drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

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ice77
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drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11370 von ice77 » Do 8. Dez 2016, 11:29

Hi Männer,

sagt mal - wie ist das bei euch bei diesem drückenden Wetter? Ich hab beobachtet, dass die Rauchgase am Kaminkopf austreten und dann oft direkt nach unten gedrückt werden. Teilweise drückt es den Rauch/Dampf direkt runter in den Hof von den Nachbarn.

Hab schon versucht, die Nebenluftvorrichtung zu verändern, dass eben mehr Nebenluft gezogen wird und somit ein höherer Volumenstrom gefördert wird - hat aber im Prinzip nix gebracht - ausser dass der noch viel zu warme Heizraum total auskühlt.

Der Kamin ist ein 30mm gedämmter, 180er Edelstahl Aussenwandkamin.

Tagsüber zu heizen macht somit aktuell nicht so viel Spass und mit den Nachbarn will ich halt auch keinen Ärger. Könnte mir vorstellen, dass die nicht soooo amused sind, wenn zum Lüften dann ab und an eine kleine Duftwolke vom HDG durch die Küche schwebt :-).

Wie handhabt ihr das? Ist euch das egal? Heizen wird man ja müssen... nur ggf. verschieb ich das jetzt auf spät Abends/Nachts... da lüftet sowieso keiner und es dürfte weniger stören.

Ggf. setze ich testweise noch mal ein 50cm Rohrstück drauf um zu schauen ob er dann besser nach oben zieht - nicht dass die Fallwinde die Gase am Dach entlang nach unten ziehen. Nur bei diesem Wetter ohne Absturzsicherung/Gerüst auf das klamme Dach klettern zu wollen... hab ich wenig Motivation zu...

Die Abgastemperatur lag in der Anheizphase (Anfeueroptimierung wie sie die HDG Leute so schön genannt haben) bei ca. 220 Grad.
Leistung soll: 52 KW
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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11371 von peter78 » Do 8. Dez 2016, 12:10

Am Anfang hatte ich arge Probleme - mir wurde dann sogar die Polizei ins Haus geschickt (wohne in der Stadt).
Das lag bei mir an einem Baulichen Mangel: der Schornstein war am Übergang zum Rohr durch Mörtel verengt.

Seit ic hdas weg habe und die Muffe neu gemacht habe raucht es eigentlich nur einige Minuten am Anfang. Ich habe das dieses Jahr auch schon 5-6 mal durch Sichtkontrolle geprüft: da kommt im Betireb nichts sichtbar aus dem Schornstein.

Wenn du weißen - oder hellen Rauch hast könnte das nicht verbranntes Holzgas sein...


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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11372 von René » Do 8. Dez 2016, 12:40

Das Spiel kenne ich. Allerdings nur, wenn er nicht richtig brennt. Läuft er so wie er soll, dann riecht das auch nicht und der Dampf steigt schön auf. Holzgas ist schwer und fällt einfach runter, da bringt auch keine Kaminverlängerung etwas.

Das Spiel mit Anzeigen habe ich auch 3 mal durch. Jedesmal mit Besuch vom Kaminfeger der alles anschaut, misst und Protokoll ausfüllt und mit dem Ergebnis, dass ein Holzofen hat ab und an mal zu riechen ist.

Nur Nachts heizen bringt insofern nichts, denn wenn einer die Nacht durch das Fenster auf lässt, weil er gerne kalt schläft, ist hier der Ärger noch größer. Da kannst du nur auf Verständnis hoffen und wenn das nichts nützt die Anzeigen abwarten und dann mit den Schultern zucken und mit schlechtem Gewissen feuern.

Ich bin richtig froh, dass meine Kiste jetzt nur noch selten schlecht läuft. Das müssen die Nachbarn dann einfach aushalten.


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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11374 von Mathias » Do 8. Dez 2016, 14:11

Bei uns raucht es auch wieder.
Ist vermutlich die Anheizklappe wieder undicht.

Von Jens der bearbeitete Hohlstahl mit Deckel bringt bei mir nichts.

Werde Ende der Saison wohl alles wieder ausbauen und dann das Original Rohr Plan schleifen und den originalen Deckel mit löschdecke wieder einbauen.


