Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

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René
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von René » Do 30. Jul 2020, 16:00

naja, noch viel Blabla beim Dacia, bleibt abzuwarten wie der nachher auf den Markt kommt. Ob das auf der gleichen Schiene wie bei Renault läuft mit Batterie-miete und so.

Da kann man schon eher drauf gespannt sein, was Tesla mit dem neuen Kleinen bringt, der angeblich unter 20.000,- Euro kosten soll. Neuesten Gerüchten nach, soll in Grünheide bei einer weiteren Ausbaustufe die neueste Bauart an Akkus hergestellt werden. Auf den Batterie-Day kann man echt mal gespannt sein.
Gruß René

Wir sind hier nicht bei "Wünsch dir was" !

:mrgreen: Holzvergaser Forum, das rockt. :mrgreen:

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Mathias
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Mathias » Fr 31. Jul 2020, 16:03

Mercedes Benz : die alten aus den 50er / 60er Jahren und teilweise aus den 70ern fahren noch immer.
Als taxis im iran, Irak, Afghanistan und rund um Nord Afrika. Damit werden komplette Familien ernährt, die Schule und Uni finanziert und teilweise mehrere Häuser gebaut.

Renault :
Die "Marke" war mal bei diversen Arbeitskollegen, Onkels, Tanten, Freunde usw sehr beliebt - zumindest 5 Jahre lang.
Danach war von denen niemand mehr begeistert.
Problem Nr 1 - Elektrik.
Dacia gehört zu Renault - ich weiß nicht ob ich das auch mal ausprobieren möchte.
Zumal diese Elektro Kisten konventionell aussehen.
Tesla baut eher so, das kaum luftwiderstand auftritt - das konnten die anderen auch mal, machen es aber kaum noch.

N-TV :
Es scheint mal wieder ein Sommerloch zu geben und man holt alte Geschichten heraus.
Dieses Mal bereits in der anmoderation sehr reißerisch "elektro Fahrzeuge brennen" und "sind schwer zu löschen" und "dafür gibt es jetzt einen spezial löschcontainer". - aha, es geht um den Container.

"Das brennende eFahrzeug wird an Seilen über eine Winde in den Container gezogen und dort geflutet".
Also so oder so total schaden.

Gezeigt werden nylonseile - die sind brennbar.
Man könnte auch Drahtseile nehmen - die werden dann nicht mehr belastbar sein und die spannendste frage "wer soll an einem brennenden Fahrzeug diese Seile anbringen?" so heiß wie das ist?

Was ist mit hybrid Fahrzeugen?

Warum lässt man "normale" Autos teilweise komplett ausbrennen?

Und der letzte Satz war dann der, weshalb ich so berichte nicht mehr ernst nehmen kann.
Da wird Minuten lang erklärt, wie gefährlich so ein Brand sein kann und wie schwer das zu löschen sei und dann wird im letzten Satz folgendes erklärt "Ob elektro Fahrzeuge öfters brennen ist nicht bewiesen"!
Grüße
Mattes

SolarBayer HVS 40E Holzvergaser, Flammtronik, Große Brennkammer, Gussdüse, 3200l Puffer, 500l Warmwasser Speicher, 730l MAG,
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Helmut » Fr 31. Jul 2020, 16:38

Mathias hat geschrieben:
Fr 31. Jul 2020, 16:03
...
Dacia gehört zu Renault....
Stimmt, so wie Seat zu VW gehört usw... kostet aber eben nun mal die Hälfte und fährt auch von A nach B. Und wenn ich mir unseren Duster ansehe und fahre, der das Allradsystem von Nissan drin hat, muss ich sagen, so schlecht ist er gar nicht. Für das, dass er nur so viel gekostet hat wie wahrscheinlich die Türen eines Teslas kosten.
Mal schauen ob Tesla oder andere große Firmen es wirklich mal schaffen den Markt der Mittel bzw. Unterschicht zu bedienen (die wirklich auf die Mobilität angewiesen sind aufgrund des Arbeitsplatzes!). Das kann ich jedenfalls noch nicht so recht glauben. Es wird wie immer nur leeres Geschwätz bleiben, bzw. eher für Leute gedacht sein, die einen lockeren Geldbeutel besitzen.
mfg
Helmut

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Mathias
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Mathias » Fr 31. Jul 2020, 21:52

Das Wort das du suchst heißt Prestige.

