisher nur Zahlen in etwa dem Rahmen wie sie auch hier genannt werden.

Was mich noch stört ist dass es bisher noch kein E- Auto mit vernünftigem Zuheizer gibt. Auch den e.GO den ich bestellt habe nicht. Aktuell, und wohl auch auf weite Sicht ist es einfach unsinnig mit Strom aus einem Akku Luft zu erwärmen. Wenn man das braucht ist dessen Kapazität eh schon geringer. Selbst wenn man auf diese Art über den Winter mit einem Elektroauto 30 Liter Diesel verbrennen würde wäre das doch insgesamt deutlich ökonomischer als aus dem Akku zu heizen...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Helmut » So 25. Nov 2018, 15:44

Das mit den E Autos ist ja ne nette Geschichte, nur wie soll ich dann meinen 2T Anhänger ziehen um Holz zu holen? Ein E Auto, dass das evtl. kann liegt weit außerhalb meiner Finanziellen Möglichkeiten. Also würde ich ein weiteres Fahrzeug in meinem Fuhrpark benötigen, was wiederum Kostet :Paniki
Ist eben wie mit der Gesundheit, die muss man sich in unserem Staat auch ersteinmal leisten können ;)
mfg
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von jostmario » So 25. Nov 2018, 15:51

Hallo,

Ja frag mich auch wie ich mit einem Elektroauto mit meinem Wohnwagen (2,2 Tonnen) nach Italien in Urlaub fahren soll ????
Brauch dann wohl auch extra ein Diesel PKW nur um in Urlaub fahren zu fahren.

Gruß Josty
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Doppelrohr_BK » So 25. Nov 2018, 16:32

Täumt weiter den Öko Traum.
Solange ich kann, werde ich Diesel fahren. Die beste Antriebsart ever.
E - Auto ist nur rentabel mit eigener PV - Anlage. Aber auch nur im Sommer.
Im Winter geht's dann zu den Bären in die Winterschlafhöhle.

Die GÜRNE Bast - Demagogie und Lügenpolitik geht mir dermaßen auf die "Ei...".
In einer Gesellschaft kann man nur miteinander Veränderung in die richtige Richtung vornehmen.
(einen Ozeandampfer wendet man auch nicht auf der Stelle)
Dazu gehören Fakten und ein ehrlicher Umgang miteinander.
Nicht Grenzwerte die an der Straße im Auspuff gemessen werden (50 my g) und am Abreitsplatz 180 my g - die Proleten umbringen.
Zwiespälte Lügen um Ängste zu erzeugen und Wählerstimmen zu ergaunern.
Grüne Radikalisten und NGO's gehören genauso ausgegrenzt wie die Rechts- und Linksradikalen.
Mit dem Ziel, eine Erde mit und für alle Lebewesen und allen laufenden Klimaveränderung die nicht aufzuhalten sind, weil sie schon jahrmilionen durch die Sonne befördert werden, kann ich leben. Aber nicht mit Falschinformationen und Verdrehungen durch Radikale.
Gruß
Seit 2018 KWB -Clasfire 34 kW-
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von burns635csi » So 25. Nov 2018, 19:48

friedrich hat geschrieben:
Wenn für die Herstellung und Verteilung von 1 Liter Kraftstoff 9 kWh Strom benötigt werden, dann
wird sich unser Gesamtstromverbrauch sogar reduzieren, wenn alle mit einem E-Auto fahren.

Warum:
Weil ein E-Auto mit 9 kWh etwa 60 km weit fährt. Das schafft kein Verbrenner.
mfg friedrich
Hallo Friedrich, das mit den 9 kwh Pro Liter Sprit......
Ist es nicht so, dass wir diverse andere PRODUKTE aus dem Öl mit den 9kwh MIT ERZEUGEN?.....

....Diese Dinge müssen dann auch später trotzdem noch weiter erzeugt werden.

Aber ich gönne dir trotzdem absolut dein E-Auto. :D

Ich bleibe aber noch eine ganze Weile bei meinem total umweltfeindlichen Volvo Bj.96 Benziner. Den ich einfach immer nur instand halte.

Gruß Klaus
Der Schrauber schraubt, der Hebel wächst, es steigt die Kraft, die Schraube ächzt.

Zu spät erst merkt die Großhirnrinde: Die Schraube hatte Linksgewinde.

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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Helmut » So 25. Nov 2018, 19:59

Doppelrohr_BK hat geschrieben:....
Solange ich kann, werde ich Diesel fahren. Die beste Antriebsart ever....
Mir wären dsbzgl. die alten Saugdiesel eigentlich am liebsten. Weniger Technik.... aktuell an meiner Trubogeschichte gut zu sehen.. :Brenn ..

