Boiler oder Buffer

Hydraulik von Heizungsanlagen

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Mandy
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Boiler oder Buffer

Beitrag von Mandy » Sa 6. Jun 2020, 10:28

Hallo!
Ich möchte meine 20 Jahre alte Pelletsheizung samt Boiler erneuern. Es wird wieder eine Pelletsheizung werden, aber über das Warmwasser bin ich nicht sicher. Bis jetzt benutzte ich dazu eine 10 quadratmeter Solaranlage und einen 500l Boiler mit 2 Register. Hat 20 Jahre problemlos funktioniert. Jetzt erklärt mir mein Installateur, daß sich dazu ein 500l Puffer auch wieder mit 2 Registern und 150l Brauchwasserbehälter besser eignet. Ein Größerer kommt aus Platzgründen nicht in Frage. Es leben aber 7 Personen in dem Haus. Reicht deshalb diese Variante aus und was bringt diese Möglichkeit? Außer daß sie fast das Doppelte kostet. Lg. Manfred aus Gmunden

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Stefan
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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von Stefan » Sa 6. Jun 2020, 17:40

Hallo Manfred,
so ganz werde ich aus deiner Beschreibung nicht schlau.
Ist der "Boiler mit 2 Register" ein WW- Speicher mit 2 Wärmetauschern, also einem für die Solaranlage und einem für den Pelletkessel?

Dann sollte man schon was tun, so große WW Speicher sind, wegen der Legionellenthematik, inzwischen verpönt.
Auch sind 500 Liter für 10 qm Kollektorenfläche zu wenig, die Anlage stagniert im Sommer, das Glykol im Kollektor wird zu heiß und zersetzt sich.

Die beste Lösung wäre wohl 500 Liter Puffer dazu zu stellen, den bisherigen Speicherauch als Puffer zu nutzen, Solar über Wärmetauscher einspeisen und WW über eine Frischwasserstation bereit zu stellen.

Den neuen Pelletkessel über den unteren Wärmetauscher vom alten speicher einbinden, den Heizungsvorlauf dort (sofern Anschluss vorhanden) mittig abgreifen.

Damit müsste der neue Kessel nicht groß modulieren oder takten, die Solaranlage hätte halbwegs ausreichend Speicher, wäre offiziell sogar heizungsunterstützend.
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
der auch ernst kann, wenn es mal gar nicht anders geht... ;)

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Mandy
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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von Mandy » So 7. Jun 2020, 09:56

Hallo und Danke für deine rasche Antwort.
Deine Vermutung bzgl. des Boilers ist richtig. Ich habe aber in meiner Frage auch betont, daß ich aus Platzgründen keine andere Möglichkeit habe als wiederum den gleichen Boiler als bisher oder eben ein 500l Puffer mit eingebautem 150l Brauchwasserbehälter. Der ursprünglich geplante 700l Puffer mit 200l Brauchwasserbehälter ist zu viel zu groß, der paßt einfach nicht in die vorgesehene Nische. Daß Thema Legionellen dürfte ja mit 70 oder gar 80° Wassertemperatur und 7 Personen im Haus auch Keines mehr sein. Mir geht es eigentlich nur darum, ob das Warmwasser aus dem 150l Brauchwasserbehälter ausreicht, wenn am Abend alle 7 im Haus lebenden Personen duschen oder baden wollen. Oder ob dazu wieder ein Boiler mit 2 Registern(wie gehabt) die bessere Lösung ist. Lg. Manfred

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René
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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von René » So 7. Jun 2020, 10:06

Moin,

reicht nicht aus. Wir haben 150 Liter Warmwasserspeicher und sind 4 Personen. Da wird das schon knapp, wenn mal 2 gleichzeitig baden wollen. Bis die 150 Liter wieder nach geheizt sind dauert das schon ne Weile. Dazu kommt noch, dass der Boiler mit der Zeit verkalkt. Ich würde eine Frischwasserstation einbauen und nur einen Pufferspeicher, so groß es geht. Für Solar entweder Wellrohr im Puffer oder Wärmetauscher außen. Ist zwar etwas mehr Installationsaufwand, dafür hast du nachher eine bessere Versorgung.