Ist bei Mercedes und BMW ein Hauptgrund warum die noch gekauft werden, Qualität kann es nicht mehr sein, die Zeit ist vorbei.

Und klar können Tesla und Co auch Masse und billig, aber "was nix kostet, das ist nix", dann die Tatsache, daß kleine Serien nun mal teurer zu produzieren sind, als Masse und Masse die letzten 10 Jahre für Tesla kein Thema war - es gab keine Käufer.

Das hat ja dem Audi Typ (woraus der U5 hervorgegangen ist) und einigen anderen das genik gebrochen.
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Mattes

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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Helmut » Fr 31. Jul 2020, 23:10

Mathias hat geschrieben:
Fr 31. Jul 2020, 21:52
Das Wort das du suchst heißt Prestige....
Wohl eher Prestigegesselschaft....
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von Mathias » Sa 1. Aug 2020, 00:14

Ich hab das nie nachvollziehen können, aber vor einiger Zeit tatsächlich jemand kennengelernt, dem es scheiss egal war, ob er und seine Familie was auf dem Teller hatten oder die Miete gezahlt werden konnte.

Ihm war nur wichtig endlich einen Mercedes oder BMW fahren zu können.

Weil die Nachbarn sich dann ärgern, dafür würde er schon sorgen und weil die Familie dann denk, er wäre jemand, der sich so ein Auto leisten kann...
Er war leiharbeiter, türkisch stämmig und ein bisschen dumm.

Als ein leiharbeiter mit griechischen Wurzeln in dem Porsche (seines Bruders) vorgefahren war, zerbrach ein Weltbild...

Noch im Dezember hab ich einem dritten vorgerechnet wie teuer der Audi A6 (8 Jahre alt) seines Papas im Vergleich zu einem Tesla war.

Nachdem ein Freund seines Bruders den Tesla probegefahren hat, war Audi kein Thema mehr - jetzt träumt er von Tesla...
Grüße
Mattes

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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von friedrich » Sa 1. Aug 2020, 20:56

Das ist ein Bericht aus dem TFF-Forum - also nicht von mir;
Ich finde den Bericht trotzdem interessant und evtl. ist es für einige von Euch auch lesenswert.


Wir haben hier ja reichlich Diskussionen was am Model 3 alles schlecht ist, nicht funktioniert und einfach „unbrauchbar“ ist.

Ich habe mir lange überlegt ob ich ein Model 3 kaufen soll. Wenn man so in der Presse und in den Foren ließt, dann ist das ein schreckliches Auto.

Warum habe ich trotzdem eines gekauft?

Weil ich an dem „Experiment“ Tesla teilhaben wollte.

Ich war es leid immer ein neues Auto kaufen zu müssen, wenn ich an technischen Innovationen teilhaben wollte. Ja, ich mag den ganzen Technikspielkram… Auch das Furzkissen.
Wenn man in Autozeitungen über das Model 3 ließt, dann werden dort immer sie klassischen Kriterien verglichen. Beschleunigung… Wow… Ist so, können sich aber Elektroautos kaum gegen wehren, weil Elektromotoren eben so sind, das sie ein hohes Drehmoment ab start bereitstellen. Bei Verbrennern ist das bemerkenswerte weil dort viele Komponenten wie Motor, Turbolader, Elektronik, Getriebe etc zusammenspielen müssen um das zu erreichen.
Fahrverhalten genauso. Elektroautos haben durch die Batterie einen tiefen Schwerpunkt. Bei Verbrennern muss man dazu einiges an Konstruktion investieren um das zu erreichen.

Was da also klassischerweise verglichen wird ist ein nobrainer für Elektroautos.

Wo ist den jetzt die Ingenieursleistung bei Elektroautos?
Batterie, Ladetechnik, Temperaturmanagement… In Summe Reichweite und Effizienz.

Das können Verbrenner besser, aber weniger Effizient. Das spielt aber bei der Energiedichte von Benzin/Diesel auch keine Rolle.

Nobrainer für die Verbrenner.

