Windhager oder lieber nicht?

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TF14
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Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6574 von TF14 » Sa 19. Mär 2016, 22:37

Hallo,

hat denn irgendjemand schon mal Erfahrungen mit einem Windhager Log Win Premium Kessel machen können?
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Regelung von Windhager ein wenig veraltet ist. Aber niemand konnte begründen warum. :?:
Wenn ich das richtig verstehe lassen die in die Abbrandregelung sich die Brennraumtemperatur mit einfließen, was ich eigentlich nicht so schlecht finde.

Vielleicht kann mir jemand was dazu sagen?
Wäre wichtig für mich, ob ich den LWP in die nähere Auswahl nehme oder nicht.

Danke und Gruß
Frank
ETA SH 40 und Thermoflux Pelling ECO 25, 5000 L Puffer mit WW-Wendel, neuer keramischer Schornstein, ca. 250 m² beheizte Fläche, 2 HK´s (Fußbodenheizung/Wand und Radiatoren), Wärmemengenzähler über UVR16x2

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Schradt
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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6652 von Schradt » So 20. Mär 2016, 22:21

Ich hatte den LWP 505 damals auch auf der Liste. Laut den technischen Daten vermutlich kein schlechter Kessel, gesehen hab ich aber noch keinen. Ob der Leichtbau zu Lasten der Haltbarkeit geht? Aber wenn es 10 Jahre Garantie auf den Füllraum gibt und 5 Jahre für den Rest... ausprobieren und berichten! 8-)
Grüße
Frank

-----------------------------
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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6664 von wuefu » Mo 21. Mär 2016, 06:30

Hallo,

wir haben einen Windhager DuoWin laufen.
Der Vergaserkessel ist ein Logwin ohne Edelstahlbrennraum.
Läuft alles bestens.
Schluckt Palettenholz mit Nägeln, Weichholz, Hartholz - auch in allen möglichen unterschiedlichen Längen.
Niedrige Abgastemperaturen.

Im Jahr 2016 gehen vermutlich bei allen Kesseln die Temperaturwerte Brennraum, Abgas, Puffer etc. in die Berechnung der Luftklappen und des Gebläses ein.
Die Steuerung ist wirklich etwas fummelig und etwas zu klein geraten. Fast keine Grafiken, nur Klartext.
Einstellen kann man so ziemlich alles - auch die Serviceebene ist nicht passwortgeschützt. Aber die Menüs sehr verschachtelt - gewöhnungsbedürftig.
Vermutlich hat Windhager den Focus auf den Kessel und den Feuerungsautomaten gelegt und nicht auf Touch-Display und Internetanbindung.

Edit: Habe gerade auf der Windhager Homepage gesehen, dass in 10 Tagen der Logwin mit Touchdisplay kommen soll.

Michael
Windhager DuoWin, Logwin + Biowin (Scheitholz/Pellets) 18/15 KW, 2 x 1000 l Puffer, Pelletkessel ohne Rücklaufanhebung direkt in die Heizkreise (Radiatoren + Fußbodenheizung), Brauchwasserwärmepumpe ohne Anbindung an Heizung

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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6669 von TF14 » Mo 21. Mär 2016, 09:19

Schradt hat geschrieben:... ausprobieren und berichten! 8-)

Hallo Schradt,
naja bei fast 9000 € Kesselpreis :Paniki überlege ich halt 3 Mal ehe ich da einfach kaufe. Ein Fröling S3 mit 45kW und S-Tronik Lambda kostet nur knapp über 7000,- und ist recht bewährt. Bin da derzeit noch ein wenig ratlos.

wuefu hat geschrieben:Im Jahr 2016 gehen vermutlich bei allen Kesseln die Temperaturwerte Brennraum, Abgas, Puffer etc. in die Berechnung der Luftklappen und des Gebläses ein.
Die Steuerung ist wirklich etwas fummelig und etwas zu klein geraten. Fast keine Grafiken, nur Klartext.
Einstellen kann man so ziemlich alles - auch die Serviceebene ist nicht passwortgeschützt. Aber die Menüs sehr verschachtelt - gewöhnungsbedürftig.
Vermutlich hat Windhager den Focus auf den Kessel und den Feuerungsautomaten gelegt und nicht auf Touch-Display und Internetanbindung.

Edit: Habe gerade auf der Windhager Homepage gesehen, dass in 10 Tagen der Logwin mit Touchdisplay kommen soll.


