Angebot bekommen - Bor ist das kompliziert

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Mathias
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Angebot bekommen - Bor ist das kompliziert

Beitrag von Mathias » Mi 12. Jun 2019, 22:54

Hi,

schön dass das forum wieder funktioniert.

Ist oft nicht leicht, das System aktuell zu halten.

Heute war ich beim pv Mann das Angebot besprechen.

Leider ist es mit der Fläche so, daß wenn ich die 36 Module, die maximal passen, installieren lasse, ich über 12kwp komme.

Da wird ein zusätzlicher Wechselrichter und eeg fällig.
Der mehr Ertrag ist aber zu gering, als das es sich dann noch lohnt.

29 module mit je 349wp sollen rund 8142kwh liefern.
Die Anlage soll komplett ca. 17000€ netto und knapp 20000€ brutto kosten.

Wie rechnet sich das?
Angenommen 9000kwh jahresverbrauch (Familie würde mit machen)
CA. 3600 kWh eigenverbrauch
CA. 4555 kWh einspeisen
CA. 5400 kWh zu kaufen
Ca. 8142kwh solarernte.

Eigenverbrauch 0.24 €
Vergütung 0.11 €

2 Zähler abmelden (muss eh neu gemacht werden, zählerschrank zu alt)
1 neuer Zähler, über den eingespeist wird und bezogen.
1 Zähler für pv
Je 3 verbrauchszähler.

Die Familie spart sich die Grundgebühr und bekommt den pv Strom für 0.24€ die nächsten 13,8 Jahre.
Dann ungefähr ist das Teil abbezahlt.
Trägt sich bereits nach 4 Jahren von selbst.

Wir bekommen ca. 480€ pro Jahr Vergütung + irgendwann den Strom um sonst.
Hab 13 Jahre Zeit für einen Speicher zu sparen.
Kreditlaufzeit 15 Jahre, Modul Garantie von LG 25 Jahre.

So als Altersvorsorge nicht übel?
Abschreibungen und Steuern sind noch nicht berücksichtigt.
Grüße
Mattes

SolarBayer HVS 40E Holzvergaser, Flammtronik, Große Brennkammer, Gussdüse, 3200l Puffer, 500l Warmwasser Speicher, 730l MAG,
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Stefan
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Re: Angebot bekommen - Bor ist das kompliziert

Beitrag von Stefan » Mi 12. Jun 2019, 23:55

1800 €/ kWp sind schon verdammt teuer, selbst wenn das Gerüst zur Montage schon dabei ist.
Ist der neue Zählerschrank komplett mit eigenen Zwischenzählern im Preis drin?
Selbst dann wäre es noch nicht wirklich günstig.

Kann dir, wie Friedrich auch schon, das Photovoltaikforum nur empfehlen...
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

Orlan 40 kW Holzvergaser, 4k Puffer, 10 qm Solar Flachkollektor, 2 PV Anlagen zusammen 107 kwp, Eigenbau- Frischwasserstation, bisher kein Backup, BHKW in Planung.

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Mathias
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Re: Angebot bekommen - Bor ist das kompliziert

Beitrag von Mathias » Do 13. Jun 2019, 08:28

Ja, soweit ich das verstanden habe ist das komplett mit allem drum und dran.

Im pv forum sind ähnliche Anlagen die 2000€ und mehr Kosten.

Solaredge... Ist relativ teuer.

Bin noch am überlegen und mit der Bank und dem Steuerberater muss ich auch noch sprechen.

Erschreckend finde ich das die eeg umlage auch auf selbstgenutzen Strom angewandt wird.

Teuer wird es auch durch den zählerschrank, den alten Mist raus... Gerüst knapp 700€ geht finde ich.
Grüße
Mattes

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Re: Angebot bekommen - Bor ist das kompliziert

Beitrag von friedrich » So 16. Jun 2019, 10:22

Hallo Mattes,

1. die Analge ist zu teuer; - PV Forum vorstellen;
Deine Anlage mit etwa 8 KWp darf netto keine 10 000 Euro kosten - weiter suchen und neue Angebote einholen....

2. Für was brauchst Du Solaredge?? - schönes Spielzeug kostet nur Geld.....
Die Daten kann man bedingt auch mit dem Wechselrichter darstellen (z.B. mit dem SMA-Wechselrichter ), da dieser Internetfähig ist.
Das habe ich aber innerhalb der letzten 5 Jahre nicht gemacht und auch nicht vermißt. Maß man sich registrieren....
Ist vielleicht die ersten 3 Wochen interessant, dann schaut man sich das ohnehin nicht mehr an.

3. Wenn Du schon am Umbauen bist - neuer Zählerschrank u.s.w., dann verlege auch gleich Datenleitungen für die spätere Erweiterung auf z.B.
für Stromspeicher. oder E-Auto, ...

Wenn Du planst einmal ein E-Auto anzuschaffen, dann solltest Du auch eine 5 x 6 qmm Leitung zu der geplanten Ladestation verlegen (z.B. in die Garage)
Außerdem solltest Du mindestens auf 35 A die Hauptsicherungen verstärken. - falls das noch nicht der Fall ist.
Ein gleichstromsensitiver Schutzschalter sollte in die Leitung zum Laden fürs E-Auto eingebaut sein.

Wichtig ist auch eine richtige Stringaufteilung - auch das muß passen...
Hier z.B. sind es 2 x 19 Module an einem Multistringwechselrichter, verteilt auf zwei Dächer;
IMG_1775.JPG
Noch viel Erfolg bei der Realisierung.

mfg friedrich
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Re: Angebot bekommen - Bor ist das kompliziert

Beitrag von Mathias » So 16. Jun 2019, 12:01

Danke, für die vielen Tipps.