Grüße
Mattes

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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11376 von Schradt » Do 8. Dez 2016, 16:38

Die 5-10min Qualm am Anfang kannst du wohl kaum verhindern und wenn es dann aufgrund des Wetters nach unten zieht, statt nach oben, kannst du daran leider auch nichts ändern.
Wir haben zwar bei der üblichen Windrichtung keine Nachbarn in Rauchreichweite, aber meine Frau hat ein extrem feines Näschen und meldet den kleinsten Rauchgeruch umgehend :Brenn
Kleines Anfeuerholz hilft, damit der Kasten schnell auf Temperatur kommt, das reicht zu 99% (ich heize aktuell morgens und abends). Oder Hackschnitzel, die jagen die Abgastemperatur auch ruckzuck hoch - sind dann halt auch schnell weg, also eher was für den Sommer.


Grüße
Frank

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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11377 von wuefu » Do 8. Dez 2016, 16:56

Hallo,

bei uns gibt es bei wärmeren Temperaturen über 15° auch große Probleme mit Rauch und Gestank.
Heize dann manuell mit dem Gasbrenner das Holz von unten an. Da hab ich nach max. 5 Minuten 500° in der Brennkammer.

Zum Glück sind wir nicht die einzigigen Holzheizer im Viertel.


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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11381 von Helmut » Do 8. Dez 2016, 20:48

Hallo,
habe bei uns mit dem Windkat nen besseren Zug hinbekommen. Wobei der Qualm beim Anzünden auch nach unten drückt bei schlechtem Wetter. Von dem her kann ich nix genaues sagen, da sich niemand beschwert..... Hier Heizt die Mehrzahl mit Holz. Bietet sich an im Allgäu auf dem Land. Bis auf die Bauern. Die heizen mit Öl und verkaufen das Holz :mrgreen:


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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11384 von 02pete » Do 8. Dez 2016, 21:51

Hi ice77,
stehen die Probleme nur bei Windstille oder immer an? Ich meine, bei Windstille wird auch ein Kaminaufsatz nichts bringen, vieleicht mit höherer Abgastemperatur versuchen - je wärmer das Medium umso grösser sein Drang noch oben steigen. Sicher, an Tagen mit ausgeprägter Inversion kriege ich das Abgas auch nicht gut nach oben, da wir jedoch am Land leben ist das nicht tragisch. Lebst du in einem Tal-/Kessel kann es sein dass ein "Deckel" aus Kaltluft drüber liegt und nichts geht weg. Das kann ich recht oft sehr gut sehen wenn ich Richtung unseres namensgebenden Ortes, Sachsen, welcher etwa 50 Höhenmeter tiefer liegt, fahre: Das ganze Rezattal ist zugequalmt - oben drüber Sonnenschein.


MfG
von Peter mit dem gefährlichen Halbwissen und grammatischen Ausbeulungen der dem Karnickel ohne Furcht in die Augen sieht :lol:, 35 + X kW Rendl Saugzug Holzvergaser. Puffer: Insgesamt 1x 1.000 L, davon 200 L innenliegender Brauchwasser Speicher

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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11391 von ice77 » Fr 9. Dez 2016, 11:04

Der Kessel fährt mit Vollgas nach dem Anheizen die Abgastemperatur hoch. Pendelt sich für die Anheizphase bei 220-230 Grad ein. Die Kesselleistung liegt oft deutlich 50KW (gestern Abend 57,9 KW Spitzenleistung). An sich läuft der Kessel sehr gut. Schaue ich durch die Nebenluftvorrichtung ins Abgasrohr, sehe ich keinen oder fast keinen Rauch. Alles sauber. Geh ich raus, seh ich eine graue Fahne.

Gestern Abend gegen 22.00 hat er z.T. den Rauch 1m nach oben gezogen und dann ist er parabelförmig direkt in eine Siedlung gezogen. Obs dort nach Rauch gerochen hat oder nicht - kann ich nicht sagen. Es war halt kalt... und da hat man den Rauch auch noch nach 2h gesehen. Etwas weniger, aber man hat ihn gesehen.