Hallo Michael,
danke für Deine Erfahrungen. Wichtig ist mir das er problemlos alles schluckt und gut verbrennt, da ich auch altes Bauholz usw. feuern will. Auf hohe Abgastemperatur bin ich bei meinem neuen Schornstein auch nicht unbedingt angewiesen.
Das mit der Brennraumtemp. ist nicht so selbstverständlich, die lassen nämlich nicht alle Hersteller in Ihr Regelungskonzept mit einfließen. Wäre halt mal interessant zu wissen in wieweit sich das positiv auswirkt.

Da schau ich mal auf der Homepage. Glaub die neue Steuerung ist längst überfällig.

Gruß,
Frank
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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6671 von wuefu » Mo 21. Mär 2016, 10:09

Hallo,

der Fröling ist bei uns auch in der engeren Auswahl gestanden.
Hat halt superspezial Wirbelbrennkammer in rund.
Kostet gleich mal 800-900€ wenn kaputt.

Die meisten anderen Hersteller haben Brennkammern aus Plattenmaterial.

Düse beim Logwin ist recht lang und breit - Nägel und Schrauben fallen durch. Das war auch meine Angst, dass da irgendwas verstopft.

Habs bisher nicht bereut. Bis auf den Preis natürlich............

Michael
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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6712 von HKruse » Mo 21. Mär 2016, 20:44

hallo Frank,
TF14 hat geschrieben:die Regelung von Windhager ein wenig veraltet

seit 2012 mit BRT-Regelung, .....also schon vier Jahre "alt"...

2010 hat @Köriser(Olaf) im vigasforum(die neue Holzvergaserregelung...seite 7) über seine Regelung berichtet, TypK-Fühler(am siemens-sps-regler) vor dem Brennraum...
...bei seinem Vigas kein Hohlbrand mehr, da der Regler direkter reagiert auf Glut und BRT
(die Abgastemperatur sackt immer erst deutlich nach der BRT, selbst bei höherer Gasgeschwindigkeit)

meine TypK-Steuerung(am Atmos) arbeitet auch so, seit 2012
mit dem schlichten Wechsel des Fühler nach "vorn" zur BR.Tür ist die durchschnittliche Abgastemperatur um 20% gesackt, bei gleicher "angestrebter" BR-Temperatur
die "Reglereingriffe" an Primluftschieber und Drehzahl sind feinfühliger
die BRT kann mit geringeren "Signalen" gesteuert werden, der Abbrand dauert etwas länger...

TF14 hat geschrieben: Brennraumtemp. ist nicht so selbstverständlich, die lassen nämlich nicht alle Hersteller in Ihr Regelungskonzept mit einfließen. Wäre halt mal interessant zu wissen in wieweit sich das positiv auswirkt.

mit brauchbaren Kesseln und BR-Steuerung sollten AGTs zwischen 100-130°C möglich sein
mein 25-70kw Brennraum "läuft" seit drei Wintern mit ca 20kw und 90-110°C Abgastemperatur
Gruß Heinrich
saugzugundogmatisch
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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6745 von TF14 » Di 22. Mär 2016, 09:27

Hallo Heinrich,

wenn ich Deinen Text richtig interpretiere, Regelt Windhager nicht nach Abgastemperatur sondern rein nach BRT. Was auch meiner Meinung nach Sinn macht, denn wenn die BRT nicht unnötig hoch ist, steigt auch die Abgastemperatur nicht unnötig. Find ich eigentlich recht sympatisch und einleuchtend ist es auch, da die Abgastemperatur der BRT ja zeitlich immer hinterher hinkt.
Ebenso scheinst Du ja ein echter Freund dieses Konzeptes zu sein.

Wie das mit der veralteten Regelung genau gemeint war konnte mir leider keiner begründen. Vielleicht war auch nur die Übersichtlichkeit und der Aufbau der Steuerung gemeint.

Da könnte man ja eigentlich eine Flammtronik auch auf BRT mit TypK-Fühler regeln lassen, oder geht das nicht?
Wie hast Du das denn gelöst?

Gruß,
Frank
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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6747 von hannibal » Di 22. Mär 2016, 09:48

@hkruse: "..mein 25-70kw Brennraum "läuft" seit drei Wintern mit ca 20kw und 90-110°C Abgastemperatur.."


das ist natürlich rekordverdächtig.
Respekt.
sowas habe ich noch nie gehört.

welche werte haben dann bei Dir brennkammertemperatur und restsauerstoff?

piss Tann

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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6748 von Reiner.E » Di 22. Mär 2016, 10:36

Hallo Frank,

bei der FT ist BRT nur eine Anzeige und dort wird sich regelungstechnisch nichts mehr tun.

Sonnige Grüße
Reiner
ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit der UVR16x2
3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTX2 und CMI
DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6779 von woodcracker » Di 22. Mär 2016, 19:39

TF14 hat geschrieben:Was auch meiner Meinung nach Sinn macht, denn wenn die BRT nicht unnötig hoch ist, steigt auch die Abgastemperatur nicht unnötig.


