Füllraumbrand vermeiden

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Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » Sa 5. Okt 2019, 23:50

Hallo, ich habe ja den 25 GSE (lange Version) und habe diesen mit einer FT und der alt bewährten Luftwaage ausgestattet.
Ich nutze den HV seit Ende 2017 und habe trotz Rest O2 Steuerung folgendes Problem.
Wenn ich den HV voll packe ( Kohle und Anzündholz mit ein zwei kleinen Scheiten zu erst, dann voll legen. Heute mit 50% Weichholz und 50% Buche 32 Kg Holz)
und von unten angezündet, der HV startet prima und ich erreichte Ruckzuck eine gute BRT.
Aber nach gut 45 Minuten flogen mir fast die Scheiben raus weil der HV so pulsiert.
Das Problem nicht voll legen zu können hatte ich von Anfang an, dachte mir aber aufgrund der Steuerung es doch noch mal zu probieren.

Habe dann den original Belimo weiter geöffnet damit er mehr Luft bekommt, dass hat gegen das pulsieren geholfen, aber dafür ging der HV auch ab wie eine Rakete (BRT 800 Grad, Abgastemperatur 200 Grad, Normalzustand 750BRT 170 Abgastemperatur)
Das ging so gut 15 Minuten dann beruhigte er sich wieder... Aber es blieb bei der Luftwaage permanent Sekundär voll auf (2,5 cm Pömpel raus) primär ganz zu!
Obwohl ich die Sekundäre Zwangsbohrung hinten rechts nicht verschlossen habe, schafft die FT nicht den O2 Wert auf 3,5% zu bringen. Lag immer so zwischen 1 und 1,5%!
Dadurch natürlich BRT 800 Grad Abgastemperatur 190 Grad. (Anheizklappe ist sauber und mit Feder auf Zug geschlossen)
Meine Vermutung, der Füllraum setzt sich komplett in Brand, dadurch zuviel Holzgas bei zu wenig Gesamtluft. Nur wie kann ich diesem Problem entgegen wirken?
Wie vermeidet ihr denn Füllraumbrand?

Habe nach Ausbrand 18 Kg nach gelegt (2500 lt Puffer + Kessel waren bis auf 26 Grad ausgekühlt) Dann lief er mit völlig normalen Werten ohne Besonderheit, nur wenn ich die Kiste ganz voll mache ist bald oben alles im Brand und an ein Regeln ist nicht mehr zu denken.
Eins noch, ich Regel nach dem Anzünden von Hand (Poti) den Lüfter auf ca. 50% runter, sobald die BRT ~ 700 Grad erreicht hat, dann liegt die Abgastemperatur bei ~120 Grad.
Was kann ich machen den ganzen Füllraum nutzen zu können?
Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » So 6. Okt 2019, 13:47

​Werde beim nächsten Abbrand mal testen was passiert wenn ich die 4 Primär Bohrungen im "Gewölbe" des Füllraumes verschließe. Ggf. Ist diese Primärluftdusche einfach dafür verantwortlich dass das Feuer sich nach oben durchfrisst.

Hat jemand Erfahrung mit diesem Phänomen?

Oder haben eure Atmos keinen Füllraumbrand?

Kann die Drosselung des Lüfters dafür verantwortlich sein?

Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von burns635csi » So 6. Okt 2019, 14:11

huelscheider hat geschrieben:
So 6. Okt 2019, 13:47
​Werde beim nächsten Abbrand mal testen was passiert wenn ich die 4 Primär Bohrungen im "Gewölbe" des Füllraumes verschließe. Ggf. Ist diese Primärluftdusche einfach dafür verantwortlich dass das Feuer sich nach oben durchfrisst.

Hat jemand Erfahrung mit diesem Phänomen?

Oder haben eure Atmos keinen Füllraumbrand?

Kann die Drosselung des Lüfters dafür verantwortlich sein?

Gruß Ingo
Hallo Ingo, die Drosselung wirkt eher gegen diese Problematik.
Wie du schon richtig beschrieben hast, kannst du die Oberen Löcher verschließen.

Wie weit kannst du den Lüfter noch drosseln? Geht da noch was?

Auf jeden Fall hilft es, wenn du dir zwei Flacheisen links und rechts auf die Düse legst und dadurch
die Öffnung der Düse ein wenig verkleinert wird. Wirkt gleichzeitig als Düsenschutz.

Gruß Klaus
Der Schrauber schraubt, der Hebel wächst, es steigt die Kraft, die Schraube ächzt.

Zu spät erst merkt die Großhirnrinde: Die Schraube hatte Linksgewinde.