Dazu sagen muss ich aber, dass ich aktuell Apfelbaum und Hainbuche verbrenne, die ich von meinem Nachbarn bekommen hab. Die sind leider sehr unregelmäßig geschnitten 20-40 cm ... alles dabei. Ich versuche dann wie gestern erstmal die Kohle vor die Düse zu befördern und zum glühen zu bringen. Dann leg ich furz trockene Buchenscheite (rel. dünn) über die Kohle, damit die Düse richtig Unterzug bekommt und dann geht das Höllenfeuer los. Dann spiel ich Mikado und setz den HDG so satt wie möglich voll. Aber entsprechend Buche und Apfelbaum gemischt. Trocken ist das Zeug. Habs extra nochmal über 2 Wochen im Heizungsraum in einer Gitterbox nachgetrocknet um sicher zu gehen. Das ist komplett aufgerissen und trocken.

Was mir aufgefallen ist, dass als der Kessel gemessen wurde - waren ganz grade und dünne auf 52-54cm geschnittene Robinienscheite drin. Da war kein Hauch von Qualm zu sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es an den ungleichmäßigen Holzstücken liegt.

Das das Wetter aber den Qualm/Dunst nach unten drückt ist aber Fakt. Bin mal gespannt, wann da der Erste vor der Tür steht und anfängt zu mosern. Die Nachbarn links und rechts von mir riechen es angeblichn :Brenn

Naja... Heute Abend teste ich noch mal die Robinie... und schau ob das Qualmen weg ist.

Dann hab ich die Kiste ja auf 40KW laufen die ganze Zeit. Hab des Wirkungsgrades willen auch ein paar Wochen auf 30 KW den Kessel laufen gehabt (40KW: Abgastemperatur um 160 Grad, 30KW: Abgastemperatur 128-132 Grad). Da ist es am Kaminkopf kondensiert und hat mir den 1. Meter Edelstahlrohr total versifft. Da ist das Kondensat runter gelaufen und sieht jetzt richtig schick aus :Stinki:

Seit dem hab ich wieder auf 40 KW gestellt und es läuft nix nach.

So wie es scheint gibts immer mal was neues zu berichten...


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Gruß ice77

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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11392 von René » Fr 9. Dez 2016, 12:56

Also irgendwie liest sich das, als ob die Verbrennung unvollständig abläuft bei dir. Kann es sein, dass bei dir die Startphase zu aggressiv abläuft und damit der Füllraum in Brand gesetzt wird? Bei deiner Messung hast du ja relativ eng gestapelt, da ist es schwierig mit zuviel Luft alles in Brand zu setzen. Wenn du jetzt viel Zwischenräume hast, geht das schon eher, weil hier mehr Holzoberfläche mit dem Sauerstoff arbeiten kann.

Beschreib doch mal wie sich deine Primär- / Sekundärluft während des Starts verhält. Dazu noch die Abgastemperatur und die Brennkammertemperatur. Auch Rest O² wäre interessant.

Hast du die Möglichkeit Logs einzustellen?

Bei mir läuft der Start folgendermaßen ab:

Düse frei machen, restliche Holzkohle auf dem Holzgasverteiler und neben der Düse aufstapeln. Ohne Asche dazwischen. Ca. 8-10 cm hoch. So dass entstehendes Holzgas erst durch die glühende Kohle durch muss. Dann alles mit dem Gasbrenner von oben so anzünden, bis alles hellrot glüht. Dauert auch mal 2 min. Bei mir ca. 3 Mal am Tag und die 11 kg Flasche hält ca. 3 Jahre. Also nicht viel Geld. Jetzt voll stapeln. Ich lege kein Kleinzeug auf die Glut. Da kommen Scheite mit 5-8 cm Kantenlänge drauf. Oben drauf dann alles gemischt. Können auch mal größere Brocken dabei sein.

Jetzt Tür zu und FT starten.

Primär läuft 18 min auf Konstantwert um die Glut wachsen zu lassen damit die Scheite direkt auf der Glut das neue Glutbett bilden können. Das ist die Startphase. Dabei muss die Primärluft so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig eingestellt sein. Also nicht die Glut ausgehen lassen und auch nicht zu stark anfachen.

Danach wird die Primärluft etwas gesenkt und weiter 30 min konstant gehalten. In der Zeit steigt die Abgastemperatur langsam an bis auf Sollwert. Hier ist auch wichtig nicht zu weit runter mit der Primärluft, sonst geht das Feuer aus. Das kann man schön an der Brennkammertemperatur ablesen. Die sollte konstant bleiben, während die Abgastemperatur langsam ansteigt.

Nach ca. 20-25 min ist der Kessel auf Solltemperatur und die Abgastemperatur etwas später.

