CO-Messung durchgefallen

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wasp
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CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11581 von wasp » Fr 16. Dez 2016, 18:44

Hallo Vigasheizer

Seit 4 Jahren kämpfe ich mit dem Schornie

Kamin 180mm 11 Meter hoch mit Zugbegrenzer

Abgastemparatur lt ak3000 230-250° Grad

Erstmessung bestanden,nächste Messung Staubwerte zu hoch,Immer der Hinweis Kaminzug zu gross.

Nach etlichen Abenden im Forum habe ich zu den Originalen Turbo's links und rechts eine Kette eingehängt.

Erfolg,die Abgastemperatur 180° Grad läuft gut(aber keine Messung wegen Sommer)

Nachdem die dritte Keramikdüse verbrannt war habe ich vom Friedrich die 12 Lochdüse mit Gussholzgasverteiler bekommen

Abgastemperatur selten 150° Grad (dümmpelt so bei 135°Grad rum)

Schornie hat ne Schnellmessung gemacht (CO viel zu hoch)

Also Ketten entfernt und er rennt wieder. Abgastemperatur 170-180°Grad

Abgasmessung komplett durchgeführt----durchgefallen---

Werte bei der Messung CO 2,93gr anstatt 1gr. Staubwerte OK Abgastemperatur 217° Sauerstoff 7.2% Zug-19Pa

Hat schon jemand Erfahrung mit einem Originalen HV40 LC mit dem Umbau auf neue Düse ????

Gruß Wasp


Vigas 40LC ,AK 3000,12 Lochdüse Friedrich, Holzgasverteiler Friedrich

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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11582 von Ralf » Fr 16. Dez 2016, 19:02

Mhh, ich habe zwar nicht den gleichen Kessel, aber ich würde zunächst mal auf ziemlich undichte Anheizklappe tippen. Wenn da Holzgas raus kann, sind die CO Werte gleich oben raus.

Was hast Du denn für eine Brennkammer? Wieviel Primärluft fährst Du, welches Holz verwendest Du?

VG
Ralf


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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11584 von Helmut » Fr 16. Dez 2016, 19:11

Ralf hat geschrieben:....aber ich würde zunächst mal auf ziemlich undichte Anheizklappe tippen......

Hallo,
das wäre jetzt auch mal mein erster Tipp.


mfg
Helmut

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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11586 von René » Fr 16. Dez 2016, 19:27

Jo, schraub mal den hinteren oberen Deckel ab und zeig uns mal mit einem Foto die offene Anheizklappe.

Da siehts bestimmt lustig aus.

Bei mir siehts ab und zu so aus:

Anheizklappe Teer.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


Gruß René

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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11587 von wasp » Fr 16. Dez 2016, 19:34

Danke für die schnelle Antwort

Beider Entfernung der Ketten haben wir die Anheizklappe und Anlagefläche gereinigt und mit starker Lampe überprüft.

Im Forum wurde schon geschrieben das die neue Düse mehr Holzgas fördert.Die Flamme in der Brennkammer

ist Lachsfarben und eher eine Wolke wie Flamme.

Der Lamdawert läuft von <1 BIS 2,2> binnen 30 Sekunden hoch und springt nach einer Minute wieder auf <1 und so fort.

Machmal wird auch die Lüfterdrehzahl reduziert.Gleichzeitig regelt der Servo von 40-80% die Luft auf und zu.

Unser Holz war Tanne 8x6 Zentimeter,nachdem alles auf zu fettes Gemisch hindeutet ,die Frage ob 15x15 cm Holz die Gasproduktion

vermindert.Die BRT kann ich noch nicht Messen.Welches Temperaturmessgerät könnt ihr empfehlen???

Messing und Alustücke sind zu Tropfen geschmolzen.

Gruß Wasp


Vigas 40LC ,AK 3000,12 Lochdüse Friedrich, Holzgasverteiler Friedrich

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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11588 von Ralf » Fr 16. Dez 2016, 20:02

wasp hat geschrieben:...die Frage ob 15x15 cm Holz die Gasproduktion vermindert.