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » So 6. Okt 2019, 14:19

Ich bin mir was die Drosselung des Lüfters angeht nicht so sicher...Um so weniger der "saugt" um so größer die Gefahr, dass die Flammen nicht komplett nach unten ziehen sondern nach oben züngeln können.
Sprich bei voller Lüfterleistung zieht die Primäluft voll durch die Düse (Unterdruck) bei gedrosseltem Lüfter kann diese Luft sich im Füllraum breit machen und verweilt dort länger... Oder habe ich da einen Gedankenfehler?
Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von burns635csi » So 6. Okt 2019, 15:04

huelscheider hat geschrieben:
So 6. Okt 2019, 14:19
Ich bin mir was die Drosselung des Lüfters angeht nicht so sicher...Um so weniger der "saugt" um so größer die Gefahr, dass die Flammen nicht komplett nach unten ziehen sondern nach oben züngeln können.
Sprich bei voller Lüfterleistung zieht die Primäluft voll durch die Düse (Unterdruck) bei gedrosseltem Lüfter kann diese Luft sich im Füllraum breit machen und verweilt dort länger... Oder habe ich da einen Gedankenfehler?
Gruß Ingo

Hallo Ingo, ne der Füllraum sollte sich niemals in Brand setzen. Hier hast du dann eher ein Anheizklappe Problem.

Ich selbst habe früher vor den ganzen Umbauten den Kessel lediglich im Naturzug betrieben. Das hat auch recht gut funktioniert und der Füllraum stand nie in Flammen. Ebenfalls habe ich früher den Kessel häufig von unten gestartet. Ich bin allerdings davon wieder angekommen, weil ich gerne Gartenhäcksel als Grundlage verheize. Hierbei besteht dann aber immer die Gefahr, dass beim Start von unten sich kleineres Gehölz an der Anheizklappe absetzen und diese dann nicht mehr sauber
schließt.




Liebe Grüße Klaus
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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » So 6. Okt 2019, 16:21

Habe vor 4 Abbränden die Anheizklappe ganz raus, gesäubert und inkl. Zugfeder wieder eingebaut. Anschließend von innen angestrahlt, Kellerlicht aus und hinten geguckt ob Licht durch kommt, dass selbe auch von hinten, angestrahlt und nun vom Füllraum aus geguckt . Es kam kein Lichtstrahl durch, daher schließe ich die Anheizklappe als Ursache aus.
Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von burns635csi » So 6. Okt 2019, 17:58

huelscheider hat geschrieben:
So 6. Okt 2019, 16:21
Habe vor 4 Abbränden die Anheizklappe ganz raus, gesäubert und inkl. Zugfeder wieder eingebaut. Anschließend von innen angestrahlt, Kellerlicht aus und hinten geguckt ob Licht durch kommt, dass selbe auch von hinten, angestrahlt und nun vom Füllraum aus geguckt . Es kam kein Lichtstrahl durch, daher schließe ich die Anheizklappe als Ursache aus.
Gruß Ingo
Hallo Ingo, OK glaube ich dir. :D
Falls du doch noch mal die Anheizklappe im laufenden Betrieb prüfen möchtest, kannst mit Handschuhen im laufenden Betrieb den oberen Reinigungsdeckel kurzzeitig abziehen und gleichzeitig mit ner Taschenlampe auf den Stutzen leuchten. Hierbei kann man ziemlich EINDEUTIG erkennen ob seitlich von der Anheizklappe
qualm herauszieht. """Diese Methode ist nur für Saugzugkessel!!!"""

Liebe Grüße Klaus
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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » Mo 7. Okt 2019, 09:29

Mir scheint ich bin der Einzige der so ein Problem hat. Bei allen anderen Atmosnutzern muss es demnach gehen, werde verschiedene Sachen testen um so ans Ziel zu kommen. Die üblichen Verdächtigen kann ich ausschließen, bleibt nur Anzündmethode ( warten bis ein noch größeres Glutbett da ist) und eben die Bohrungen im Gewölbe des Fullraumes. Habe heute mit dem FZR rumprobiert, aber das bringt auch nicht die Wende, habe generell viel mehr und länger Rauch als sonst.
Vielleicht zuviel eingedrosselt?
Wenn ja, warum steht dann der Füllraum im Brand?
Wobei eine BRT von 750 Grad bei Abgastemperatur von 170 Grad ja nicht gerade nach "abwürgen" aussehen.
Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » Mo 7. Okt 2019, 20:36