Die Brennkammertemperatur ist meist nach ca. 2 min auf über 600°C und bleibt darüber bis zum Kohlenausbrand. Danach fällt diese wieder. Die Primärluft ist bei mir nach oben komplett begrenzt. Beim Kohlenabbrand (es wird kein Holzgas mehr erzeugt) fällt die Abgastemperatur und die Steuerung versucht diese durch erhöhen der Primärluft zu halten. Dabei geht der Lüfter auf 100% und die Glutwärme wird zum Kamin raus geblasen. Also begrenze ich die Primärluft so weit, wie sie im Hauptabbrand benötigt wird. Das muss man halt eine Zeitlang beobachten wie hoch die Primärluft steigt um die gewünschte Leistung zu haben. Das kann man allerdings erst testen, wenn man den Start sicher im Griff hat.

Jetzt sollte der Kessel rauchfrei brennen.


Gruß René

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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11394 von Bahnhof » Fr 9. Dez 2016, 14:30

Kenn ich nicht....mangels Nachbarn keinen Ärger :D
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


Grüße Christoph
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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11396 von ice77 » Fr 9. Dez 2016, 18:21

René hat geschrieben:Also irgendwie liest sich das, als ob die Verbrennung unvollständig abläuft bei dir. Kann es sein, dass bei dir die Startphase zu aggressiv abläuft und damit der Füllraum in Brand gesetzt wird? Bei deiner Messung hast du ja relativ eng gestapelt, da ist es schwierig mit zuviel Luft alles in Brand zu setzen. Wenn du jetzt viel Zwischenräume hast, geht das schon eher, weil hier mehr Holzoberfläche mit dem Sauerstoff arbeiten kann.

Beschreib doch mal wie sich deine Primär- / Sekundärluft während des Starts verhält. Dazu noch die Abgastemperatur und die Brennkammertemperatur. Auch Rest O² wäre interessant.

Hast du die Möglichkeit Logs einzustellen?

Hallo René,

tja - das mit dem agressiven Anheizen kann durchaus stimmen. Der HDG piept ja, wenn die Anheiztür geschlossen werden kann. Ich hab die Tür extra noch ne knappe Minute auf gelassen, damit sich das nix abwürgt und er anständig auf Touren kommt. Ich wollte genau das vermeiden, dass er vor sich hin schwelt und nicht in Fahrt kommt. In diesem speziellen Fall kann es wirklich sein, dass durch das Plus an Sauerstoff am Anfang ggf. mehr Feuer gefangen hat, als geplant. Ich hab nur gemerkt, dass er später dann duch die vordere Blende (Belimos) mit Schmackes "geschnauft" hat, als hätte ihm die Luft nicht gelangt. Sobald man unten die Türe ein wenig auf gemacht hat, war das "Pulsieren" weg und er brannt normal durch. Ich bin mir fast sicher, dass der aktuelle Sonderfall darin geschuldet ist, dass die Brocken ungleichmäßig und viel zu kurz sind. Aber das konnte ich mir da halt auch nicht aussuchen. Einem geschenkten Gaul, ...

Morgen will ich mal unten mit Robinie schön voll setzen und dann die 2. Hälfte mit Apfel/Hainbuche auffüllen. Dann sollte das alles geregelter ablaufen. Dann war es ggf. wirklich unverbranntes Holzgas? :Paniki

René hat geschrieben:Bei mir läuft der Start folgendermaßen ab:

Düse frei machen, restliche Holzkohle auf dem Holzgasverteiler und neben der Düse aufstapeln. Ohne Asche dazwischen. Ca. 8-10 cm hoch. So dass entstehendes Holzgas erst durch die glühende Kohle durch muss. Dann alles mit dem Gasbrenner von oben so anzünden, bis alles hellrot glüht. Dauert auch mal 2 min. Bei mir ca. 3 Mal am Tag und die 11 kg Flasche hält ca. 3 Jahre. Also nicht viel Geld. Jetzt voll stapeln. Ich lege kein Kleinzeug auf die Glut. Da kommen Scheite mit 5-8 cm Kantenlänge drauf. Oben drauf dann alles gemischt. Können auch mal größere Brocken dabei sein.

Jetzt Tür zu und FT starten.