Wichtig ist halt, dass der Heizkreis nicht ganz oben am Puffer angeschlossen wird, sondern weiter (im oberen Drittel) unten. Damit für die Warmwasserbereitung genügend Volumen vorhanden bleibt.
Gruß René

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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von Mandy » So 7. Jun 2020, 10:15

Von welcher Puffertemperatur reden wir da, wenn du sagst, daß 150l im Brauchwasserbehälter fast zu wenig sind?
Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob wir vom Gleichen reden. Ich meine hier einen 500l Pufferspeicher mit 2 Registern. Eine für den angeschlossen Pelleskessel und ein Solarregiste für die Solaranlage. Und in diesem Puffer befindet sich im oberen Bereich ein kleiner 150l Edelstahlbehälter für das Brauchwasser. Dessen Inhalt wird durch die aufgeheizte Pufferflüßigkeit erhitzt.
Zuletzt geändert von Mandy am So 7. Jun 2020, 11:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von René » So 7. Jun 2020, 10:54

von 50-60°C.
Gruß René

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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von Mandy » So 7. Jun 2020, 11:18

Laut meinem Installateur bestünde keine Gefahr des Verkalkens, wenn wir den Puffer trotz sehr kalkhaltigem Wassers(ca. 23°) auf 70-80° aufheizen würden.

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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von René » So 7. Jun 2020, 11:30

naja, dein Installateur empfiehlt ja auch "nur" 150 Liter Warmwasser für einen 7-Personenhaushalt. Ist nur die Frage, ob ihr damit nachher glücklich werdet. Ein Frischwasserstation liefert solange Warmwasser, wie der Puffer heiß ist und ist vom Platzbedarf recht übersichtlich. Ein 150 Liter Boiler ist nach 150 Liter zapfen kalt und muss erst wieder aufgeheizt werden. Das dauert seine Zeit.
Gruß René

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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von Helmut » So 7. Jun 2020, 14:35

Mandy hat geschrieben:
So 7. Jun 2020, 11:18
Laut meinem Installateur bestünde keine Gefahr des Verkalkens, wenn wir den Puffer trotz sehr kalkhaltigem Wassers(ca. 23°) auf 70-80° aufheizen würden.
Naja, sagen wir mal so. Bis es dir wirklich auffällt, dass immer weniger Heißwasser kommt weil die Rohre und der Boiler komplett verkalkt sind, vergehen mit Sicherheit ein paar Jahre...... Aber verkalken tut es auf jeden Fall. Was soll es sonst tun?
mfg
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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von Stefan » So 7. Jun 2020, 17:39

Mandy hat geschrieben:
So 7. Jun 2020, 11:18
Laut meinem Installateur bestünde keine Gefahr des Verkalkens, wenn wir den Puffer trotz sehr kalkhaltigem Wassers(ca. 23°) auf 70-80° aufheizen würden.
Da bringt einer von euch was durcheinander,
es besteht keine Gefahr des Verkalkens, wenn ihr den Puffer trotz sehr kalkhaltigem Wassers(ca. 23°) nicht über 45° aufheizt,
ist aber bei einem eingehängten Speicher definitiv nicht zu vermeiden.

Richtig wäre:
Es besteht keine Gefahr der Legionellenbildung im Speicher, wenn der regelmäßig auf 70-80° aufgeheizt wird.

Aber dann sind es wegen dem anfallenden Kalk halt bald keine 150 Liter mehr.
Gruß vom Stefan (aka Hobbele ),
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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von Mandy » So 7. Jun 2020, 17:54

Ich muß jetzt einmal meinen Installateur über diese neuen Erkenntnisse informieren. Melde mich sicher wieder in den nächsten Tagen. Ertst einmal Danke an Alle.

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Re: Boiler oder Buffer

Beitrag von Helmut » So 7. Jun 2020, 18:15

"Erfahrungen"....
Bei uns auf Arbeit in der Pflege wird sehr viel WW benötigt. Das Haus wurde 1996 gebaut. Irgendwann kam kein WW mehr. 800L WW Boiler komplett verkalkt. Wurde getauscht vor 10 Jahren. Aus dieser Zeit gab es ein Rohrstück, dass zur "Anschauung" für "nichtgläubige" aufgehoben wurde. Eine 2,5" Leitung hatte nur noch eine Durchlass von ca. 1/4" .... Blöd wenn auf verschiedenen Stockwerken alle gleichzeitig Duschen wollen.... Jetzt wird die ganze Hütte komplett saniert.
Kalkablagerungen??? Gibts doch gar nicht ;-)
mfg
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