Die Frage kann ich ganz klar mit Ja beantworten. Allerdings erhöhen größere Holzbrocken auch die Hohlbrandneigung.
Wenn Du zu viel Holzgas produzierst und Dein Sekundärgebläse nicht mehr nachkommt, warum stellst Du nicht einfach Primär runter, bis es passt? Evtl. stimmt auch was mit den Regelparametern nicht. Aber da kenne ich mich bei Deinem Ofen nicht aus.

VG
Ralf


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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11589 von burns635csi » Fr 16. Dez 2016, 20:21

wasp hat geschrieben:Die BRT kann ich noch nicht Messen.Welches Temperaturmessgerät könnt ihr empfehlen???

Gruß Wasp


Dicker Fühler
http://m.ebay.de/itm/1M-100mm-Spade-K-T ... Ciid%253A1

Anzeige typ k
http://m.ebay.de/itm/TM-902C-LCD-K-Typ- ... Ciid%253A3

Zur schnellen und wirklich günstigen Brt Messung.

Liebe Grüße Klaus


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Drehzahlregelung Pid/Fu über Brennraumtemp.
Luftwaage (Gust)
Abgastemperatur 95 Grad
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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11591 von wasp » Fr 16. Dez 2016, 21:03

Beim Vigas wird die Primär -Sekundärluft durch eine Kuliissenscheibe in einem festen Verhältnis geregelt.

Wenn der Lüfter langsamer läuft bekommen beide weniger Luft.

Mir kommt es so vor das die Regelung überreagiert,es ist ganz selten das die Lamdaanzeige bei 1,5 +-2 stehen bleibt.

Die Lufttrenner lassen einfach den Primärlüfter langsamer laufen und schon wird das Gemisch magerer.

Durch Änderung an meiner Steuerung habe ich noch keine Möglichkeit dafür gefunden.

Gruß Wasp


Vigas 40LC ,AK 3000,12 Lochdüse Friedrich, Holzgasverteiler Friedrich

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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11596 von Sundancer » Fr 16. Dez 2016, 21:49

Dann stimmt aber wahrscheinlich etwas mit deiner Luftverteilung/Luftführung nicht.

Bei meiner AK3000 stellt sich nach spätestens 3 min. ein Lambda-Istwert von ~1,45 ein.
Dabei steht (regelt) die Kulisse bei ~65% bis 70%.

Ich hatte aber auch schon Fälle, bei denen sich das System "aufschwingt" bzw. nicht richtig einregeln kann (wie jetzt bei dir).
Das ist aber zum Glück die Ausnahme und passiert manchmal wenn ich kurz vor Abbrandende nachlege. In so einem Fall regelt er ein paar Minuten von min auf max und zurück, bis er sich wieder "eingeschwungen" hat und stabil den Lambdawert hält.

Bei vollem Füllraum tritt das fast nie auf. Beobachtet habe ich das nur, wenn ich eine halbe Füllung mache oder (wie oben gesagt) nachlege.

Meiner Meinung spielt da die Düse, die Luftverteilung (Einblasstelle primär) und der Gegendruck durch Turbolatoren eine große Rolle.
Mit dem Holzgasverteiler von Sven ist das deutlich seltener geworden. Damit regelt sich der Lambdawert nach Kesselstart auch deutlich schneller auf Sollwert ein.

Legst du die Scheite dicht zusammen beim Befüllen?

Gruß Yves


HVS 25 LC (Brennk. + Turbos von Sven)
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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11599 von wasp » Fr 16. Dez 2016, 22:09

Durch das relativ klein gespaltene Holz wird der Luftraum zwischen dem Holz schon eng,

aber die Holzoberfläche die gasen kann ist auch viel größer.

Soweit ich gelesen habe wird der Lüfter

zurückgeregelt wenn die Kesseltemperatur zu hoch wird (war 80°Grad) .

Ich hab noch keinen Programmablauf für die AK3000 gefunden.

Sonst könnte ich mir einen Reim drauf machen wie es entsteht.