Nur gibt es kaum noch Fahrzeuge mit Saugdieseln, die in der heutigen Zeit für mich in Frage kämen. Gibt eben meistens nur noch hochgezüchtete Turbomotoren, wo eben auch mehr Verschleisteile haben.

Da vermiss ich doch meinen MB100 mit 240er Dieselmotor. Einfache Technik, und frisst alles ohne großartigen umbau.... vom Salatöl bis zum.... :Paniki "Altöl" :Paniki ..... Feinstaub is nich, eher Grobstaub.... den kann man, wenn man will, auch mit einer alten Socke am Auspuffende Filtern :mrgreen: ..... Für Fett benötigt man ein wenig umbau damit es flüssig bleibt :mrgreen:
mfg
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von friedrich » So 25. Nov 2018, 20:36

Selbstverständlich werde ich auch meinen alten Diesel so lange wie möglich fahren und keinesfalls abwracken.
Das Auto starten noch mit einer richtigen Grobstaubwolke. ;)
Das E-Auto wird vorerst ein Zweitfahrzeug.

Ein bekannter wollte kürzlich mit einem Euro 6 Diesel nach Afrika fahren.
In Ägypten war Schluß, da die dortige Dieselqualität das Fahrzeug gestoppt hat. Obwohl man genug Ad-Blu dabei hatte.
In Afrika werden nur Euro 3 Diesel eingesetzt.
Die modernen Diesel sind dort nicht erwünscht und auch nicht verkäuflich.

Der Kauf des von mir angedachten E-Autos ist weniger aus Umwelgesichtspunkten zu sehen.
Ist sicher ein Grund, aber nicht der Hauptsächliche.

Besonders reizt mich:
Die Beschleunigungswerte und die stark reduzierten Unterhaltskosten.
Zusätzlich ist teilautonomes Fahren auch ein Punkt, der mich interessiert.

Außerdem ist es für mich eine Frage, ob ich selbst zu Veränderungen bereit bin.
Das was ich der trägen Automobilindustrie vorwerfe, soll nicht auch auf mich zutreffen. - Das ist mein eigener Anspruch;

Während meiner beruflichen Tätigkeit habe ich es mehrfach erlebt, wie mangelnde Bereitschaft zu Veränderungen zu Konkursen geführt hat.
Bei Kodak waren einmal 40 000 Leute beschäftigt heute sind es noch 40.

Trotzdem sollen auch die Verbrenner-Befürworter viel Spaß mit Ihren Fahrzeugen haben. Zumindest noch bis ....???

mfg friedrich
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Helmut » So 25. Nov 2018, 21:06

friedrich hat geschrieben:....
Das E-Auto wird vorerst ein Zweitfahrzeug......
Generell wäre ich nicht abgeneigt von einem kleinem E-Auto "dass mich zur Arbeit bringt". In unserem Fall würden wir zwei von der Sorte benötigen. Nur, wer soll das bezahlen???? Wir wären auch nicht abgeneigt mit dem Bus (Bahn is nich) zur Arbeit zu fahren. Jedoch mach das mal wenn beide im Schichtbetrieb (und damit meine ich nicht drei schichten, sondern "sozialer Berreich", also ca. 10 verschiedene Schichten aufwärts!) Arbeiten!
Fahrrad fällt ebenfalls aus (jedoch nicht wegen dem einfachen Arbeitsweg von 30Km), vor allem wegen der fehlenden Infrastruktur..... Ist einfach sch.... wenn die Lastwagen an dir vorbeirauschen.... ;) .

Was wirklich gut wäre: Ein Kennzeichen zum wechseln, Steuer und Versicherung wird nach dem "größten" Fahrzeug bezahlt. Dann könnte ich mir durchaus gut vorstellen, zwei kleine E-Autos zu haben und ein Arbeitstier.

Ist es eigentlich möglich für eine Anhänger und einen Wohnwagen ein Wechselkennzeichen zu bekommen??? Im Grunde kann ich ja nur eins von beiden hinterherziehen!
mfg
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Mathias » Mo 26. Nov 2018, 10:31

Doppelrohr_BK hat geschrieben:Täumt weiter den Öko Traum.

Grüne Radikalisten und NGO's gehören genauso ausgegrenzt wie die Rechts- und Linksradikalen.
Mit dem Ziel, eine Erde mit und für alle Lebewesen und allen laufenden Klimaveränderung die nicht aufzuhalten sind, weil sie schon jahrmilionen durch die Sonne befördert werden, kann ich leben. Aber nicht mit Falschinformationen und Verdrehungen durch Radikale.
Gruß
Amen ... wobei das anders herum bezüglich Öko Traum / Kernenergie / Öko Strom ja nicht anders war.

