Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Hydraulik von Heizungsanlagen

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02pete
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Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Beitrag von 02pete » Di 19. Mär 2019, 21:38

Hallo zusammen,
heute erfuhr ich von der Möglichkeit der o. g. Verrohrung. Hat damit schon jemand Erfahrungen gesammelt?
MfG
von Peter mit dem gefährlichen Halbwissen und grammatischen Ausbeulungen, 35 + X kW Rendl Saugzug Holzvergaser mit 115 Liter Füllraum (= max. 31 kg Fichte). Puffer: Insgesamt 1x 1.000 L, davon 200 L innenliegender Brauchwasser Speicher

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ice77
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Re: Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Beitrag von ice77 » Di 19. Mär 2019, 21:44

Hi Peter,

ich halte persönlich von diesem geschraubten Krams nix. Meine Anlage ist klassisch mit Schwarzrohr und Kupfer weichgelötet gemacht worden und das ist auch gut so. Plastikrohre und dann noch geschraubt wären mir persönlich nix...
HDG Teuro - mein (hoffentlich) treuer Begleiter

Gruß ice77

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02pete
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Re: Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Beitrag von 02pete » Di 19. Mär 2019, 22:01

Hi Fabio,
danke für die schnelle Antwort.
Das Unipipe ist ein Press System ähnlich dem "MEPLA". Die Vorteile für mich sind Zeitersparnis und die vorhandene Presse, dazu müsste ich lediglich die max. 3 Presszangen für Unipipe kaufen.
MfG
von Peter mit dem gefährlichen Halbwissen und grammatischen Ausbeulungen, 35 + X kW Rendl Saugzug Holzvergaser mit 115 Liter Füllraum (= max. 31 kg Fichte). Puffer: Insgesamt 1x 1.000 L, davon 200 L innenliegender Brauchwasser Speicher

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Helmut
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Re: Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Beitrag von Helmut » Di 19. Mär 2019, 22:44

Hallo Peter,
erfahrung keine dsbzgl. Jedoch denke ich es kommt immer darauf an für was die Kunstoffrohre verbaut werden. Ich persönlich nutze Kunstoffrohre nur für die Fubo/Wahei, alles andere an der Heizungsverohrung ist Kupfer. Entweder Gelötet (Was die billigste Lösung ist) oder Verpresst mit Viega Profipress. Alleine schon wegen den zulässigen Max. Temperaturen.
Unipipe (Verbundrohr) hat eine dauerhafte zulässige Max Temp von 75° wenn man dem WWW glauben kann, die bei einer Holheizung durchaus des öfteren mal höher sein kann....
mfg
Helmut

Holzvergaser - Kessel (Sturzbrandkessel) Orlan 25 mit FT, Eigenbau Frischwasserstation, UVR1611, FWR21, CAN Modul, 2 Heizkreise (Heizkörper, Fubo/Wahei), 6m² Solarthermie

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Stefan
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Re: Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Beitrag von Stefan » Mi 20. Mär 2019, 11:03

Solche Systeme würde ich höchstens bei Wasser - Aufputzinstallationen einsetzen, im eigenen Haus aber nicht mal dort.
Wer weiß ob es in 20 Jahren noch Fittinge gibt wenn man mal was ändern muss?

Wenn es billig und schnell sein soll nehme ich Mepla, wurde auch hier für die Gartenleitungen (Regenwasser aus der Zisterne) verbaut. Ist ein etabliertes System für das man sicher auch in 30 Jahren noch Fittinge bekommt.

Für die Heizung Stangenkupfer, löten wenn es preiswert, pressen wenn es schnell gehen soll.
Bei großen Querschnitten kann man auch auf C- Stahl ausweichen, mehr sparen würde ich im eigenen Haus nicht...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

Orlan 40 kW Holzvergaser, 4k Puffer, 10 qm Solar Flachkollektor, 2 PV Anlagen zusammen 107 kwp, Eigenbau- Frischwasserstation, bisher kein Backup, BHKW in Planung.