Bild

Ich hatte noch Kohle von morgendlichen Abbrand im Kessel. Ein paar Brocken haben noch geglüht. Hab die Kohle vor die Düse bei laufendem Ventilator geschoben und es hat durchgängig angefangen zu glühen. Die Asche ist durch den Rost bestmöglich entsorgt worden. Auf die Kohle und dahinter hab ich möglichst lange, dünne Hainbuche Scheite gelegt. Direkt beim Ersten Scheit hat es durch den sich ergebenden Unterdruck das "Höllenfeuer" begonnen. War auf den 1. Blick absolut ok. Dann hab ich weiter vollgesetzt. Hier mal ein Bild von der "Halbzeit". Mehr Bilder hab ich dann nicht mehr gemacht, da es dann auch nicht soooo spannend ist.

Bild

Hier sieht man die "Lastspitze" von 57,9KW, die er beim Anheizen generiert hat. Die Rauchfahne hab ich auch fotografiert...ist aber fast unkenntlich. Wenns jemanden trotzdem interessiert, häng ich es noch unten mit ran.

Bild

René hat geschrieben:Primär läuft 18 min auf Konstantwert um die Glut wachsen zu lassen damit die Scheite direkt auf der Glut das neue Glutbett bilden können. Das ist die Startphase. Dabei muss die Primärluft so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig eingestellt sein. Also nicht die Glut ausgehen lassen und auch nicht zu stark anfachen.

Danach wird die Primärluft etwas gesenkt und weiter 30 min konstant gehalten. In der Zeit steigt die Abgastemperatur langsam an bis auf Sollwert. Hier ist auch wichtig nicht zu weit runter mit der Primärluft, sonst geht das Feuer aus. Das kann man schön an der Brennkammertemperatur ablesen. Die sollte konstant bleiben, während die Abgastemperatur langsam ansteigt.

Nach ca. 20-25 min ist der Kessel auf Solltemperatur und die Abgastemperatur etwas später.

Die Brennkammertemperatur ist meist nach ca. 2 min auf über 600°C und bleibt darüber bis zum Kohlenausbrand. Danach fällt diese wieder. Die Primärluft ist bei mir nach oben komplett begrenzt. Beim Kohlenabbrand (es wird kein Holzgas mehr erzeugt) fällt die Abgastemperatur und die Steuerung versucht diese durch erhöhen der Primärluft zu halten. Dabei geht der Lüfter auf 100% und die Glutwärme wird zum Kamin raus geblasen. Also begrenze ich die Primärluft so weit, wie sie im Hauptabbrand benötigt wird. Das muss man halt eine Zeitlang beobachten wie hoch die Primärluft steigt um die gewünschte Leistung zu haben. Das kann man allerdings erst testen, wenn man den Start sicher im Griff hat.

Jetzt sollte der Kessel rauchfrei brennen.


Die Werte vom O2 etc hab ich natürlich nicht mitgeschnitten - ehrlich gesagt nicht mal nachgeschaut. Ich hab die LC2+. Da ist nix mit klicki bunti, SD Karten Slot etc :-). Das gibts wohl erst jetzt bei HDG zu kaufen. Daher ist es schwierig mit Datenlogging. Weis nicht mal, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, die Daten irgendwo abzugreifen. Ich meine die Kiste kommuniziert über CAN Bus... bin mir nicht sicher. Das würde sich bei mir beschränken mit händischem mitschreiben der Werte... wenig praktikabel...

Viel einstellen kann ich da im Prinzip sowieso nicht bei dieser closed source Steuerung. Hab den Kessel manuell auf 82 Grad Ladetemperatur gestellt und ansonsten läuft er quasi im "Automatikmodus" :-). Restkohle bleibt für den nächsten Anheizvorgang ja genug übrig - ansonsten soll er einfach nur heizen... mehr nicht. Für alles Andere will ich mir mit dem Raspy was bauen. Dafür ist halt aber jetzt auf der Baustelle grad keine Zeit...

Bezüglich Anheizen über einen Gasbrenner - das hatte ich mir auch schon überlegt, aber aus Bequemlichkeit noch nicht getestet, weil an der Bottle noch der Schweissbrenner angeschlossen ist und ich noch keine Lust hatte im kalten Anbau was rumzuwursteln. Das könnte natürlich ein etwas besseres Anheizergebnis liefern, da ich die Kohle und eine erste Lage Holz schön gleichmäßig in Brand setzen könnte und danach einfach vollsetzen und fertig. Das war halt bisher eigentlich noch nicht nötig.