Das stimmt nur bedingt. Seit dem Einbau des Winkel Holzgasverteiler von Sveni ist es nämlich so das ich bei ca. 800° BRT um die 180° Abgastemperatur haben kann, dann ist die Kesseltemperatur auf 86°. Stelle ich jetzt die Prim-luft und den Lüfter auf 50% so bleibt die BRT bei ca. 800° und die Abgastemperatur fällt zwischen 150° und 165°, Kesseltemp. geht auf 85°. Wieso sich das so verhält mit dem Holzgasverteiler konnte bisher noch keiner erklären. Im Original Zustand war die Differenz etwas höher.
Grüße Uwe

Attack SLX 35 Profi Holzvergaser, LambdaCheck, 4000l Puffer,
Holzgasverteiler von Sven und Jens,

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Re: Windhager oder lieber nicht?

Beitrag #6950 von HKruse » Fr 25. Mär 2016, 01:18

TF14 hat geschrieben:Hallo Heinrich,

wenn ich Deinen Text richtig interpretiere, Regelt Windhager nicht nach Abgastemperatur sondern rein nach BRT.
Ebenso scheinst Du ja ein echter Freund dieses Konzeptes zu sein.

wie Windhager das genau macht ? weiß ich nicht...
der Fühler sitzt bei denen direkt oben im Brennraum, zwischen Düse und Tür

interessant wäre wie die Kesselaufheizphase gesteuert wird,
...konstante Glutbelüftung ist klar, aber wie wird vom Start in den geregelten Betrieb "umgeschaltet" ?
...die Abgastemperatur als "Schalter" funktioniert nur bei kaltem Kessel, ne Timer-Begrenzung ist ungenau (greift zu früh od. zu spät)

Da könnte man ja eigentlich eine Flammtronik auch auf BRT mit TypK-Fühler regeln lassen, oder geht das nicht?
Wie hast Du das denn gelöst?

...back to the roots...
Saugzug habe ich wegen meines Heizraumes, LambdaCheck wegen meinem Mischholz
nach dem ersten Winter habe ich im Vigasforum "gefragt", 2010,
Helmut und Harald hatten die FT am Start, >die neue HVregelung, seite 7<
@Köriser(olaf,vigasheizer) hat von seiner TypK-Regelung berichtet

"mann/frau" kann nicht das "FT-Voltmeter" regeln lassen, kucken muß reichen für FTmänner...

ich bin eher Grobmotoriker, kein filigraner Regelungsentwickler
ein XMT 612 macht das bei mir, der hat drei Schaltausgänge,
das ssr-"Puls"Signal habe ich direkt auf den Primärstellmotor(0-10v) gelegt, "pseudostetig"...
seit 2012 immer noch mein erster Belimo, bei jedem ssr"voltschlag" rattert dessen Getriebe
seit über 100metern Holz
mit den anderen Ausgängen wird die Lüfter-Drehzahl angepasst(Drehpotis am Triac)

wie von @Köriser beschrieben, kein Hohlbrand.
durch die direkte Reglerkontrolle sind die notwendigen Signale minimal, der Gasstrom bleibt ruhiger,
die End-AGT wird nicht "hochgeschaukelt", der LambdaCheck kann den Rest-O2wert ruhiger ausregeln.

die Holzkohlephase läßt sich mit der TypK-methode einfach "starten" >
mehr Luft senkt die BRT obwohl die Abgastemperatur noch "stehen bleibt" >
also weniger Luft bis zum Abbrandende(der O2wert steigt dann erst später)

die Aufheizphase(Start) sollte ich noch "automatisieren", ich muß mich mal aufraffen...

ps
hannibal :

welche werte haben dann bei Dir brennkammertemperatur und restsauerstoff?

mein TypK-Fühler sitzt ca "150-200°C weg" von der direkten BRT...
beim Start/Aufheizen "brauche" ich auf dem XMT-Display über "600", sonst wird die Glutbelüftung zu "unstetig", der Gasstrom durch die Düse kann abbrechen
im Hauptabbrand sind "550"(xmt) eigentlich noch brauchbar, das ist mir aber zu schwierig...
"550" ist bei mir Ausbrand/Holzkohlephase
am LC habe ich 3% O2 eingestellt,
bei 16% O2 in der Ausbrandphase ist nur noch minimal Holzkohle übrig,
bei ca "350"xmt und dann um 14-15% O2 Kesselabschalten ist günstiger...
Gruß Heinrich
saugzugundogmatisch
LC-40atmos-BRT


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