Dadurch das die Regelung so hin und her flippt passt der CO nur zu 50% der Abbbrandzeit.

Gruß Wasp


Vigas 40LC ,AK 3000,12 Lochdüse Friedrich, Holzgasverteiler Friedrich

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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11600 von friedrich » Fr 16. Dez 2016, 22:26

Hallo Wasp,

Tannenholz ist ähnlich kritisch wie Fichte.
Trotzdem muß es funktionieren.

- Ich hoffe, daß Dein Holz 50 cm lang ist, auf keinen Fall kürzer? - sonst wird das nichts...
- Du mußt Lambda konstant hinbekommen, sonst brauchst Du keine Messung bei Schorni beantragen.
- versuche das mit dem 15/15 er Holz, dann hast Du weniger Holzgasentwicklung;
- wie heizt Du an?
- hoffe von oben - Restkohle mit dem Brenner glühend machen;
- ausreichend Restkohle;
- wie bereitest Du die Vergasungskammer (Restkohle) vor dem Abbrand vor?
- alle Einbauten (Turbos..) entfernen;
- hohe Abgastemp. ist besser als zu niedrige;
- hast Du die Werkseinstellung an der Ak.. Steuerung verändert? - dann zurückstellen;
- hoffe, die maximale Abgastemp. in der AK-Steuerung wurde nicht reduziert - ca. 200 °C wäre fürs Erste o.k.

Der Kessel muß auch ohne Umbauten die CO-Werte schaffen.
Wenn Du alles im Griff hast, dann als Erstes die Brennkammerdecke isolieren...

mfg friedrich


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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11613 von Pack » Sa 17. Dez 2016, 06:01

Schaffen sollte er die Messung auf jeden Fall. Einfach nach Anleitung vorgehen, hatte bei meinem auch ganz gut geklappt.
Ansonsten kann ich dir versprechen das das beschriebene von der Anheizklappe kommt, wenn das Holzgas durch die Düse geht schaft er die Messung zu 100%.
Das Aufschwingen sind nur Gase die direkt zur Sonde gelangen, da schaukelt sich die Regelung enorm auf.
Den Spaß hatte ich damals auch immermal. Da kannste Leuchten wie nen Weltmeister, die Klappe ist trotzdem undicht. Leg ne Dichtung, Löschdecke odeer ähnliches dazwischen und mach nen Abbrand,
das kostet nicht die Welt und du wirst sehen er geht wieder.

MFG


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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11632 von Helmut » Sa 17. Dez 2016, 13:33

Hallo,
testweise kannste ja mal bei einem Abbrand die Anheizklappe ganz Dicht machen. Mit so einer Wandkapsel die du einfach von innen ranschraubst (Dürfte noch platz haben). Restkohle sollte aber noch vorhanden sein. Restkohle über der Düse anzünden dass sie Glüht, Holz schnell drauf, zu machen Starten. Wenn er dann läuft, ist die Anheizklappe undicht ;)


mfg
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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11650 von Mathias » Sa 17. Dez 2016, 18:54

Ich beobachte bei meinem Kessel etwas ähnliches.

Habe gestern alles sauber gemacht und auch die Anheizklappe kontrolliert.

Dafür hab ich etwas Papier mit Sägespäne im Füllraum entzündet und dann Anheizklappe und Türen geschlossen.

Durch die Reinigungsöffnung hinten am Wärmetauscher war nichts um die Anheizklappe zu erkennen - die Klappe ist also dicht, denn der Füllraum war voller Rauch.

Das Phänomen das Auftritt und den Abbrand versaut ist etwas schwer zu beschreiben.
Eine Mischung aus Flammabriss und Verpuffung.

Solange der o2 Wert pendelt, Qualmt es.
Ist der o2 Wert stabil, aber niedrig, Qualmt es.

Ist der o2 Wert stabil und hoch, ist zumindest der Qualm weg.

Die Brennkammer und Brennkammer Tür ist hellgrau bis weiss.

Der Rest eher hellbraun.