"Öko Strom ... das funktioniert nicht" und dann geht's doch.
"Ohne AKW ... geht's nicht" und dann geht's doch.

Was mir nicht in die Birne will ist die Tatsache, wie man die Themen anpackt.
A43 wird ausgebaut ... aber statt man da Induktion für Langstrecken mit reinlegt ... oder wenigstens Stromleitungen für die Nord Süd Versorgung mit der immense Windkraft dazu legt ... oder wenigstens Glasfaser ... nix ... kann man dann wenn's gebraucht wird nachholen.

Ich bräuchte einen Kombi oder Van ... mit Anhängerkupplung ... gibt's als Elektro nicht.

Ladestation auf der Arbeit?
"Ist nicht mein Problem" wird mir der Betriebsleiter sagen.
Rest von NRW ist auch eher weniger für Elektromobilität gerüstet.

Öffentlicher Nahverkehr?
Kannste besser Lotto spielen, ist sicherer.
Grüße
Mattes

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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Stefan » Mo 26. Nov 2018, 11:40

Den VW Bus kann ich natürlich auch nicht durch den eGO ersetzen,
aber unsere Kleinwagen die fast nie mehr als 30 km am Stück zurück legen schon.

Und sicher ist das momentan noch eher was für die die sich das leisten können / wollen. Ist meist so bei "neuen" Technologien. Vor 30 Jahren konnte sich auch kaum jemand ein Smartphone leisten (Symbian- Geräte gibt seit 1995 zu kaufen), sieht heute auch ganz anders aus.

Was die Ladeinfrastruktur angeht... So gesehen hätte sich der Verbrenner auch nie durchsetzen dürfen, musste man das Benzin anfangs doch exorbitant teuer in der Apotheke kaufen...

Wenn wir in Deutschland es uns nicht leisten können eine derartige Technologie auch mit anfangs etwas höheren Kosten massentauglich zu machen wer dann? Nur Nordeuropäische Länder? Dort wird jedenfalls weniger über Fahrverbote diskutiert. 8-)
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Mathias » Mo 26. Nov 2018, 12:28

Naja, das Problem ist, dass hier sämtliche Kommunen an RWE, EON und Aral beteiligt sind und mitverdienen.
Grüße
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Gust » Mo 26. Nov 2018, 17:57

Stefan hat geschrieben: Und sicher ist das momentan noch eher was für die die sich das leisten können / wollen.
Sehe ich auch so. Obwohl ich für ein E-Auto eine fast perfekte Ladeinfrastruktur verfügbar hätte...
Bei meiner momentanen Fahrleistung mit dem PKW von ca. 5000km/a (dank Heimarbeitsplatz :) ) werde ich meinen alten Stinker- Hobel fahren, bis er aufgibt; hoffentlich ist dieser Tag noch fern...
Für die Umwelt würde sich wohl wenig ändern, denn falls ich mir ein E-Auto kaufen würde, würde der alte Hobel dann wahrscheinlich von jemand in einem anderen Kontinent bis zum bitteren Ende gefahren werden...

Wenn sowas
https://www.zeromotorcycles.com/de/zero-ds
mal bezahlbar ist und evtl. von einer Firma gebaut wird, die auch vor Ort Service bietet, werde ich darüber nachdenken... nettes Rentnermoped..

Gruß
Gust
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Helmut » Mo 26. Nov 2018, 19:52

Mathias hat geschrieben:Naja, das Problem ist, dass hier sämtliche Kommunen an RWE, EON und Aral beteiligt sind und mitverdienen.
So funktioniert unsere Gesellschaft. "Brot und Spiele".
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Stefan » Do 29. Nov 2018, 20:47

Was das laden an der eigenen PV angeht ist das halt auch nicht immer so einfach. :?
Während ich im Juli munter aufs "Gas" hätte drücken können:
PV Sohl Jul.JPG
Wäre am 26.diesen Monats
PV Sohl Nov.JPG
dann doch irgendwann schieben angesagt gewesen.

Für diese PV- Anlage hoffe ich doch schwer dass bis in 19 Jahren was LOHC basiertes marktreif ist. Die seit Januar 2016 laufende Anlage von Hydrogenious Technologies liegt jedenfalls genau in der gleichen Größenordnung. 8-)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von friedrich » Do 29. Nov 2018, 21:21

Hallo Stefan,

Habe gerade einmal meine Stromkosten verglichen: (Einspeisepreis zu Kaufpreis des Stroms)

Die Einspeisevergütung der eigenen PV-Anlage beträgt: 15,5 Cent/KWh;
Die Stromkosten bei Kauf des Strom betragen 22,10 Cent/KWh;

Ergebnis:
Es ist mir aufgrund der kleinen Differenz ziemlich egal, ob ich nun mein E-Auto mit der PV-Anlage lade, oder über den gekauften Strom den Ladevorgang realisiere.
Es ist eben auch entscheidend, welchen Stromlieferante und welchen KWh-Preis man hat.