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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11403 von Helmut » Fr 9. Dez 2016, 20:49

ice77 hat geschrieben: Bin mal gespannt, wann da der Erste vor der Tür steht und anfängt zu mosern. Die Nachbarn links und rechts von mir riechen es angeblichn :Brenn



Heizen die mit Öl? Dann beschwer dich doch über den Penetranten Ölgeruch und diversen schwarzen schmierigen Flecken wenn du deine Wäsche nach draußen hängst. Evtl. sollte sie mal ihre Brenner richtig einstellen und reinigen lassen. Schließlich hat dein Feger bei dir auch gesagt es ist alles ok..... Ist ja nicht immer, eben wenn der Wind richtig steht :mrgreen:
;)

Und selbst wenn sie es riechen! Wo liegt das Problem? :Magi: Leben und leben lassen :MAGGIS: ......
Man, du tust mir echt leid.... ich glaube wenn ich solche Nachbarn hätte, dürften sie mich mal kennen lernen. Denen würde ich ganz gewaltig dem :Magi: marsch blasen :MAGGIS: :Brett :hammerle :Stinki:
Aber klar, ist natürlich einfach gesagt, wenn man nicht selbst in der Misere steckt


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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11404 von ice77 » Fr 9. Dez 2016, 21:16

Ach von Misere will ich gar nicht sprechen. Es ist einfach ggf. ein kleines Phänomen mit dem kleinen Holz. Hab halt auch noch bestimmt über 100 Ster, welches auf 30/35 geschnitten wurde für unseren Kaminofen. Damals gab es den HDG noch nicht und ein Holzvergaser war ein Hirngespinst... hätte ja selbst nicht gedacht, dass ich mir den Aufwand gebe und so viel Vorarbeit reinstecke, um das Ungetüm überhaupt ins Haus befördern zu können. Das muss ja auch noch verstoffwechselt werden. Besser ist das schon, wenn ich genau weis, wie der Kübel das zu kurze Holz am besten verbrennt...

Meine direkten Nachbarn sind nette Leute. Dass sie es riechen ist ja ok. Den einen hab ich sogar gefragt, ob ich lieber abends oder morgends anheizen soll. Er meinte... dann lieber Abends, weil sie morgends zum Lüften frische Luft haben wollen :roll:

Naja, dann mach ich das halt... ist für mich eh wurst, wann ich den HV in Gang setze. Nachts sieht man auch die eine oder Andere Rauchschwade hoffentlich weniger :Stinki:

Ausserdem ist ja der eine, direkte Nachbar auch Holzheizer. Er betreibt 2 Kachelöfen in seinem Haus. Auch da föhnt es schön schwarz raus, wenn er das Teil anmacht. Aber für mich ist das normal. Wenn ich dran denke, wie der wasserführende Kaminofen bei mir gerußt hat... ist der HV direkt rußpartikelfrei :-). Der andere Nachbar meinte, er heizt seinen Kaminofen einfach nicht an, wenn so drückendes Wetter ist. Dem hab ich aber direkt gesagt, dass das für mich keine Option ist. Heizen muss ich - wann kann man gern im Rahmen verhandeln :-). Die Puffer sind mit 6.000l nicht winzig... da kann ich die eine oder Andere Stunde überbrücken 8-) .

Probleme mit den Nachbarn hab ich nicht... aber wenn der Rauch in die Reihenhaussiedlung zieht... weis ich nicht ob es so bleibt. Die heizen 100% nicht mit Holz. Die hätten nicht mal Platz für einen Eimer Holz, geschweige denn für einen anständigen Vorrat :lol:


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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11406 von René » Fr 9. Dez 2016, 21:58

Naja, mit kurzem Holz heizen ist in einem Holzvergaser schon eine Kunst. Im alten Forum hatten wir doch auch schon ab und an so eine Diskussion. Am besten du tauschst das Holz in 50er Scheite um. Dann hast du am wenigsten Ärger. Da bei dir in der Gegend einige mit Holz heizen, frag doch mal rum was die so für deine 33er Scheite bieten. Und besorg dir für das Geld dann 50er Scheite. Für diesen Winter wirds wohl etwas spät sei, aber im nächsten wärst du ja gerichtet.