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Re: Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Beitrag von 02pete » Mi 20. Mär 2019, 22:35

Hallo Jungs,
danke für die gelieferten Argumente.
Dachte ich mir schon fast als der gesprächige MA vom HGH das Hohe Lied vom Unipipe sang.
Zwar könnte man bei der Verlegung mit Unipipe an die gesamte Instalation ran aber wozu Risiken eingehen.
Am Ende wird es dann doch Stangenkupfer sein.
Mepla verlege ich übrigens nur noch ausserhalb des Hauses z. B an Wänden, wo ich es jederzeit sehen kann. Die Legende sagt, die kleineren Quwerschnitte werden im Lauf der Jahre undicht. Die daran hängende Story würde den Rahmen des Beitrages sprengen.
MfG
von Peter mit dem gefährlichen Halbwissen und grammatischen Ausbeulungen, 35 + X kW Rendl Saugzug Holzvergaser mit 115 Liter Füllraum (= max. 31 kg Fichte). Puffer: Insgesamt 1x 1.000 L, davon 200 L innenliegender Brauchwasser Speicher

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Mathias
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Re: Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Beitrag von Mathias » Fr 22. Mär 2019, 16:37

Bei den verbundrohren ist es wie mit allem anderen auch... wenn man bei der Installation nicht aufmerksam ist, kann es schnell teuer werden.

Wir haben verbundrohr für Trinkwasser und auch Heizung eingesetzt.

Dabei haben wir schraubfittngs benutzt.

Nach und nach sind dann ein paar Probleme aufgetreten.

Das absolut wichtigste:
Der Übergang auf die fittinge muss sauber und grade sein (alu ist weich) und es empfiehlt sich das rohr mit einem speziellen endgrater zu behandeln und so auch leicht zu weiten.
Die dichtringe der fittinge sind sehr empfindlich, also... sorgfältig arbeiten.
Beachtet man diese Punkte ist verbundrohr ganz okay und preiswert.

Wem das zuviel "aufpassen und sorgfältig arbeiten" ist, sollte sich bewusst machen, daß man bei anderen Werkstoffen ebenfalls ordentlich arbeiten muss.
Grüße
Mattes

SolarBayer HVS 40E Holzvergaser, Flammtronik, Große Brennkammer, Gussdüse, 3200l Puffer, 500l Warmwasser Speicher, 730l MAG,
270qm WF, 8 Personen, Solarthermie geplant
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Helmut
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Re: Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Beitrag von Helmut » Fr 22. Mär 2019, 20:49

@Peter,
noch ein riesen guten Tipp von mir bei deiner neuen Verrohrung:
Nimm den altbewährten Hanf für Schraubverbindungen bei deiner Heizung und fall nicht auf die Werbung von Loctite und CO dsbzgl. rein! Bisher haben alle Verschraubungen die ich mit Loctite 55 gedichtet habe früher oder später gesüfft! Der Hanf ist Dicht und auch die Teflongeschichten (Nur im Frischwasserbereich) sind bisher Dicht.
Loctite 55 Abdichtungen süffen bei mir im Heizungsberreich, so wie auch im Frischwasserbereich!

So meine bisherige Erfahrung!
mfg
Helmut

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Re: Heizungs Verrohrung mit "Unipipe"

Beitrag von 02pete » Fr 22. Mär 2019, 21:28

Hallo Mathias , hallo Helmut,
die Verlegung von Verbundrohr ist mir bekannt, ist ansich easy, Abschneider, Entgrater und Aufweiter waren damals alles vorhanden, die Verlegung ging recht flott.
Trotzdem bekam ich doch eins auf die Nase. Deshalb muss ich Euch doch dies
Die daran hängende Story würde den Rahmen des Beitrages sprengen
erklären:
Als wir 2005 das Anwesen kauften sanierten wir von Grund auf. Da das Haus grösstenteils nicht unterkellert ist gruben wir ca. 40cm tief aus, betonierten ca. 20 cm dick und begannen mit dem Aufbau der Dämmug und der FuBo, ganz unten, also auf den nackten Beton, verlegten wir die Wasserrohre in 16er Mepla. Dies geschah Raum für Raum. Als wir fast fertig waren kam da einer und besah sich die Mepla Rohre und meinte, den ganzen Mist kannste in ein paar Jahren wieder raus reissen weil die dünnen Meplas undicht werden. Da konnte ich doch nicht sagen, wir müssen von vorne anfangen. Deshalb verlegte ich damals alles Wasser nochmals in VA über die Decke, lediglich die Küche ist noch nicht am VA, aber vorgesehen ist Anschluss bereits. Müsste nur die Holzdecke runternehemen und bei der Spüle von der Decke runterwärts aufschlagen, auch die Fliesen. Meine Frau fragte mich damals wofür die vielen VA ROhre in der Decke denn sind, es dauerte doch einige Jahre bis ich die Beichte ablegte.
@ Helmut:
ja, das mit dem Loctite und co kenne ich, wenn im Installations Bereich gedichtet werden muss dann nur mit Hanf, alles Andere ist :L
MfG
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