Habe viel recherchiert und diverse Foren durchstöbert. Letztlich kam es wie so oft... Versuch macht kluch ;)
Ich habe heute nochmal alle möglichen Fehlerquellen überprüft, ohne erkennbaren Mangel.
Dann habe ich drei der vier Bohrungen oben im Gewölbe mit Alufolie gestopft / verschlossen.
Dann oben Kohle zusammen mit Rinde und Kleinholz entfacht Anheizklappe blieb geschlossen , anschließend nur Weichholz eingefüllt (gut halb voll, also eben jene 50% die normalerweise zur Buche dazu kommen)
Diesmal habe ich den Lüfter nicht zum Start voll drehen lassen sondern max 75% und die Tür sofort nach dem befüllen geschlossen.
Also alles zügig damit nicht zuviel in Brand geraten kann.
Dann nach ca. 2 Minuten Lüfter auf nur noch 60% gestellt, gewartet bis BRT sich bei ~ 650 stabilisiert hat und dann nochmal gedrosselt auf meinen Sollwert von ca. 50%.
Er lief wie am Schnürchen, kein Bollern oder so. BRT stieg über 700 Grad. Nach exakt einer Stunde habe ich die Fülltür geöffnet die.oberen zwei Reihen hatte ich ohne Probleme raus nehmen können, standen nicht in Brand! Die FT hielt ganz locker den eingestellten Rest O2 Wert (3,5%) ohne das Primär ganz zu und Sekundär ganz aufgerissen wurde.
Also bin ich schon mal auf dem richtigen Weg. :mrgreen:

Aber negative Begleiterscheinung, er rauchte ständig, mit Buche pur sieht man 10 Minuten nach dem Anheizen nur noch "Flmmern" wie bei heißem Asphalt aus dem Kamin, jetzt stetiger Rauch.
Des Weiteren hatte ich eine 25 Grad höhere Abgastemperatur, als die nach gut 1 Stunde bei 195 Grad war, schloss der original Belimo und drosselte den HV ein. Dennoch blieb die BRT stetig oberhalb von 650 Grad.
Wenn ich den Rauch noch weg bekomme bin ich zufrieden, kann aber erst wieder Mittwoch oder Donnerstag einheizen, die Puffer sind knalle "voll"
Gruss Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von burns635csi » Di 8. Okt 2019, 19:21

Hallo Ingo kann es sein, dass Atmos bei dir den Sekluft und Primluftpömpel vertauscht hat???
Wäre nicht der erste Kessel? Bei mir war das so.....
Der Sekluftpömpel hat serienmäßig eine Ausbeulung am Rand , so dass man
sie Sekluft nicht vollständig schließen kann. Bei mir ist die Ausbeulung am Primluftpömpel.
Ich kann mich erinnern, das ich mir hier auch einen Ring aus Magnetfolie Drumherum gebaut hab mit ner Aussparung zur
Beule. Soviel bis ich die Höhe der Beule erreicht hab.

Ebenfalls kann ich mich erinnern, dass das EXTREM friemelig war und ich unzählige Versuche gebraucht hab, bis es geklappt hat.


......"man ist das lange her, hatte ich schon völlig verdrängt"......

Liebe Grüße Klaus
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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » Mi 9. Okt 2019, 06:09

Moin Klaus.
Bei mir sind die beiden Pömpel richtig gesetzt, hatte mal Flammabrisse ohne Ende und hatte deswegen den Belimo ausgebaut und den inneren Teil des Luftkastens ausgespiegelt.
Das Problem ist bei vollem Füllraum, dass sich oben alles binnen 1 Stunde in brennt gesetzt hat. Das dadurch dann zuviel Holzgas entsteht ist ja klar.
Wenn die Pömpel vertauscht wären, dann hätte ich Sekundär Überschüss, bei mir ist wohl eher Primär das Problem.

Aber wie gesagt, das Problem konnte ich durch verschließen der 3 von 4 Gewölbebohrungen eindämmen.

Was mir noch Sorge bereitet ist das Thema Staub. Muss in diesem Jahr messen lassen, bei der Eretmessung war ich genau am Grenzwert 0,02 g/m3.
Habe aber keine Ahnung wie ich die Staubentwicklung oder dessen Ausbreitung beeinflussen kann.

Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von Helmut » Mi 9. Okt 2019, 07:20

huelscheider hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 06:09

Habe aber keine Ahnung wie ich die Staubentwicklung oder dessen Ausbreitung beeinflussen kann.