Mit 100 Ster kommst du ja ein paar Jahre. Musst ja nicht mit Gewalt Ärger suchen, wenn es eine Alternative gäbe.


Gruß René

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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11424 von Schradt » Sa 10. Dez 2016, 10:55

ice77 hat geschrieben: Der HDG piept ja, wenn die Anheiztür geschlossen werden kann. Ich hab die Tür extra noch ne knappe Minute auf gelassen, damit sich das nix abwürgt und er anständig auf Touren kommt. Ich wollte genau das vermeiden, dass er vor sich hin schwelt und nicht in Fahrt kommt. In diesem speziellen Fall kann es wirklich sein, dass durch das Plus an Sauerstoff am Anfang ggf. mehr Feuer gefangen hat, als geplant. Ich hab nur gemerkt, dass er später dann duch die vordere Blende (Belimos) mit Schmackes "geschnauft" hat, als hätte ihm die Luft nicht gelangt. Sobald man unten die Türe ein wenig auf gemacht hat, war das "Pulsieren" weg und er brannt normal durch. Ich bin mir fast sicher, dass der aktuelle Sonderfall darin geschuldet ist, dass die Brocken ungleichmäßig und viel zu kurz sind.

Du kannst die Primärluft Luftzufuhr in einem extrem großen Bereich manuell einstellen, da der Kessel für alles hölzerne Brennmaterial geeignet ist - aber leider halt nicht automatisch. Der Regelbereich der Belimos ist zu begrenzt.

Ich habe die letzten Tage Hackschnitzel verbrannt (Häcksler wollte getestet werden und hier liegen ca. 30m³ Astmaterial von Weiden und Tannen herum, die ich vor knapp zwei Jahren abgesägt habe). Daraufhin ging die Abgastemperatur beim Anheizen auf 260 Grad rauf und später beim Abbrand standen die Belimos für Primär- und Sekundärluft bei 10/30%. Daraufhin habe ich das Rost um die 5cm angehoben, so dass es ein kleineres Glutbett vor der Düse gibt. Die Abgastemperatur ist nun nicht mehr so hoch und die Belimos fahren auch nicht mehr so weit zu (keinerlei Pulsieren zu hören, gleichmäßiger Abbrand).
Da du ja das Blech schon drin hast, würde ich an deiner Stelle die Primärluftschieber am vorderen Stehrost etwas zu schieben und das Luftverstellblech (oben über dem Stehrost, unter den Belimos) etwas weiter zu stellen (10mm Schlüssel). Wenn weniger Primärluft rein kommt, hast du dann mit dem aktuellen Holz auch einen gleichmäßigen Abbrand und eine geringere Abgastemperatur beim Anheizen dürfte vermutlich auch materialschonender sein...


Grüße
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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11427 von ice77 » Sa 10. Dez 2016, 22:56

So Männer. Ich hab heute das nächste mal angefeuert mit bestem Ergebnis.

Hab unten erstmal wie immer die Kohle vor die Düse geschoben. Dann dünne und rel. lange Robinienscheite unten rein und mit dem Grasbrenner bei laufendem Lüfter 1 Minute lang vorgeglüht. Dann weitere Robinie "lang" augelegt und dann mit Fichte und Eiche in 25/30 vollgepuzzelt. Kurz nach dem ich den Gasbrenner weg gelegt hab, hat der Kessel schon gepiept, dass die Anfeuertür zugemacht werden sollte. Hab ich auch umgehend gemacht.

Hier ein paar Bilder:
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Die Werte beim Anheizen (direkt schon beim Schliessen des Deckels):

Leistung: 52 KW
Abgastemperatur: 193,7 Grad
O2 Soll: 4%
O2: 3,0%
CO2: 17,3%
Lambda: 1,16
Wirkungsgrad: 93,3%
Primärluft: 100%
Sec.: 28,6%



Die Werte nach 30 Minuten:
Leistung: 52,3 KW
Abgastemperatur: 214,8 Grad
O2 Soll: 4,2%
O2: 4,8%
CO2: 15,2%
Lambda: 1,3
Wirkungsgrad: 91,2%
Primärluft: 98,9%
Sec.: 34,6%



Die Werte nach ca 120 Minuten:
Leistung: 40 KW
Abgastemperatur: 162 Grad
O2 Soll: 5%
O2: 5,2%
CO2: 15,1%
Lambda: 1,34
Wirkungsgrad: 93,7%
Primärluft: 21,9%
Sec.: 22,0%




Die Werte nach ca 140 Minuten:
...
Primärluft: 22%
Sec.: 19,6%

Am Kaminkopf war nach dem Anheizen im prinzip gar nichts zu sehen. Man hat nur durch das Lüftergeräusch gemerkt, dass der Vergaser läuft :Klatsch
Nach 2h war kurz eine ganz dünne 2m lange "Dampf"-Fahne zu sehen... eigentlich nicht nennenswert. Nach weiteren 20-30 Minuten wieder komplett rauchfrei.