Rechenbeispiel: (Basis: 16 KWh/100 km verbraucht das Auto)

1. Wenn man nun zu 100 % das E-Auto mit eigenem Solarstrom laden könnte, dann kosten 100 km - 2,48.- Euro/100 km;
2. Im ungünstigsten Fall, wenn das E-Auto mit Kaufstrom geladen wird, dann kosten 100 km - 3,54.- Euro/100 km;

Extremfall:

Bei einer angenommenen Fahrleistung von 10 000 km/Jahr, ergibt das unter den ungünstigsten Bedingungen maximal 106.- Euro Mehrkosten/Jahr;
Das kann man verkraften, obwohl dieser Extremfall in der Praxis wohl nie vorkommen wird.
Schätzung 50 % über eigenen Solarstrom sollten möglich sein.

mfg friedrich
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von burns635csi » Do 29. Nov 2018, 21:27

Hallo Friedrich, die Ladeverluste hast du nicht bedacht. Ca 20%
Quelle: https://ecomento.de/ratgeber/technik-im ... kungsgrad/
Der Schrauber schraubt, der Hebel wächst, es steigt die Kraft, die Schraube ächzt.

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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von friedrich » Do 29. Nov 2018, 21:36

burns635csi hat geschrieben:Hallo Friedrich, die Ladeverluste hast du nicht bedacht. Ca 20%
Quelle: https://ecomento.de/ratgeber/technik-im ... kungsgrad/
Rechne nochmal 30 % drauf und mein E-Auto wird nicht mit 16 KWh/100 km fahren, sondern eher mit 24 KWh/100 km, dann ist es mir auch egal, denn es ist immer noch wesentlich günstiger als ein vergleichbarer Verbrenner.
Meine beiden Verbrenner fahren momentan mit 13 Liter Benzin oder 7,5 Liter Diesel/100 km;
Wobei das Auto mit dem 13 Liter/100 km Verbrauch eher mit dem von mir angedachten E-Auto leistungsmäßig vergleichbar ist.

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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Mathias » Do 29. Nov 2018, 22:14

Interessant, wir hatten heute eine ähnliche Diskussion ... was kosten mich 100 km mit Strom.

Rein nach Verbrauch+Steuern.
20000km/100*6*1.38+299=1955€ für Diesel und Steuer 6 Liter, 299€ Steuer

20000/100*15*0,30=900€ für den Strom, steuerfrei?!
Fehlt die Akku-Miete, aber 1055€ Unterschied?!


15KW auf 100km Preis ca. 0,30€ je kw ...
20000 km Jahresleistung

Die 15kw waren hochgerechnet ... irgendwo stand Mal was von 9kw/60km.
Grüße
Mattes

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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Stefan » Do 29. Nov 2018, 23:00

Die Rechnung sähe bei mir anders aus, der PV Strom bringt mir 11 Cent je kWh, aus dem Netz kostet er mich 27 Cent bei den Energie Werken Schönau.
Das passt auch, so geht mein "Stromgeld" nicht an RWE und andere Banditen.

Wobei es mir dabei aber gar nicht ums Geld geht. Für mich ist das erhebende am E- Auto der ausgestreckte Stinkefinger an die saudischen Verbrecher drauf. Wenn ich das nun aber mit dem Strommix aus der Steckdose lade erschlafft der Mittelfinger deutlich, da ist der Kohlestrom von RWE dann genau so dabei wie der Atomstrom von EDF und ENBW. Auch wenn ich deren Anlagen nicht mitfinanziere.

In Norwegen könnten mit relativ geringem Aufwand noch viele Speicherkraftwerke zu Pumpspeichern aufgerüstet werden, damit wären mindestens halb Europa auch während hochdramatischer "Dunkelflauten" problemlos mit Strom zu versorgen. NorGer und NordLink schaffen dafür die Voraussetzungen. Blöd nur dass bisher der Strom nicht zu uns kommen kann weil die Bayern keine Stromtrasse in Ihrem Freistaat wollen. Dafür sind sie bei der ergebnisoffenen Suche nach einem Atommüll- Endlager dabei. Also falls nicht in Bayern gesucht wird.

So lange solch "Christsoziale" Politik noch salonfähig ist wird es andere Speicherlösungen brauchen um E- Mobilität auf breiterer Basis zu ermöglichen...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

Orlan 40 kW Holzvergaser, 4k Puffer, 10 qm Solar Flachkollektor, 2 PV Anlagen zusammen 107 kwp, Eigenbau- Frischwasserstation, bisher kein Backup, BHKW in Planung.

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