Gruß Ingo
Niedrigerer Abgastemperatur und nur das nötigste an Restsauerstoff. Solange du bei der BRK Temp bei 650-700°C bist, ist alles ok. Nach der Messung kannst du ja wieder aufdrehen. Zumindest mache ich das so wenn Messung ist.
mfg
Helmut

Holzvergaser - Kessel (Sturzbrandkessel) Orlan 25 mit FT, Eigenbau Frischwasserstation, UVR1611, FWR21, CAN Modul, 2 Heizkreise (Heizkörper, Fubo/Wahei), 6m² Solarthermie

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von burns635csi » Mi 9. Okt 2019, 07:52

huelscheider hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 06:09
Moin Klaus.
Wenn die Pömpel vertauscht wären, dann hätte ich Sekundär Überschüss, bei mir ist wohl eher Primär das Problem.

Gruß Ingo
Nein anders herum. Wenn die Pömpel vertauscht sind, hast du Primärüberschuss.
:D


Liebe Grüße Klaus
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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » Mi 9. Okt 2019, 09:25

Klaus die Sicke ist im korrektem Fall im Primarpömpel. D.h. es besteht eine Zwangsöffnung für Primär. Wenn die Pömpel vertauscht wären, hätte ich eine Zwangsöffnung auf der Sekundärseite. In Verbindung mit der Bohrung hinten rechts unterm WT würde dies zu einem Sekundärluftüberschuss führen.
Dadurch würde der Füllraum aber nicht in Brand stehen sondern die Flammen zu stark gekühlt (ausgepustet) werden.
Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » Mi 9. Okt 2019, 09:27

@Helmut
Ich soll also den Luftdurchzug drosseln und darauf achten, dass die Brt bei ~ 700 Grad liegt?
Ich fahre z.Z. mit 3,5% Rest O2, wäre dass für die Messung noch zu viel?

Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von Helmut » Mi 9. Okt 2019, 18:07

huelscheider hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 09:27

Ich soll also den Luftdurchzug drosseln und darauf achten, dass die Brt bei ~ 700 Grad liegt?
Ich fahre z.Z. mit 3,5% Rest O2, wäre dass für die Messung noch zu viel?

Gruß Ingo
Du sollts die Abgastemperatur drosseln, dann drosselt sich der Luftdurchzug von ganz alleine. Um so weniger Luftverwirbelung, um so weniger Staub. Ganz einfach. Der Schorni misst eh nicht direkt nach dem Kessel oder im Kessel. Sondern eher ca. 1m danach. Zumindest war es bei mir so. Wenn ich ich nicht ganz irre, hatte ich bei der Messung auch so um die 3,5-4% Rest O2 eingestellt. Musst eben ausprobieren. Aber wenn möglich, die Abgastemperatur soweit runter wie geht. Weniger Leistung, weniger Schadstoffe.... so lange die Verbrennung noch ok ist und bei 650-700°C liegt. Am besten die Werte vom Jetzt zustand aufschreiben (wenn er zufrieden läuft) und dann einfach mal testen wie weit du mit Abgastemperatur runter kannst. Meiner läuft auch noch mit 100°Abgastemperatur bei 650°BRK. Nur fehlt mir dann eben die Leistung. Außer du kommst dann auch mit der Leistung zurecht und dein Schornstein macht das mit.

Ganz wichtig, nicht kurz vor der Messung reinigen! Sollte schon 4-5 Abbrände hinter sich haben.
mfg
Helmut

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » Di 15. Okt 2019, 18:00

Moin Klaus, zum Thema Flacheisen neben die Düsenöffnung legen.
Wie sorgst du dafür dass die sich nicht seitlich verschieben? Ich muss ab und an den Holzhaufen im Füllraum bewegen, manch mal auch die "verstopfte" Düse befreien, dann verschiebe ich doch die Flacheisen, oder sind die bei dir "fixiert"? Wie schützt du die beiden kurzen Querkanten vorne und hinten an der Düse?
Reden wir generell vom Wald und Wiesen Stahl oder was bestimmtes? Welche Stärke sollte es denn sein 10mm?
Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von burns635csi » Di 15. Okt 2019, 18:07

Hallo Ingo, ich habe mit verschieben der Flacheisen keine Probleme. Die Asche hält alles ausreichend fest.
Gruß Klaus
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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von huelscheider » Di 15. Okt 2019, 18:59

Reden wir generell vom Wald und Wiesen Stahl oder was bestimmtes? Welche Stärke sollte es denn sein 10mm?
Gruß Ingo

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Re: Füllraumbrand vermeiden

Beitrag von burns635csi » Di 15. Okt 2019, 20:35

huelscheider hat geschrieben:
Di 15. Okt 2019, 18:59
Reden wir generell vom Wald und Wiesen Stahl oder was bestimmtes? Welche Stärke sollte es denn sein 10mm?
Gruß Ingo
Ja, wenn's kaputt ist nimmst was neues. Hält aber trotzdem lange.
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