Grüße
Mattes

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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11651 von René » Sa 17. Dez 2016, 19:42

Hast du schon mal die Kulisse geprüft? Es gab hier mal einen, der hatte da große Probleme mit Graten und Undichtigkeiten. Da konnte sich dann nichts sauber regeln, weil die Kulisse immer hängen blieb.


Gruß René

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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11661 von Ralf » So 18. Dez 2016, 10:37

Mathias hat geschrieben:Eine Mischung aus Flammabriss und Verpuffung.


Verpuffungen kenne ich bei meinem Kessel eigentlich nur, wenn ich versuche, mehr Primärluft in den Kessel rein zu pressen, als durch die Düse wieder raus kann.
Eine der Ursachen war bei mir ein zu kleiner Düsenspalt. Wenn die BK zu stark zugestellt ist, kann das auch passieren. Verstopfte Düsen können auch ein Grund sein. Außerdem hatte ich für eine ganze Weile durch den Zugregler zu wenig Kaminzug. Indirekt können auch zu scharfe Turbulatoren ein Grund sein, weil man dann mehr Primärluft gibt um auf eine gewünschte Abgastemperatur zu kommen. Wenn ich Sägespäne rein werfe, kann es auch zu Verpuffungen kommen, weil dann in kurzer Zeit so viel Gas produziert wird, das gegen das Primärgebläse drückt. Wenn Du also sehr trockenes Holz hast, oder viele sehr kleine Stücke verheizt, könnte das auch ein Grund sein.
Mein Tipp: Tubus raus, Zugregler zu und mit wenig Primärluft anheizen.

VG
Ralf


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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11664 von Mathias » So 18. Dez 2016, 15:07

Die turbolatoren sind raus, ich hab die Düsenauflage heute eingebaut und die glühende Kohlen auf der Auflage zusammen gezogen.

Links und rechts dicke Balken, auf die Glut(reichlich Kohle) ebenfalls Balken aufgelegt, Bretter an die Außenwände und dann bis oben voll gemacht.

Langsam aufgeheizt (primär 20%).
Ab 80°, hat ca 30 Minuten gedauert, auf 40% erhöht.

Mittlerweile läuft er ohne Verpuffungen, Abgastemperatur 197° und o2 zwischen 4-8% meistens aber 5% und primär mit !77%!

Interessant auch, das der bksensor jetzt wieder etwas anzeigt, der war defekt.
Liegt links neben der BK und zeigt 390-490° an.

Qualmt nix und stinkt nix.

Im Frühjahr werde ich die primär Kanäle kontrollieren und den Lüfter säubern.

Kaminzug: das ist wohl ein Problem bei dem ich nochmal Hilfe benötige.
*An Stefan's diymessgerät denk*


Grüße
Mattes

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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11666 von Pack » So 18. Dez 2016, 18:09

Kannst du mal nen Log einstellen?
So eine lange Anheizzeit auf 80°C?
Das stinkt.... Das kann doch nicht das Ziel sein.
Ist die Düse dicht eingebaut?
Bestes Ergebnis habe ich seit Düsenkasten + Gussdüse und dieser (http://www.schmidt-feuerfest.de/default ... th=3_36_96) Dichtschnur.
Lässt sich recht straff einsetzen aber hält seit min 8 Monaten 100% dicht.


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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11669 von Ralf » So 18. Dez 2016, 18:56

Mathias hat geschrieben:Die turbolatoren sind raus, ich hab die Düsenauflage heute eingebaut und die glühende Kohlen auf der Auflage zusammen gezogen.

Links und rechts dicke Balken, auf die Glut(reichlich Kohle) ebenfalls Balken aufgelegt, Bretter an die Außenwände und dann bis oben voll gemacht.

Langsam aufgeheizt (primär 20%).
Ab 80°, hat ca 30 Minuten gedauert, auf 40% erhöht.

Mittlerweile läuft er ohne Verpuffungen, Abgastemperatur 197° und o2 zwischen 4-8% meistens aber 5% und primär mit !77%!

Interessant auch, das der bksensor jetzt wieder etwas anzeigt, der war defekt.
Liegt links neben der BK und zeigt 390-490° an.