Es werden also klassischerweise Dinge verglichen die vollkommen konträr zueinander sind.

Was ist den jetzt wirklich anders am Model 3?

Alles! :grinning:

Das Vertiebskonzept; Online. Keine Autohäuser. Dadurch hat Tesla direkten Zugriff auf seine Kunden. Das hat kein anderer Hersteller, weil immer der Händler dazwischen ist. Davon träumen die Marketingabteilungen der klassischen Hersteller seit Jahren.

Man verkauft nur wenige Konfigurationen. Extras überlässt man dem Afer-Sales Markt. Das spart erhebliche Kosten.

Der Service; Die Kernthemen werden selbst gemacht. Der Rest über Partner. Ranger erledigen Kleinigkeiten vor Ort. Termine nur Online. Tesla kennt jeden Fehler seiner Fahrzeuge, weil sie direkten Zugriff haben ohne „Vertragswerkstätten“. Alles kann zur Reduzierung der Reklamationsquote direkt in die Produktion einfließen oder man schafft kurzfristige workarounds z.b Mud Pads.

Nicht zuletzt. Die Infrastruktur liefert Tesla mit dem SuC Netzwerk für jedes Fahrzeug gleich mit.

Vernetzung; Die Fahrzeuge sind immer online. Tesla kann für die Produktentwicklung direkt auf Flottendaten zugreifen UND sie können Änderungen am Produkt online durchführen, weil ihre Fahrzeugarchitektur es zulässt. Das ist noch einmalig und hat in 10 Jahren kein anderer Hersteller geschafft zu kopieren.

Dadurch erreichen sie einen sehr homogene Flotte, das erleichtert Reparaturen und das Lifecyclemanagement der Produkte, weil nahezu alle Fahrzeuge immer identisch sind, was die Technik, insbesondere die Software, angeht… und das ohne Aufwand in den Werkstätten.

Um das zu erreichen hat Tesla neue Bedienkonzepte entwickeln müssen, die mit allem brechen was man aus Autos bisher kannte. Das puristische Design des Model 3 hat Konzept. Weniger Hardware.

Und der wichtigste Punkt; Software. Das Auto definiert sich durch Software, nicht oder nur sehr gering, durch Hardware. Die Lösung heißt bei Tesla immer bessere Software. Das gesamte Konzept von Tesla ließe sich sonst gar nicht aufrecht erhalten. Die gesamte Produktentwicklung basiert darauf, der Service und der Vertrieb.

Wenn Musik sagt: „Wir haben noch keine erschwinglichen Elektroautos gebaut“ dann wird er das weiter voran treiben. Mehr günstig Standardkomponenten. Die Differenzierung erfolgt dann über die Software.

Das Model 3 ist der nächste Schritt nach dem Model S. Sie Entwicklung geht weiter, selbst für die älteren Fahrzeuge.

Tesla macht etwas, was ich persönlich und als Kunde wirklich neu und innovativ finde.

Und wenn man die Themen hier verfolgt, dann ist das für viele immer noch irritieren. Vom Bestellprozess über den Service bis zu den Software-Updates und den Themen rund um den After Sales Markt.

Und um zu meinem Eingangssatz zu kommen. Ich habe ein Produkt gekauft, das sich ständig verändert, sich verbessert, auch mal Rückschritte macht, aber ich weiß als Kunde; An meinem Produkt wird ständig gearbeitet und verbessert und nicht nur repariert, bis es am Lebensende ist.

Tesla hat jetzt 10 Jahre Erfahrung. Das ist in der Industrie sehr wenig. Auch die ersten japanischen Hersteller brauchten Zeit. Heute ist Toyota Industriestandard bei Qualität und Produktionsprozessen.

Ich persönlich bin jedenfalls der Ansicht, dass ich kein Auto gekauft habe, sondern ein komplett neues Mobilitätskonzept.

Da ist auch einiges nicht wie gewohnt. Aber genau das wollte ich ja.
Zuletzt geändert von friedrich am Sa 1. Aug 2020, 21:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verbrennerland ist abgebrannt - E-Auto oder Verbrenner?

Beitrag von friedrich » Sa 1. Aug 2020, 21:11

gelöscht;
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