Ich habe an vielen Parametern gedreht und komplett anderes Holz verfeuert als vor 2 Tagen. Apfel und Hainbuche hab ich weg gelassen. Scheint also erstmal mit dem neuen "Futter" gut zu laufen.

EDIT:
Die Werte nach ca 255 Minuten:
...
Primärluft: 41,6%
Sec.: 21%


HDG Teuro - mein (hoffentlich) treuer Begleiter

Gruß ice77

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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11433 von hannibal » So 11. Dez 2016, 06:30

hallo ice,

vor die durchbrandöffnung würde ich nix legen, was zusätzlichen staub macht.
das ziehts sonst alles nach hinten raus.
deshalb würde ich auch die durchbrandöffnung so hoch wie möglich halten (rost also runter setzen).
durch die Öffnung nach hinten weg in Richtung Wärmetauscher sollte nach Möglichkeit nur Holzgas und keine/wenig asche bzw. staub und dreck.
aus diesem grund haben die Hersteller ja auch die durchbrandöffnung 5-10 cm oberhalb des ascherostes eingesetzt.

piss Tann



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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11443 von Schradt » So 11. Dez 2016, 10:25

Moin,

soweit ich das verstanden habe, bestimmt die Höhe des Rostes die Höhe des Glutbetts. Daher muss/sollte das Rost an den Brennstoff angepasst werden. Nadelholz benötigt ein großes Glutbett, damit es sauber verbrennt, also Rost runter (10cm unter der Düsenöffnung). Laubholz und Hackschnitzel benötigen ein kleineres Glutbett (5cm unter Düse), damit nicht zu viel Holzgas auf einmal frei gesetzt wird, was dann unverbrannt und stinkend zum Kamin raus geblasen wird.

Man kann auch Laubholz mit niedrigem Rost verfeuern, dann hat man beim Anheizen eine Dampflok (bis die Regelung die Primärluft zu dreht, dauert es recht lange). Anders herum dauert das anheizen von Nadelholz bei angehobenem Rost Ewigkeiten, während der Kessel bei korrekter Einstellung nach dem Vollstapeln bereits auf Betriebstemperatur (Abgas) ist und rauchfrei läuft.

Die Höhe des Rostes hat nach meinem Verständnis nichts mit der Staubemission zu tun. Der Staub soll ja im Wärmetauscher "gefangen" werden und das funktioniert bei diesem Kessel ziemlich gut.


Grüße
Frank

-----------------------------
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Re: drückendes Wetter / Kaminzug / Rauch

Beitrag #11451 von hannibal » So 11. Dez 2016, 12:28

@schradt:

welche Holzart ein hohes und welche ein niedriges glutbett braucht weiss ich nicht. dazu habe ich noch nirgends was gehört oder gelesen.
KÖB schreibt aber, was die Holzart angeht, müsse man nicht nach der höhe der durchbrandöffnung differenzieren, sondern nach der Anordnung der gitter im rost (luftzuführung). die haben da ein schönes buntes Faltblatt erstellt, wo man das alles nachlesen kann.
ähnlich ist das auch bei lopper, wo die wabensteine im rost individuell an die jeweilige hauptholzart angepasst werden können.
da mir das aber zu viel aufwand ist halte ich mich nicht an so Spielereien.

eines indes weiss ich gewiss:
bei viel Kleinkram vor der durchbrandöffnung habe ich dahinter im brennraum, dort wo die sekundärluft vom boden unten reinströmt, jede menge dreck, staub und asche. und das muss ich eben immer mal wieder saubermachen = vermeidbare Mehrarbeit.
ob deswegen auch die wärmetauscherröhren schneller zugedreckt sind kann ich nicht behaupten, würde es aber mal stark vermuten.

piss Tann
hannibal




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