Qualmt nix und stinkt nix.

Im Frühjahr werde ich die primär Kanäle kontrollieren und den Lüfter säubern.

Kaminzug: das ist wohl ein Problem bei dem ich nochmal Hilfe benötige.
*An Stefan's diymessgerät denk*


Ich heize mit 15% Primär auf 150°C Abgastemperatur, danach hat die Steuerung Freiheit zwischen 5 und 25% zu regeln um 150°C zu halten. Allerdings ist das bei einem 25er Ofen. Bei 40kW muss man wohl schon etwas mehr Gas (Luft) geben. O2 bleibt relativ stabil um 4.5%. Probleme macht nur diese verdammte I-Wert-Summe der FT. Dadurch passiert es, dass Abgastemperatur manchmal 10-15K überschwingt und dann steuert die FT plötzlich brutal dagegen. Das hat dann natürlich auch Einfluss auf O2.
Das Holz schichte ich umgekehrt auf, als Du. Ich lege Kleinzeug, etwa in Dachlattengröße auf die Glut, dann werden die Brocken nach oben hin größer. Dadurch bekomme ich am Anfang genug Gas zum hoch heizen. Durch die dickeren Scheite hält sich die Gasbildung im Hauptbrand in Grenzen. Würde ich nur mit Kleinholz heizen, könnte ich mir vorstellen, dass es im Hauptbrand durchaus Verpuffungen geben könnte, weil dann sehr schnell sehr viel Gas gebildet wird, dass nicht schnell genug weg kann.
Wenn ich die dicken Brocken auf die Glut lege, dauert es auch sehr lange bis die Kiste in Schwung kommt.

VG
Ralf


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Re: CO-Messung durchgefallen

Beitrag #11671 von Gerrit » So 18. Dez 2016, 21:33

wasp hat geschrieben:Beider Entfernung der Ketten haben wir die Anheizklappe und Anlagefläche gereinigt und mit starker Lampe überprüft.


Wenn mein Kessel nicht aus dem Knick kommt, wummert oder sonstige Zicken macht, ist es bisher immer die Anheizklappe gewesen. Keine noch so bröselige Düse hat dermaßen viel Einfluss, wie die Dichtheit der Anheizklappe.
Serienmäßig liegt das Stahl auf Stahl - was soll da dicht sein?
Ich habe nach x Versuchen einen Ring aus einer dünnen Dichtschnur mit hitzfestem Silikon angeklebt und auch damit überzogen. Dann auf einer glatten, mit Frischaltefolie bespannten Holzplatte aushärten lassen. Anheizklappe ist nun erstmal wieder dicht...mal sehen, wie lange....

Ich heize auch nur mit Nadelholz, ebenfalls eher grobe Stücke. Anfangs habe nur geflucht und wollte den Kessel schon wieder rauswerfen...

Mit folgenden Modifikationen lief das dann immer besser:

- Seitlich hochkant Flacheisen angeschraubt, so dass der Füllraum leicht trapezförmig wird (vorher blieb das Holz immer an den Wänden des Füllraums hängen, Hohlbrand ohne Ende)
- Lüfterleistung max. 87%
- Primärluft über die Schrägbleche einblasen, die nach oben führenden Kanäle mit Stahlwolle zugestopft (das endgültige Ende des Hohlbrands)
- Primärluft an der Kulisse auf 30% Querschnitt verengt (das war der Durchbruch in Sachen CO, super Ergebnis ganz ohne O2 Regelung)
- Selbstgefrickelte Rest-O2 Regelung (ganz simpler 3-Punkt Regler, Belimo mit Eigenbau-Kulisse)
- Seit neustem Gussdüse + Holzgasverteiler von Friedrich

Neulich war wieder Messtermin - leider hatte mein Kessel nun genau gar kein CO für den Schorni übrig - Ergebnis 0,00 g/m³ :Klatsch

Mach man erstmal die Klappe richtig dicht, empfehlen würde ich eine deutliche Reduzierung der Primärluft und deren Einblasung über die Schrägbleche.


Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind. (Charles Bukowski)


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