Solaredge aus dem Grunde, weil das Dach doch immer mal wieder verschattet wird und das je nach Jahreszeit und Uhrzeit doch nicht unerheblich.

Laut Werbung würde sich bei dem normalen System die Leistung aller Module reduzieren, bei Solaredge nur die, welche verschattet werden.

String ist nur einer und nur ein WR.

E-Ladesäule ist vorgesehen, aber der Aufwand vom Keller zum carport zu kommen ist nicht wenig.
Da gibt es einige Probleme zu lösen und eins davon ist das ich die Steine vom halben Hof aufnehmen kann.
Zählerschrank - > Waschküche - > kellergang - > Stellplatz - > Carport

Ich werde vermutlich das ganze auch an anderer Stelle aufbauen, wo bisher nur Büsche und Blumen sind.
Wir haben dann 4 Stellplätze.

Was die Firma betrifft, wurde dort mir alles gut erklärt.
Er hat sich Zeit genommen und wir haben fast 1,5 Stunden uns unterhalten.

Im pv forum hab ich schon einiges gelesen und die LG Module sind wohl sowas wie Maibach.
Muss nicht schlecht sein.
Ich hab die Befürchtung, das wenn man das billiger macht und es in 15 Jahren zu Problemen kommt, ich mal wieder Pech habe und kein hersteller mehr da ist, dem ich die Garantie zeigen kann.
Grüße
Mattes

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HJH
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Re: Angebot bekommen - Bor ist das kompliziert

Beitrag von HJH » Do 4. Jul 2019, 21:16

Hallo,

Da haben ja schon einige geantwortet.
Ich habe nicht alles durchgelesen, deshalb kann es auch doppelt sein, Tschuldigung im Voraus.

Achte bitte bei der Verschaltung darauf das du sie waagrechten Kollektoren miteinander verschaltest, nicht die senkrechten!
Die Sonne wandert beim Untergehen von unten nach oben mit dem Schatten.
Ist ein Modul beschattet, lässt es weniger Strom durch!

Bei der Größe gibt es eine Grenze vom Staat, diese liegt bei 10m².
Du kannst größer, wirst aber anders behandelt.
Die Dachschräge spielt dabei auch eine Rolle.

Das Kabel vom Wechselrichter zum Zähler nicht zu klein wählen, Verluste sind nun mal Verluste.
Auch die Kabel zu den Modulen für max. Leistung auslegen.

Eine Ladestation für ein Auto sollte natürlich so groß wie möglich sein.
Ich hatte deswegen schon mal an eine 63A/3Ph-400V Sicherung gedacht.
Aber Pustekuchen!
In der Regel lässt das EVU max. 11kW zu (das sind 16A bei 3Ph-400V)
Dann pro Verteilstrang max. 3 Abnehmer zur gleichen Zeit.

Durch die Ladestation solltest du Wechselrichter für 3 Phasen 400V nehmen.
11kW bringt dabei etwa 16A.
Wenn das gerade kein Tesla ist hast du einen Akku von (VW) 45kWh, 58kWh, 77kWh.

77kWh muss bei 11kW über 7h laden, über 7h weil es noch einen Wirkungsgrad vom Laden gibt von etwa 20%.
Das ist die Umwandlung von elektrischer Energie in die chemische Energie vom Akku.
Es kommt natürlich auch dazu wie weit der Akku entladen ist.
Zu weit nach unten sollte man nicht gehen, das geht auf die Lebensdauer.

Ist so eine Sache mit dem E-Auto.
Aber es gibt da eh weniger Autos, das mit dem Individualverkehr ist dann vorbei.

mfg
HJH

Und für 32Cent, wie im Moment, wirst du den Strom auch nicht kaufen können, an einer öffentlichen Ladestation
kostet der bereits über 55Cent/kWh.

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Re: Angebot bekommen - Bor ist das kompliziert

Beitrag von Mathias » Fr 5. Jul 2019, 16:42

Hier in den Parkhäusern ist der ladestrom mit 0,35 Cent noch nicht wirklich teuer.

Die Anlage hat Solaredge Module hinter jedem pv Modul.
Die managen den strom vom pv, das die Module, welche 100% Leistung bringen können das auch machen.
Hab leider das Problem, das zu bestimmen Jahres und uhrzeiten die Module teilweise vom nachbarhaus verschattet werden.

Es ist nur ein Wechselrichter verbaut, aber der schafft Drehstrom? Starkstrom? Hat jedenfalls 3 Phasen.

Kabel verlegt ich keine, das machen die Experten.

Die Firma ist mir sympathisch - hatte gefragt ob sie mif die andere dachseite auch belegen und er hat mir abgeraten - also auf Geld verzichtet.

Momentan sieht es danach aus, daß im ersten betriebsjahr 110€ übrig bleiben.
250€ rücklagen sind da schon abgerechnet.
Klar kommt es noch auf den tatsächlichen Verbrauch u d ertrag an, aber mit den Werten von 2018 wäre das so.

Was noch fehlt ist die Versicherung und Steuern.
Mein Steuerberater meinte heute, er macht das.
Grüße
Mattes

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270qm WF, 8 Personen, Solarthermie, Anlage überwiegend Arduino geregelt.

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Re: Angebot bekommen - Bor ist das kompliziert

Beitrag von Mathias » Mo 8. Jul 2019, 07:20

Grüße
Mattes

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